Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und emotionales Ereignis. Doch manchmal können Komplikationen auftreten, die das Leben des Kindes und der Eltern auf den Kopf stellen. Eine solche Komplikation ist der Nabelbruch, auch bekannt als Omphalozele. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über den Nabelbruch bei der Geburt, insbesondere darüber, was passiert, wenn die Nabelschnur reißt.
Was ist eine Omphalozele?
Eine Omphalozele ist ein Geburtsfehler, bei dem die Bauchdecke des Kindes nicht vollständig geschlossen ist. Dadurch können Organe, wie z.B. Die Darmschlingen, aus dem Bauchraum herausragen und sich in der Nabelschnur befinden. Die Omphalozele entsteht in der Frühschwangerschaft, wenn die Bauchdecke des Embryos nicht richtig schließt. Die Ursachen für diese Fehlbildung sind vielfältig und nicht immer klar.
Die Omphalozele kann in verschiedenen Größen auftreten. Bei kleinen Omphalozelen ragt nur ein kleiner Teil der Bauchdecke heraus, während bei großen Omphalozelen mehrere Organe betroffen sein können.
Diagnose der Omphalozele
Die Omphalozele kann bereits in der Schwangerschaft durch Ultraschalluntersuchungen festgestellt werden. In der Regel wird die Omphalozele jedoch erst bei der Geburt diagnostiziert. Die Diagnose ist in der Regel einfach, da die Omphalozele deutlich sichtbar ist.
Therapie der Omphalozele
Die Therapie der Omphalozele hängt von der Größe und der Schwere der Fehlbildung ab. Kleine Omphalozelen können in der Regel operativ geschlossen werden, während bei großen Omphalozelen mehrere Operationen notwendig sein können.
Was passiert, wenn die Nabelschnur reißt?
Die Nabelschnur ist ein wichtiges Organ, das das ungeborene Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wenn die Nabelschnur vor oder während der Geburt reißt, kann dies zu ernsthaften Komplikationen führen.
Komplikationen bei einem Nabelbruch
Wenn die Nabelschnur bei einem Kind mit Omphalozele reißt, kann dies zu folgenden Komplikationen führen:
- Sauerstoffmangel: Die Nabelschnur versorgt das Kind mit Sauerstoff. Wenn die Nabelschnur reißt, kann das Kind unter Sauerstoffmangel leiden.
- Blutungen: Die Nabelschnur enthält Blutgefäße, die das Kind mit Blut versorgen. Wenn die Nabelschnur reißt, kann es zu starken Blutungen kommen.
- Infektionen: Die Nabelschnur ist ein Einfallstor für Bakterien. Wenn die Nabelschnur reißt, kann es zu einer Infektion kommen.
- Organschäden: Wenn die Nabelschnur reißt, können die Organe des Kindes, die durch die Nabelschnur versorgt werden, geschädigt werden.
In einigen Fällen kann der Bruch der Nabelschnur sogar zum Tod des Kindes führen.
Stabilisierung der Bauchdeckenmuskulatur
Die Omphalozele ist, ähnlich der Gastroschisis, ein Defekt der vorderen Bauchwand. Allerdings liegt hier nicht ein direktes „Loch“ in der Bauchdecke vor, sondern es besteht im Wesentlichen ein sehr großer Nabelbruch. In der Frühschwangerschaft kommt es natürlicherweise zu einem Vorfall der Darmschlingen in die Nabelschnur, um in der Bauchhöhle des Embryos Platz für die Entwicklung der soliden Organe, wie z.B. Die Leber, zu schaffen. Anschließend folgt die schrittweise, spontane Rückverlagerung des Darmes in die Bauchhöhle, bei der dieser auch seine charakteristischen Drehungen vollzieht. Bei der Omphalozele bleibt dieser Schritt aus. Zusätzlich können weitere Organe, wie z.B. Die Leber, ebenfalls in die Nabelschnur vorfallen, so dass man dann auch von einer Hepatoomphalozele (Hepar = Leber) spricht.
Die Häufigkeit dieser Fehlbildung liegt etwa bei 1 auf 5000 Geburten und ist somit etwas geringer als die Gastroschisis. Das mütterliche Alter bei der Omphalozele ist meist höher und es liegen in bis zu 70% begleitende Fehlbildungen vor, die prinzipiell alle Organsysteme betreffen können. Auch chromosomale Veränderungen können auftreten.
Da hier die vorgefallenen Organe noch innerhalb der Nabelschnur liegen, sind diese vor der schädigenden Einwirkung des Fruchtwassers geschützt, so dass hier eine Entbindung auch am Termin vorgenommen werden kann. Aus mütterlicher und/oder kindlicher Indikation erfolgt die Entbindung meist aber etwas früher. Die Omphalozele lässt sich bereits früh in der Schwangerschaft diagnostizieren. Besonders wichtig ist hier die möglichst vollständige Erfassung aller begleitenden Fehlbildungen, um die Familie korrekt beraten zu können.
Die Größe des Defektes und die Menge und Art der vorgefallenen Organe sind hinsichtlich der Prognose, die ein Kind mit Omphalozele hat, eher nachrangig. In unserer Klinik ist der primäre Bauchdeckenverschluss bei einer großen (Hepato-)Omphalozele nicht die Therapie der Wahl. Wenn die Nabelschnur intakt ist und nicht vor oder unter der Geburt reißt, dann erfolgt eine Stabilisierung der Nabelschnurhaut unter einem regelmäßigen Verbandsmanagement. In der Regel im 2tägigen Rhythmus werden die Verbände dann gewechselt. Die Nabelschnurhaut verdickt sich zunächst und wird anschließend bindegewebig umgebaut. Zeitgleich wächst die gesunde Haut am Rand weiter um den Omphalozelensack herum. Meist dauert es einige Monate, bis die gesamte Wand vollständig vernarbt bzw. überhäutet ist.
Der stationäre Aufenthalt dauert allerdings nur so lange, bis das Kind stabilisiert und die Wand der Omphalozele reizlos gefestigt ist. Die Verbandtechnik wird durch die Eltern erlernt und dann zuhause fortgeführt. Wiedervorstellungen finden in regelmäßigen Abständen in unserer Ambulanz statt. Bis zum Abschluss des Lebensjahres wird dann der erste Schritt der Bauchdeckenplastik geplant. Ziel ist es, die vordere Bauchwand zu stabilisieren, in dem die seitlich verdrängte, gerade Bauchdeckenmuskulatur wieder zur Mitte verlagert wird. Hierbei kommt es dann auch zur Reposition der Organe im Abdomen.
Da die Distanz der Muskelränder und somit der Durchmesser des Defektes nicht selten größer als 10 cm ist, lässt sich die vollständige Verlagerung der Muskelränder meist nicht in einer Operation durchführen, sondern wird auf zwei, selten drei operative Schritte aufgeteilt. Die Überbrückung der verbleibenden Restlücke erfolgt dann mit prostethischem Material, z.B. Einem Netz, welches umgebaut wird und die Bauchwand dann zusätzlich stabilisiert. Die Folgeoperationen werden, falls erforderlich, dann individuell geplant und sind meist bis zum /Lebensjahr abgeschlossen.
Was kann ich tun, wenn die Nabelschnur reißt?
Wenn die Nabelschnur reißt, ist es wichtig, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt wird das Kind untersuchen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Häufige Fragen
Hier sind einige häufig gestellte Fragen zum Thema Nabelbruch bei der Geburt:
Was sind die Ursachen für einen Nabelbruch?
Die Ursachen für einen Nabelbruch sind vielfältig und nicht immer klar. In vielen Fällen ist die Ursache genetisch bedingt, aber auch Umweltfaktoren wie z.B. Rauchen oder Alkoholkonsum während der Schwangerschaft können eine Rolle spielen.
Wie hoch ist das Risiko, dass die Nabelschnur reißt?
Das Risiko, dass die Nabelschnur reißt, ist relativ gering. Es tritt in etwa 1 von 1000 Geburten auf. Das Risiko ist jedoch höher bei Frühgeburten oder bei Kindern mit anderen Geburtsfehlern.
Was sind die Symptome eines Nabelbruchs?
Ein Nabelbruch ist in der Regel deutlich sichtbar. Der Bauchnabel ist vorgewölbt und es kann ein kleiner Beutel sichtbar sein. In einigen Fällen kann der Nabelbruch auch schmerzhaft sein.

Wie wird ein Nabelbruch behandelt?
Die Behandlung eines Nabelbruchs hängt von der Größe und der Schwere des Bruchs ab. Kleine Nabelbrüche können in der Regel mit einem Bandage behandelt werden. Größere Nabelbrüche müssen operativ geschlossen werden.
Kann ein Nabelbruch verhindert werden?
Leider kann ein Nabelbruch nicht immer verhindert werden. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie tun können, um das Risiko zu verringern, z.B. Eine gesunde Lebensweise während der Schwangerschaft.
Welche Komplikationen können bei einem Nabelbruch auftreten?
Komplikationen bei einem Nabelbruch sind selten, können aber schwerwiegend sein. Zu den möglichen Komplikationen gehören Darmverschluss, Eingeweidebruch und Infektionen.
Fazit
Ein Nabelbruch bei der Geburt ist ein ernstes Problem, das jedoch in den meisten Fällen gut behandelt werden kann. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können die meisten Komplikationen vermieden werden. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.
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