Die Sonne scheint und lockt uns nach draußen. Doch gerade für Babys ist die Sonne eine Gefahr, da ihre Haut noch sehr dünn und empfindlich ist. Ein Sonnenbrand kann schnell entstehen und die Gesundheit des Babys gefährden. Deshalb ist es wichtig, Babys vor der Sonne zu schützen. Neben Schatten und Kleidung spielt dabei auch die richtige Sonnencreme eine wichtige Rolle.
Welche Sonnencreme ist die beste für Babys?
Die Auswahl an Sonnencremes für Babys ist groß. Doch nicht alle Produkte sind gleich gut. Wichtig ist, dass die Sonnencreme einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 50+ hat und speziell für Babys und Kinder geeignet ist. Außerdem sollte sie frei von bedenklichen Inhaltsstoffen wie Parabenen, Duftstoffen und Konservierungsstoffen sein.
Empfehlungen von Öko-Test und Stiftung Warentest
Zwei renommierte Testinstitute, Öko-Test und die Stiftung Warentest, testen regelmäßig Sonnencremes für Babys und Kinder. Die Testsieger von Öko-Test im Juni 2024 waren acht Sonnencremes, die mit der Bestnote absolut empfehlenswert ausgezeichnet wurden. Die Stiftung Warentest kürte im letzten Test für Kindersonnencremes von 2023 die cien sun kids sonnencreme (50+) von Lidl zum Testsieger.
Hier sind einige der von den Testinstituten empfohlenen Sonnencremes für Babys:
- Cien Sun Kids Sonnencreme (50+) von Lidl
- Sunozon Kids Sonnenspray von Rossmann
- NIVEA SUN Babies & Kids sensitiv Schutz Sonnenmilch LSF 50+
- Garnier Ambre Solaire KIDS SENSITIVE expert+ Sonnenschutz-Spray LSF 50+
Es gibt aber auch Sonnencremes, die im Test nicht so gut abschnitten. In einigen Produkten wurden bedenkliche Weichmacher, sogenannte DnHexP, entdeckt. Diese Stoffe sind seit 2019 eigentlich verboten in kosmetischen Mitteln. Vor allem Cremes, die den UV-Filter DHHB enthalten, sind davon betroffen.
Mineralische Sonnencreme: Die beste Wahl für Babys?
Laut Stiftung Warentest ist mineralische Sonnencreme die beste Wahl für Babys. Sie hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu chemisch wirkenden UV-Filtern nicht in die Haut einzieht und dadurch ein geringeres Allergiepotenzial aufweist. Außerdem stehen einige chemisch wirkende UV-Filter im Verdacht, Stoffwechselwege zu beeinflussen.
Mineralische Sonnencremes enthalten mineralische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid. Diese Filter bilden auf der Haut eine Schutzschicht, die die UV-Strahlung reflektiert.
Sonnencreme für Babys: Wichtige Punkte
Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie bei der Auswahl der Sonnencreme für Ihr Baby beachten sollten:

- Lichtschutzfaktor (LSF): Wählen Sie eine Sonnencreme mit einem LSF von mindestens 50+.
- Inhaltsstoffe: Achten Sie auf eine Sonnencreme, die frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist, wie z.B. Parabenen, Duftstoffen und Konservierungsstoffen.
- Mineralische Filter: Mineralische Sonnencremes sind für Babys besonders gut geeignet.
- Wasserfest: Wenn Sie mit Ihrem Baby schwimmen gehen, wählen Sie eine wasserfeste Sonnencreme.
- Verträglichkeit: Testen Sie die Sonnencreme vor dem ersten Gebrauch an einer kleinen Hautstelle Ihres Babys, um sicherzustellen, dass sie gut verträglich ist.
Wann ist Sonnencreme für Babys angebracht?
Sonnencreme ist für Babys so wichtig, weil die Sonne unsere Haut, unsere Zellen und letztlich die Erbinformationen schädigen kann. Schon fünf Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Sonnenschutz für uns ab einem UV-Index von 3. Der UV-Index gibt an, wie stark die Sonnenstrahlung ist. Sie können den aktuellen UV-Index in jeder gängigen Wetter-App nachsehen.
Auch bei bewölktem Himmel kann der UV-Index hoch sein. Deshalb ist es wichtig, Babys auch an bewölkten Tagen vor der Sonne zu schützen.
Wie sieht optimaler Schutz für Babys aus?
Sonnencreme ist nur ein Teil des optimalen Sonnenschutzes für Babys. Hier sind fünf wichtige Tipps:
Im Schatten bleiben
Babys sollten möglichst im Schatten bleiben. Der Schatten eines Baumes oder Sonnenschirms bietet den besten Schutz vor der Sonne.
Viel trinken
Babys sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um nicht zu dehydrieren. Stillen nach Bedarf ist in den ersten Monaten ausreichend. Ältere Babys sollten zusätzlich Wasser trinken.
Luftige Kleidung
Babys sollten luftige Kleidung aus Naturfasern tragen, um einen Hitzestau zu vermeiden. Lange, dünne Baumwollkleidung oder Wolle-Seide ist ideal.
Sonnenschutz-Ausrüstung
Ein dünner, weiter Sonnenhut mit Nackenschutz ist ideal für Babys. Das Gewebe sollte UV-undurchlässig sein. Für den Kinderwagen gibt es Sonnensegel, fürs Auto Sonnenschutz für die Fenster. Beim Schwimmen schützt ein Badeshirt den Oberkörper zuverlässig.
Die UV-Strahlung ist zwischen 11 und 16 Uhr am höchsten. Vermeiden Sie es, in dieser Zeit mit Ihrem Baby rauszugehen. Wenn es nicht anders geht, suchen Sie schattige Plätzchen und achten Sie auf die richtige Ausstattung.
SOS: Was tun bei Sonnenbrand beim Baby, Hitzschlag und Sonnenstich?
Auch wenn Sie alles versucht haben, kann es passieren, dass Ihr Baby einen Sonnenbrand, Hitzschlag oder Sonnenstich bekommt. In diesem Fall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Anweisungen des Kinderarztes zu befolgen.
Sonnenbrand beim Baby
Leichte Rötungen können Sie zu Hause mit Aloe vera, Quark, Joghurt oder kühlen Umschlägen mit Kamillentee behandeln. Bei Blasen oder großflächigen Rötungen sollten Sie zum Kinderarzt gehen. Ihr Baby sollte viel trinken und in den nächsten Tagen der Sonne fernbleiben.
Sonnenstich und Hitzschlag beim Baby
Bei einer Hitzeerschöpfung, Fieber, einem Sonnenstich oder wenn Ihr Kind einen roten, heißen Kopf aber kalten Körper hat, sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Kühlen Sie den Kopf Ihres Babys mit kalten Umschlägen. Verwirrung, Schreien und Überhitzung deuten auf einen Hitzschlag hin. Dies ist ein echter Notfall, in dem Sie sofort den Notarzt rufen sollten.
Sonnencreme für Babys
Wie ermittle ich die Schutzzeit der Sonnencreme?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um welchen Faktor sich die individuelle Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Die Eigenschutzzeit ist die Zeit, in der man sich ohne Sonnenbrand der Sonne aussetzen kann.

Beispiel: Kinderhaut hat eine Eigenschutzzeit von etwa fünf Minuten. Mit einem Sonnenschutzmittel mit einem LSF 30 verlängert sich die Zeit, in der die Haut vor Sonnenbrand geschützt ist, um den Faktor 30. 10 Minuten Eigenschutzzeit x LSF 30 = 300 Minuten. Die Haut ist somit fünf Stunden vor Sonnenbrand geschützt.
Wie viel Sonnencreme gehört auf Kinder-Haut?
Cremen Sie Ihr Baby am besten ein, bevor Sie das Haus verlassen. 30 Minuten vorher sind ideal. Sparen Sie nicht an Sonnencreme und bedecken Sie hervorblitzende nackte Stellen gut. Zu den Sonnenterrassen, also besonders empfindlichen Stellen, gehören Gesicht, Handrücken, Ohren und Nacken. Und Händchen und Füße nicht vergessen!
Es gibt eine einfache Finger-Regel: Jede Körperpartie des Kindes sollte mit einer Cremebahn, die entlang des Zeige- und des Mittelfingers reicht, eingecremt werden.
Wie oft ist Nachcremen angesagt?
Cremen Sie Ihr Baby alle paar Stunden nach. Nicht vergessen: Wasser und das Abtrocknen verringern den UV-Schutz. Gleiches gilt fürs Schwitzen.
Wie die Sonnencreme abwaschen?
Gerade mineralisch wirkende Sonnencreme verbleibt auf der Haut und zieht nicht ein. Deshalb ist es wichtig, sie abends abzuwaschen. Babys sollten nach dem Sonnenbaden unbedingt gebadet werden und die Creme abwaschen.
Sonnencreme fürs Baby: Wie lange ist sie haltbar?
In der Regel sind Sonnencremes zwischen sechs und 12 Monaten haltbar. Schauen Sie auf den Tiegel auf der Verpackung.
Sonnenschutz ist so wichtig!
Sonnenschutz ist wichtig, um die Gesundheit Ihres Babys zu schützen. Achten Sie auf die richtige Sonnencreme, die richtige Kleidung und die richtige Ausstattung. Und vor allem: Lassen Sie Ihr Baby im Schatten spielen!
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