Röteln in der schwangerschaft: risiken & schutz für mutter & kind

Röteln, auch bekannt als deutsche masern, sind eine durch ein Virus verursachte Infektionskrankheit. Während sie bei Erwachsenen meist nur leichte Symptome verursachen, können Röteln in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Daher ist es für Schwangere besonders wichtig, sich vor Röteln zu schützen.

röteln schwangerschaft - Wie wird Röteln bei schwangeren Frauen übertragen

Inhaltsverzeichnis

Wie werden Röteln übertragen?

Röteln sind weniger ansteckend als Masern, Windpocken oder Keuchhusten, aber die Infektion kann dennoch schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Die Übertragung des Rötelnvirus erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also durch kleine, mit dem Virus beladene Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen freigesetzt werden. Diese Tröpfchen können eingeatmet werden oder über die Schleimhäute von Mund und Nase in den Körper gelangen.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten des Ausschlags (Exanthem) beträgt 14 bis 21 Tage (Inkubationszeit). Patienten mit Röteln sind bereits 7 Tage vor dem Auftreten des Ausschlags bis 7 Tage danach ansteckend. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist bei Kontakt innerhalb der Familie am höchsten.

Das Virus befällt zuerst die Schleimhäute der oberen Luftwege und die dort vorkommenden Lymphknoten. Es verbreitet sich anschließend über das Blut im ganzen Körper (Virämie) und kann über die Plazenta das ungeborene Kind infizieren.

Risiken für das ungeborene Kind

Eine Röteln-Infektion während der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen, insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel. Zu den möglichen Folgen zählen:

  • Fehlbildungen des Herzens
  • Gehörlosigkeit
  • Sehstörungen
  • Entwicklungsverzögerung
  • Frühgeburt
  • Totgeburt

Die Schwere der Schädigungen hängt von der Schwangerschaftswoche ab, in der die Infektion stattfindet. Je früher die Infektion auftritt, desto größer ist das Risiko für schwerwiegende Folgen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel liegt die Gefahr einer Schädigung des Kindes bei etwa 90%, im zweiten Schwangerschaftsdrittel bei etwa 20% und im dritten Schwangerschaftsdrittel bei etwa 10%.

Warum Röteln-Impfung in der Schwangerschaft?

Die beste Möglichkeit, sich vor Röteln zu schützen, ist die Impfung. Die Röteln-Impfung ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschutzes für Kinder und Erwachsene. Die Impfung schützt nicht nur vor einer eigenen Erkrankung, sondern auch vor einer Übertragung auf andere Menschen, insbesondere auf Schwangere.

Impfempfehlung für Schwangere

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Röteln bei Frauen, die nicht gegen Röteln immun sind, und zwar vor einer Schwangerschaft. Die Impfung ist auch während der Schwangerschaft möglich, allerdings nur in besonderen Fällen und nach einer sorgfältigen Abwägung des Nutzens und der Risiken durch den behandelnden Arzt.

Nebenwirkungen der Röteln-Impfung

Wie bei jeder Impfung sind auch nach der Impfung gegen Röteln Nebenwirkungen möglich. In der Regel handelt es sich dabei um übliche Impfreaktionen infolge der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff. Nach der MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln-Impfung) entwickeln sich bei 1 von 10 geimpften Personen etwa 6 bis 12 Tage nach der Impfung vorübergehende, milde Impfreaktionen. Dazu zählen Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle sowie Kopfschmerzen und Fieber für 1 bis 2 Tage. Es kann auch zu einer sogenannten Impfkrankheit kommen, die einer leichten Masern-, Mumps- oder Rötelninfektion ähnelt, aber nicht ansteckend ist.

Schwere unerwünschte Wirkungen treten nach der MMR-Impfung selten auf. Allergische Reaktionen auf Impfstoffbestandteile sind möglich, zu einem allergischen Schock kommt es jedoch nur in Einzelfällen. Ebenfalls in Einzelfällen (bei etwa 3 von 100.000 Geimpften) vermindert sich vorübergehend die Zahl der Blutplättchen, die für die Gerinnung zuständig sind, und es zeigen sich Einblutungen an der Haut. Sehr selten kommt es nach der MMR-Impfung bei Jugendlichen und Erwachsenen zu länger andauernden Gelenkbeschwerden.

Weitere Informationen zu möglichen Nebenwirkungen der MMR-Impfung finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Sind Röteln gefährlich für Schwangere?

Ja, Röteln können für Schwangere sehr gefährlich sein. Eine Röteln-Infektion während der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Daher ist es wichtig, dass sich Schwangere vor Röteln schützen.

Schutz vor Röteln in der Schwangerschaft

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor Röteln zu schützen:

  • Impfung: Die beste Möglichkeit, sich vor Röteln zu schützen, ist die Impfung. Die Impfung sollte idealerweise vor einer Schwangerschaft erfolgen.
  • Kontakt vermeiden: Vermeiden Sie Kontakt mit Personen, die an Röteln erkrankt sind.
  • Hygiene: Waschen Sie sich häufig die Hände, insbesondere nach dem Kontakt mit anderen Menschen.
  • Schwangerschaftstest: Wenn Sie schwanger sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt auf Röteln testen.

Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft Röteln bekomme?

Eine Röteln-Infektion während der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Je früher die Infektion auftritt, desto größer ist das Risiko für schwerwiegende Folgen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel liegt die Gefahr einer Schädigung des Kindes bei etwa 90%, im zweiten Schwangerschaftsdrittel bei etwa 20% und im dritten Schwangerschaftsdrittel bei etwa 10%.

röteln schwangerschaft - Warum Röteln Impfung Schwangerschaft

Kann ich mich während der Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Röteln bei Frauen, die nicht gegen Röteln immun sind, und zwar vor einer Schwangerschaft. Die Impfung ist auch während der Schwangerschaft möglich, allerdings nur in besonderen Fällen und nach einer sorgfältigen Abwägung des Nutzens und der Risiken durch den behandelnden Arzt.

röteln schwangerschaft - Sind Röteln Pocken gefährlich für Schwangere

Wie kann ich feststellen, ob ich gegen Röteln immun bin?

Sie können sich von Ihrem Arzt auf Röteln testen lassen. Der Test zeigt an, ob Sie Antikörper gegen das Rötelnvirus haben. Antikörper sind Eiweiße, die der Körper als Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger bildet. Wenn Sie Antikörper gegen das Rötelnvirus haben, sind Sie immun.

Was sind die Symptome von Röteln?

Die Symptome von Röteln sind meist mild und ähneln denen einer Erkältung. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Ausschlag

Wie lange bin ich nach einer Röteln-Infektion ansteckend?

Patienten mit Röteln sind bereits 7 Tage vor dem Auftreten des Ausschlags bis 7 Tage danach ansteckend.

Schlussfolgerung

Röteln können für Schwangere und ihr ungeborenes Kind gefährlich sein. Daher ist es wichtig, dass sich Schwangere vor Röteln schützen. Die beste Möglichkeit, sich vor Röteln zu schützen, ist die Impfung. Wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Röteln-Impfung.

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