Röteln: symptome, therapie & schutz für schwangere

Röteln, auch bekannt als deutsche masern, sind eine durch ein Virus verursachte Erkrankung, die meist mild verläuft. Doch für Schwangere kann eine Röteln-Infektion schwere Folgen haben. Eine spezielle Behandlung, die das Rötelnvirus bekämpft, gibt es nicht. Die Therapie konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome und die Vermeidung der Weiterverbreitung des Virus.

Inhaltsverzeichnis

Symptome lindern und Ansteckung verhindern

Treten Beschwerden wie Fieber und Schmerzen auf, lassen sich diese mit Medikamenten lindern. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch die Vermeidung der Weiterverbreitung des Virus. Hierbei gilt es, verschiedene Gruppen von Personen zu unterscheiden:

Maßnahmen bei akut Erkrankten

Akut erkrankte Personen sollten sich für eine Woche nach dem Hautausschlag zu Hause aufhalten und Kontakte mit ungeimpften Personen vermeiden. Diese Maßnahme ist besonders wichtig, um Schwangere vor einer Ansteckung zu schützen. Schwangere, die sich mit Röteln anstecken, haben ein erhöhtes Risiko, ein Kind mit schweren Fehlbildungen zur Welt zu bringen.

Maßnahmen bei nicht schwangeren Kontaktpersonen

Personen, die Kontakt zu einer erkrankten Person hatten, haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Dies gilt insbesondere für Personen, die mit der erkrankten Person zusammenwohnen, arbeiten oder in Kindergarten, Schule oder in der Freizeit zusammen sind. Kontaktpersonen ohne ausreichenden Impfschutz sollten fehlende Impfungen umgehend nachholen. Diese sogenannte riegelungsimpfung kann die Infektion in den ersten 72 Stunden nach Kontakt verhindern oder abschwächen.

Für ausreichend geimpfte Kontaktpersonen sind keine besonderen Maßnahmen notwendig.

Wichtig zu wissen: Personen, die mit einer an Röteln erkrankten Person in einer Wohnung leben, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nur betreten, wenn sie bereits vor der möglichen Ansteckung einen ausreichenden Impfschutz hatten. Andernfalls müssen sie für drei Wochen der Gemeinschaftseinrichtung fernbleiben.

Maßnahmen bei schwangeren Kontaktpersonen

Schwangere, die Kontakt zu einer Person mit Röteln hatten, sollten zu ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gehen, um ihren Immunschutz überprüfen zu lassen. Unter Umständen ist es möglich, vorbeugend Antikörper gegen Röteln zu geben. Diese sogenannte postexpositionelle prophylaxe kann bei einer möglichen Infektion die Viruslast verringern und die Symptome abschwächen. Eine Erkrankung des ungeborenen Kindes kann sie aber nicht sicher verhindern.

Schwangere ohne ausreichenden Immunschutz sollten Gemeinschaftseinrichtungen so lange fernbleiben, bis kein Ansteckungsrisiko mehr besteht. Eine Prophylaxe mit Antikörpern wird bei ihnen nicht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Symptome von Röteln?

Die Symptome von Röteln ähneln oft denen einer leichten Erkältung. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Geschwollene Lymphknoten im Nacken
  • Hautausschlag

Der Hautausschlag ist charakteristisch für Röteln. Er beginnt meist im Gesicht und breitet sich dann auf den Körper aus. Die Flecken sind klein, rosa und verschwinden innerhalb weniger Tage.

Wie kann man sich vor Röteln schützen?

Der beste Schutz vor Röteln ist die Impfung. Die Impfung ist sehr effektiv und schützt in der Regel lebenslang vor einer Erkrankung. Die Impfung gegen Röteln wird im Rahmen der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) verabreicht.

Wenn Sie nicht geimpft sind und Kontakt zu einer an Röteln erkrankten Person hatten, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.

Was passiert, wenn sich eine Schwangere mit Röteln ansteckt?

Eine Röteln-Infektion während der Schwangerschaft kann schwere Folgen für das ungeborene Kind haben. Die Folgen hängen vom Zeitpunkt der Infektion ab. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kann eine Röteln-Infektion zu Fehlbildungen des Herzens, des Gehirns, der Augen, der Ohren oder der Leber führen.

In späteren Schwangerschaftsphasen kann eine Röteln-Infektion zu Frühgeburten, einem niedrigen Geburtsgewicht oder zu anderen Komplikationen führen.

Wie wird Röteln diagnostiziert?

Die Diagnose von Röteln erfolgt in der Regel anhand der typischen Symptome. Eine Blutuntersuchung kann die Diagnose bestätigen. In der Blutuntersuchung werden Antikörper gegen das Rötelnvirus nachgewiesen.

Gibt es eine spezifische Behandlung für Röteln?

Es gibt keine spezifische Behandlung für Röteln. Die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome. Fieber und Schmerzen können mit Medikamenten behandelt werden.

Zusammenfassung

Röteln sind eine durch ein Virus verursachte Erkrankung, die meist mild verläuft. Für Schwangere kann eine Röteln-Infektion jedoch schwere Folgen haben. Es gibt keine spezifische Behandlung für Röteln. Die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Vermeidung der Weiterverbreitung des Virus. Der beste Schutz vor Röteln ist die Impfung. Wenn Sie nicht geimpft sind, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden, wenn Sie Kontakt zu einer an Röteln erkrankten Person hatten.

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