Rohmilchkäse ist eine Delikatesse, die viele Menschen genießen. Doch während er für gesunde Erwachsene in der Regel unbedenklich ist, sollten schwangere Frauen auf den Verzehr von Rohmilchkäse verzichten. Dies liegt daran, dass Rohmilchkäse aus unbehandelter Milch hergestellt wird, die Krankheitserreger enthalten kann, die für Schwangere und deren ungeborenes Kind gefährlich sind.
- Was ist Rohmilchkäse?
- Kennzeichnung von Rohmilchprodukten
- Gesundheitsrisiken durch Rohmilchkäse in der Schwangerschaft
- Verzehrsempfehlungen für Schwangere
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- Warum ist Rohmilchkäse für Schwangere so gefährlich?
- Welche Käsesorten sollte ich während der Schwangerschaft meiden?
- Wie kann ich erkennen, ob ein Käse aus Rohmilch hergestellt wurde?
- Ist es gefährlich, wenn ich versehentlich Rohmilchkäse gegessen habe?
- Kann ich während der Schwangerschaft überhaupt Käse essen?
- Fazit
Was ist Rohmilchkäse?
Rohmilchkäse wird aus unbehandelter Milch hergestellt, die nicht über 40° C erhitzt wurde. Dadurch bleiben die natürlichen Bakterien enthalten, die dem Käse seinen einzigartigen Geschmack verleihen. Zu den typischen Sorten gehören:
- Allgäuer Emmentaler
- Allgäuer Bergkäse
- Appenzeller
- Emmentaler (Schweiz)
- Grana Padano (Parmesan)
- Limburger
- Romadur
- Roquefort
Es gibt auch Käsesorten, die sowohl aus Rohmilch als auch aus pasteurisierter Milch hergestellt werden, wie zum Beispiel Camembert, Feta, Raclette, Tilsiter, Morbier und Manchego. Diese Käsesorten sind für Schwangere in der Regel unbedenklich, wenn sie aus pasteurisierter Milch hergestellt werden.
Kennzeichnung von Rohmilchprodukten
In der gesamten EU besteht eine Kennzeichnungspflicht für Rohmilchprodukte. Seit 2006 müssen alle Rohmilchprodukte die Aufschrift „ Rohmilch oder „ mit rohmilch hergestellt tragen. Dies gilt auch für Weichkäse, Hartkäse und unverpackten Käse von der Käsetheke oder dem Wochenmarkt.
Gesundheitsrisiken durch Rohmilchkäse in der Schwangerschaft
Rohmilch kann verschiedene Krankheitserreger enthalten, die für Schwangere und deren ungeborenes Kind gefährlich sind. Zu den wichtigsten Erregern gehören:
- Listerien : Listerien können eine schwere Infektionskrankheit (Listeriose) verursachen, die zu Fehl- oder Frühgeburten führen kann. Im letzten Schwangerschaftsdrittel besteht eine hohe Gefahr der Übertragung auf das Kind, was bei Säuglingen zu schweren, manchmal sogar tödlichen Verlaufsformen führen kann.
- Salmonellen : Salmonellen können zu schweren Durchfallerkrankungen führen, die für Schwangere besonders gefährlich sind.
- EHEC-Bakterien : EHEC-Bakterien können zu schweren Bauchkrämpfen, Erbrechen und Fieber führen. In seltenen Fällen kann eine EHEC-Infektion zu Nierenversagen führen.
- Coli-Bakterien : Coli-Bakterien können zu Durchfall und Bauchschmerzen führen.
- Tuberkulosebakterien : Tuberkulosebakterien können eine schwere Lungenerkrankung verursachen.
Die Erhitzung von Milch auf über 70° C (Kerntemperatur) tötet die meisten Krankheitserreger ab. Daher ist pasteurisierte Milch für Schwangere unbedenklich. Rohmilch hingegen sollte während der Schwangerschaft unbedingt gemieden werden.
Verzehrsempfehlungen für Schwangere
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf Rohmilch und Rohmilchprodukte in jeder Form verzichten. Dies gilt auch für Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Grundsätzlich sollte die Rinde von Rohmilchkäse nicht mitgegessen werden, weil vor allem hier die krankmachenden Keime sitzen.
Aufgrund des hohen Eiweiß- und Calciumgehaltes ist vor allem der Hartkäse zu empfehlen. Beliebt ist Rohmilchkäse aber vor allem wegen seines einzigartigen Aromas. Das darf man als gesunder Mensch auch gerne genießen!
Warum ist Rohmilchkäse für Schwangere so gefährlich?
Rohmilch kann verschiedene Krankheitserreger enthalten, die für Schwangere und deren ungeborenes Kind gefährlich sind. Diese Erreger können zu Fehl- oder Frühgeburten, schweren Infektionen bei Säuglingen oder anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Welche Käsesorten sollte ich während der Schwangerschaft meiden?
Sie sollten alle Käsesorten meiden, die aus Rohmilch hergestellt werden, wie zum Beispiel: Allgäuer Emmentaler, Allgäuer Bergkäse, Appenzeller, Emmentaler (Schweiz), Grana Padano (Parmesan), Limburger, Romadur und Roquefort. Auch Weichkäse wie Brie, Camembert und Mozzarella sollten Sie meiden, wenn sie aus Rohmilch hergestellt wurden.
Wie kann ich erkennen, ob ein Käse aus Rohmilch hergestellt wurde?
Alle Rohmilchprodukte müssen in der EU gekennzeichnet sein. Achten Sie auf die Aufschrift „Rohmilch oder „mit rohmilch hergestellt.
Ist es gefährlich, wenn ich versehentlich Rohmilchkäse gegessen habe?
Wenn Sie versehentlich Rohmilchkäse gegessen haben, sollten Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme informieren. In den meisten Fällen ist es nicht gefährlich, aber es ist wichtig, die Situation zu besprechen, um mögliche Risiken auszuschließen.
Kann ich während der Schwangerschaft überhaupt Käse essen?
Ja, Sie können während der Schwangerschaft Käse essen, solange er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Achten Sie auf die Kennzeichnung „aus pasteurisierter Milch hergestellt oder „pasteurisiert.
Fazit
Rohmilchkäse ist eine Delikatesse, die für gesunde Erwachsene in der Regel unbedenklich ist. Schwangere Frauen sollten jedoch auf den Verzehr von Rohmilchkäse verzichten, da die darin enthaltenen Krankheitserreger für sie und ihr ungeborenes Kind gefährlich sein können. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Käse aus Rohmilch hergestellt wurde, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.
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