Geburtseinleitung in österreich: wann ist es notwendig?

Es ist ein aufregender Moment, wenn der errechnete Geburtstermin (ET) naht. Doch was passiert, wenn das Baby sich nicht an den Plan hält und länger im Bauch bleibt? In Österreich wird die Geburt in der Regel ab dem bis Tag nach dem ET eingeleitet, wenn das Baby nicht von selbst auf die Welt kommt. Doch warum ist das so? Und welche Möglichkeiten gibt es, die Geburt auf natürliche Weise anzuregen?

Inhaltsverzeichnis

Die Schwangerschaftsdauer und Terminüberschreitung

Die durchschnittliche Schwangerschaftsdauer beträgt 266 Tage, 38 Wochen oder 9 1/2 Mondmonate ab der Befruchtung. Üblicherweise wird die Schwangerschaftsdauer jedoch von der ersten Regelblutung des letzten Zyklus aus berechnet, was 280 Tage, 40 Wochen oder 9 Kalendermonate ergibt.

Wenn das Baby nicht bis zum errechneten Termin geboren wird, sprechen wir von einer Terminüberschreitung. Diese liegt vor, wenn die Schwangerschaft 40+1 SSW bis 41+6 SSW dauert. Ab 42 SSW liegt eine rechnerische Übertragung vor.

Es ist wichtig zu wissen, dass nur etwa 4% der Babys genau am errechneten Termin geboren werden. Die meisten kommen zwischen 14 Tagen früher und 14 Tagen später zur Welt. Daher ist es sinnvoll, den Geburtstermin als einen Zeitraum von 4 Wochen zu betrachten, von 38+0 bis 42+0. Alle Kinder, die in diesem Zeitraum geboren werden, gelten als termingerecht.

Warum wird die Geburt eingeleitet?

Die Einleitung der Geburt erfolgt in der Regel ab dem bis Tag nach dem errechneten Geburtstermin, um folgende Risiken zu minimieren:

  • Ungenügende Versorgung des Babys: Die Plazenta kann nach der 4SSW ihre Funktion beeinträchtigen, was zu einer unzureichenden Versorgung des Babys mit Sauerstoff und Nährstoffen führen kann.
  • Größeres Baby: Babys, die über den Termin hinaus im Bauch bleiben, können größer werden, was die Geburt erschweren kann.
  • Fruchtwassermangel: Die Fruchtwassermenge kann ab der 4SSW abnehmen, was das Risiko von Komplikationen für das Baby erhöht.

Die Entscheidung zur Einleitung der Geburt wird jedoch immer individuell getroffen und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes, der Plazentafunktion und dem Fruchtwasserstand.

Natürliche Methoden zur Geburtseinleitung

Viele Frauen möchten eine medikamentöse Einleitung vermeiden und versuchen, die Geburt auf natürliche Weise anzuregen. Es gibt verschiedene Methoden, die sich bewährt haben und die Sie ab dem errechneten Geburtstermin anwenden können:

GT (Geburtstermin) plus 1 – 5 Tage: Abwarten und Entspannen

In den ersten Tagen nach dem errechneten Termin sollten Sie sich entspannen und die restliche Zeit der Schwangerschaft genießen. Das Baby weiß am besten, wann es bereit ist, geboren zu werden. 14 Tage nach dem Geburtstermin sind noch nicht als Übertragung zu betrachten. Solange es dem Baby gut geht, besteht kein Grund zur Sorge.

Ab dem Geburtstermin wird die Schwangerschaft durch den Arzt oder die Hebamme engmaschiger kontrolliert. Es ist wichtig, den errechneten und den korrigierten Geburtstermin zu überprüfen, um sicherzustellen, dass kein Fehler vorliegt.

GT + 3: Leichte Wehenfördernde Maßnahmen

Ab dem Tag nach dem errechneten Termin können Sie folgende Maßnahmen ergreifen, um die Geburt auf natürliche Weise anzuregen:

  • Ernährung: Basilikum, Wacholderbeeren, Thymian, Zimt, Nelke und Ingwer gelten als wehenfördernd.
  • Getränke: Tonic Water (enthält Chinin, das wehenfördernd wirkt), Ingwertee, Yogitee und Himbeerblättertee können die Wehenbereitschaft unterstützen.
  • Warmes Bad: Ein warmes Bad mit Lindenblütenzusatz kann entspannend wirken und die Wehen fördern.
  • Heublumensitzdampfbäder: Mehrmals täglich ein Heublumensitzdampfbad durchführen.
  • Liebevoller Sex: Das männliche Sperma enthält Prostaglandine, die den Muttermund reifen lassen. Beim Orgasmus der Frau wird Oxytocin ausgeschüttet, ein Hormon, das die Wehenbereitschaft fördert.
  • Brustwarzenstimulation: Auch durch die Stimulation der Brustwarzen wird Oxytocin ausgeschüttet. Achten Sie jedoch auf die Reaktion Ihres Körpers und brechen Sie die Stimulation ab, wenn Sie starke Kontraktionen verspüren.

Geburtstermin + 6 Tage: Wehentee

Ein Wehentee aus Zimt, Gewürznelken, Ingwer und Eisenkraut kann die Wehenanregung unterstützen.

Geburtstermin + 7 Tage: Ätherische Öle

Das sogenannte Ut-Öl (Uterustonikum) enthält ätherische Öle wie Zimt, Nelke, Ingwer und Eisenkraut. Es kann als Massageöl für Bauch, Kreuzbein und Füße oder als Zusatz im Badewasser verwendet werden.

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Geburtstermin + 8 Tage: Nelkenöltampons

Ein Tampon, der mit einer Mischung aus Nelkenblätteröl und Nachtkerzenöl getränkt ist, kann in die Scheide eingeführt werden. Der Tampon sollte nach 3-6 Stunden entfernt und bis zu dreimal täglich wiederholt werden.

Geburtstermin + 9 Tage: Wehencocktail

Der Wehencocktail ist ein traditionelles Mittel, das am Tag vor der geplanten Einleitung angewendet wird. Er besteht aus Orangensaft, Gewürznelken, Zimt, Ingwer, Rizinusöl und Cognac. Der Cocktail sollte nach einem Fastentag und einem leichten Mittagessen getrunken werden. Der Cocktail kann Durchfall auslösen, was die Wehenanregung unterstützen kann.

Akupunktur und Homöopathie

Akupunktur und Homöopathie können ebenfalls zur Wehenanregung beitragen. Wenden Sie sich an eine erfahrene Hebamme mit entsprechender Ausbildung.

Es ist wichtig zu beachten, dass alle diese Methoden nur dann erfolgreich sind, wenn der Körper bereits eine Geburtsbereitschaft zeigt. Die Vorschläge können individuell gehandhabt und angewendet werden, jedoch ist ein dosiertes Vorgehen ratsam.

Wann wird die Geburt in Österreich eingeleitet?

Die Geburt wird in Österreich in der Regel ab dem bis Tag nach dem errechneten Geburtstermin eingeleitet, wenn das Baby nicht von selbst auf die Welt kommt. Die Entscheidung zur Einleitung wird jedoch immer individuell getroffen und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes, der Plazentafunktion und dem Fruchtwasserstand.

Welche Methoden zur natürlichen Geburtseinleitung gibt es?

Es gibt verschiedene natürliche Methoden zur Geburtseinleitung, wie z.B. Wehentee, ätherische Öle, Nelkenöltampons, Wehencocktail, Akupunktur und Homöopathie. Diese Methoden sind jedoch nicht immer erfolgreich und sollten immer in Absprache mit dem Arzt oder der Hebamme angewendet werden.

Was passiert, wenn die Geburt nicht eingeleitet wird?

Wenn die Geburt nicht eingeleitet wird, kann es zu Komplikationen für das Baby kommen, wie z.B. Einer unzureichenden Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, einem größeren Baby oder einem Fruchtwassermangel. In diesen Fällen wird die Geburt meist aus medizinischen Gründen eingeleitet.

Wie lange dauert die Einleitung der Geburt?

Die Dauer der Einleitung der Geburt variiert von Frau zu Frau. In einigen Fällen kann die Geburt innerhalb weniger Stunden nach der Einleitung beginnen, in anderen Fällen kann es mehrere Tage dauern. Die Einleitung der Geburt ist ein Prozess, der Geduld und Zeit erfordert.

Welche Risiken birgt die Einleitung der Geburt?

Die Einleitung der Geburt kann einige Risiken bergen, wie z.B. Starke Wehen, ein schnellerer Geburtsverlauf, ein erhöhtes Risiko für einen Kaiserschnitt oder eine Verletzung des Muttermundes. Die Risiken der Einleitung der Geburt sollten immer mit dem Arzt oder der Hebamme besprochen werden.

Zusammenfassung

Die Einleitung der Geburt ist eine Entscheidung, die individuell getroffen werden sollte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Geburt auf natürliche Weise anzuregen, aber manchmal ist eine medikamentöse Einleitung notwendig, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Besprechen Sie Ihre Bedenken und Fragen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, um die beste Entscheidung für sich und Ihr Baby zu treffen.

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