Ringelröteln in der schwangerschaft: risiken & behandlung

Die Diagnose ringelröteln kurz vor der Geburt kann für werdende Mütter eine beängstigende Erfahrung sein. Obwohl die Krankheit bei Kindern meist harmlos verläuft, kann sie für ungeborene Kinder schwerwiegende Folgen haben. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Ringelröteln kurz vor der Geburt, die Risiken, die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Ringelröteln?

Ringelröteln, auch bekannt als Erythema infectiosum, sind eine durch das Parvovirus B19 ausgelöste, eher seltene Infektionskrankheit. Die Krankheit betrifft vor allem Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 8 Jahren. Säuglinge und Erwachsene sind normalerweise nicht betroffen, eine Ansteckung ist jedoch möglich. Nach der Infektion besteht vermutlich eine lebenslange Immunität.

Die meisten Menschen, die sich mit Ringelröteln infizieren, entwickeln nur milde Symptome oder gar keine. Die Krankheit ist jedoch für ungeborene Kinder gefährlich, da sie zu schweren Komplikationen führen kann.

Wie werden Ringelröteln übertragen?

Ringelröteln werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das bedeutet, dass die Viren beim Niesen, Husten oder Sprechen von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Auch über Hände können die Viren übertragen werden, wenn ein Erkrankter zum Beispiel in die Hand niest und danach einem Gesunden die Hand gibt.

Die Viren dringen über die oberen Atemwege oder die Augenbindehaut in den Blutkreislauf des Gesunden ein. Auch durch den direkten Kontakt mit dem Sekret beim Händeschütteln, Küssen oder bei der Benutzung desselben Essbestecks oder Geschirrs besteht die Gefahr, dass sich der Gesunde ansteckt.

Symptome von Ringelröteln

Die Symptome von Ringelröteln sind meist mild und ähneln einer Erkältung. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Leichtes Fieber
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Juckender Hautausschlag mit flächiger Rötung beider Wangen ( schmetterlingsförmig ). Ausbreitung oft in einem girlandenförmigen Muster auf den übrigen Körper, v.a. Auf die Streckseiten der Arme und Beine
  • Gelenkschmerzen
  • Entzündung der Rachenschleimhaut

Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 18 Tage bis zum Auftreten des Hautausschlags. Die Ansteckungsfähigkeit besteht 7 Tage vor Ausbruch der Erkrankung und bis zu 7 Tage danach.

Ringelröteln in der Schwangerschaft: Die Gefahr für das ungeborene Kind

Eine Ringelröteln-Infektion in der Schwangerschaft kann für das ungeborene Kind sehr gefährlich sein. Das Virus kann die Blutbildung des Fetus stören und zu einer schweren Blutarmut (Anämie) führen. Diese wiederum kann zu gefährlichen Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut und in den Organen des Fetus führen, die als Hydrops fetalis bezeichnet werden.

Die Gefahr einer Ringelröteln-Infektion in der Schwangerschaft ist am größten zwischen der und 20. Schwangerschaftswoche. Eine Infektion in dieser Zeit kann zu folgenden Komplikationen führen:

  • Fehlgeburt
  • Frühgeburt
  • Totgeburt
  • Herzfehler
  • Gehirnschäden
  • Leber- und Milzvergrößerung
  • Flüssigkeitsansammlungen im Körper des Fetus (Hydrops fetalis)

Eine Infektion nach der 20. Schwangerschaftswoche ist zwar weniger gefährlich, kann aber dennoch zu einer Blutarmut beim Fetus führen, die mit einer Bluttransfusion behandelt werden muss.

Risikofaktoren für eine Ringelröteln-Infektion in der Schwangerschaft

Es gibt einige Risikofaktoren, die das Risiko einer Ringelröteln-Infektion in der Schwangerschaft erhöhen können, darunter:

  • Kontakt mit einem an Ringelröteln erkrankten Kind
  • Arbeit in einer Kita oder Schule
  • Häufiger Kontakt mit Kindern
  • Keine Immunität gegen Ringelröteln

Diagnose von Ringelröteln in der Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind und Kontakt mit einem an Ringelröteln erkrankten Kind hatten, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann mit einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie sich mit dem Virus infiziert haben.

Die Blutuntersuchung kann auch feststellen, ob Sie bereits eine Ringelröteln-Infektion hatten und immun gegen das Virus sind.

Wie wird ein Hydrops fetalis diagnostiziert?

Wenn eine Ringelröteln-Infektion in der Schwangerschaft festgestellt wird, wird der Fetus engmaschig mit Ultraschalluntersuchungen überwacht, um einen möglichen Hydrops fetalis frühzeitig zu erkennen.

Zusätzlich können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um den Hydrops fetalis zu diagnostizieren, z.B. Eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Untersuchung des Nabelschnurbluts.

Behandlung von Ringelröteln in der Schwangerschaft

Es gibt keine spezifische Behandlung für Ringelröteln. Der Körper muss das Virus selbst bekämpfen. Bei Fieber können Wadenwickel oder fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol und Ibuprofen helfen. Die Dosierung richtet sich nach dem Gewicht des Kindes. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker!

Behandlung von Hydrops fetalis

Wenn bei einem Fetus ein Hydrops fetalis festgestellt wird, kann dieser mit einer Bluttransfusion behandelt werden. Die Bluttransfusion wird entweder über die Nabelschnur (Cordocentese) oder in die Bauchhöhle des Fetus durchgeführt.

In einigen Fällen kann eine Bluttransfusion die Symptome des Hydrops fetalis lindern und das Überleben des Fetus verbessern.

ringelröteln kurz vor geburt - Wie hoch Fehlgeburtsrisiko bei Ringelröteln

Ringelröteln in der Schwangerschaft

Wie hoch ist das Risiko, sich während der Schwangerschaft mit Ringelröteln zu infizieren?

Das Risiko, sich während der Schwangerschaft mit Ringelröteln zu infizieren, ist relativ gering. Die meisten Erwachsenen haben bereits eine Ringelröteln-Infektion durchgemacht und sind immun gegen das Virus.

Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft an Ringelröteln erkranke?

Wenn Sie während der Schwangerschaft an Ringelröteln erkranken, besteht das Risiko, dass sich das Virus auf Ihr ungeborenes Kind überträgt. Dies kann zu einer schweren Blutarmut (Anämie) beim Fetus führen, die zu einem Hydrops fetalis führen kann.

Wie kann ich mich vor einer Ringelröteln-Infektion schützen?

Es gibt keine Impfung gegen Ringelröteln. Der beste Schutz vor einer Infektion ist, Kontakt mit an Ringelröteln erkrankten Personen zu vermeiden.

Was sollte ich tun, wenn ich Kontakt mit einem an Ringelröteln erkrankten Kind hatte?

Wenn Sie schwanger sind und Kontakt mit einem an Ringelröteln erkrankten Kind hatten, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann mit einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie sich mit dem Virus infiziert haben.

Gibt es eine Behandlung für Ringelröteln in der Schwangerschaft?

Es gibt keine spezifische Behandlung für Ringelröteln. Der Körper muss das Virus selbst bekämpfen. Bei Fieber können Wadenwickel oder fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol und Ibuprofen helfen. Die Dosierung richtet sich nach dem Gewicht des Kindes. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker!

Fazit

Ringelröteln können für ungeborene Kinder gefährlich sein, insbesondere wenn die Infektion in den ersten 20 Schwangerschaftswochen auftritt. Wenn Sie schwanger sind und Kontakt mit einem an Ringelröteln erkrankten Kind hatten, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann mit einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie sich mit dem Virus infiziert haben.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko für das ungeborene Kind verringern.

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