Moxen in der schwangerschaft: traditionelle therapie zur beckenendlage

Moxen, auch bekannt als Moxibustion oder Moxa-Therapie, ist eine traditionelle chinesische Medizin (TCM)-Methode, die seit Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt wird. In den letzten Jahren hat Moxen auch im Westen an Popularität gewonnen, insbesondere bei Schwangeren, die auf natürliche Weise die Lage ihres Kindes im Mutterleib beeinflussen möchten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Moxen?

Moxen beinhaltet das Erwärmen bestimmter Punkte am Körper mit getrockneten, fein geriebenen Beifußfasern (Moxa). Die Hitze der Moxa soll den Fluss des Qi, der Lebensenergie im Körper, anregen und so die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Wie funktioniert Moxen?

Die genaue Wirkungsweise von Moxen ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass die Wärme die Durchblutung anregt, die Nervenbahnen stimuliert und Entzündungen lindert. Moxen kann auch die Produktion von Endorphinen, den körpereigenen Schmerzmitteln, fördern.

Moxen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft wird Moxen häufig eingesetzt, um die Lage des Kindes im Mutterleib zu beeinflussen. Besonders bei Beckenendlage, also wenn das Kind mit den Füßen oder dem Po nach unten liegt, kann Moxen helfen, das Kind in die gewünschte Schädellage zu drehen.

Wann wird Moxen in der Schwangerschaft angewendet?

Moxen zur Drehung des Kindes wird in der Regel ab der 3Schwangerschaftswoche bis maximal zur 3+6 Woche eingesetzt. Die Hebamme wird die Notwendigkeit und den Zeitpunkt der Moxa-Behandlung individuell mit der Schwangeren besprechen.

Wie wird Moxen in der Schwangerschaft angewendet?

Die Hebamme verwendet für die Moxa-Therapie spezielle Moxa-Zigarren oder Moxa-Kegel. Diese werden auf oder über bestimmten Akupunkturpunkten, die mit der Lage des Kindes im Mutterleib in Verbindung stehen, erwärmt. Die Wärme der Moxa wird durch die Kleidung oder eine dünne Schicht Ingwer auf die Haut übertragen.

Vorteile von Moxen in der Schwangerschaft

Moxen kann in der Schwangerschaft verschiedene Vorteile haben:

  • Drehung des Kindes in Schädellage: Studien zeigen, dass Moxen die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, dass sich ein Kind in Beckenendlage dreht.
  • Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden: Moxen kann helfen, verschiedene Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen und Sodbrennen zu lindern.
  • Geburtsvorbereitung: Moxen kann die Muskeln des Beckens und des Gebärmutterhalses entspannen und so die Geburt erleichtern.
  • Natürliche Therapie: Moxen ist eine natürliche Therapieform, die ohne Medikamente auskommt.

Kosten von Moxen

Moxen wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten für eine Moxa-Behandlung variieren je nach Hebamme und Region. Informieren Sie sich bei Ihrer Hebamme über die Kosten.

Nebenwirkungen von Moxen

Moxen ist im Allgemeinen eine sichere Therapieform. Allerdings können bei unsachgemäßer Anwendung Nebenwirkungen auftreten, wie:

  • Verbrennungen: Bei direktem Kontakt der Moxa mit der Haut können Verbrennungen entstehen.
  • Allergien: Manche Menschen reagieren allergisch auf Beifuß.
  • Kopfschmerzen: Einige Menschen verspüren nach der Moxa-Behandlung Kopfschmerzen.

Kontraindikationen für Moxen

Es gibt einige Situationen, in denen Moxen nicht angewendet werden sollte:

  • Fieber: Bei Fieber sollte Moxen nicht angewendet werden.
  • Akute Entzündungen: Moxen kann Entzündungen verschlimmern.
  • Blutungsstörungen: Moxen kann die Blutung verstärken.
  • Schwangerschaft: Moxen sollte in der Schwangerschaft nur von einer erfahrenen Hebamme durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist Moxen gefährlich?

Moxen ist im Allgemeinen eine sichere Therapieform, wenn es von einer erfahrenen Hebamme durchgeführt wird. Allerdings können bei unsachgemäßer Anwendung Nebenwirkungen auftreten, wie Verbrennungen oder Allergien. Es ist wichtig, dass Sie sich von einer qualifizierten Hebamme behandeln lassen.

Wie oft sollte ich Moxen machen lassen?

Die Häufigkeit der Moxa-Behandlungen hängt von der Art der Beschwerden und dem individuellen Bedarf ab. Ihre Hebamme wird Ihnen einen Behandlungsplan erstellen.

Wie lange dauert eine Moxa-Behandlung?

Eine Moxa-Behandlung dauert in der Regel etwa 15 bis 20 Minuten.

Ist Moxen effektiv?

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Moxen bei bestimmten Beschwerden belegen. Allerdings sind weitere Studien notwendig, um die Wirksamkeit von Moxen umfassend zu beurteilen.

Fazit

Moxen ist eine traditionelle Therapieform, die in der Schwangerschaft zur Linderung verschiedener Beschwerden und zur Drehung des Kindes in Schädellage eingesetzt werden kann. Es ist wichtig, dass Sie sich von einer erfahrenen Hebamme behandeln lassen, die mit den Risiken und Nebenwirkungen von Moxen vertraut ist.

Wenn Sie sich für Moxen interessieren, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme. Sie kann Ihnen die Vor- und Nachteile von Moxen erläutern und Ihnen helfen, zu entscheiden, ob diese Therapieform für Sie geeignet ist.

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