Masern: schutz durch impfung - kinderkrankheit verstehen

Die Masern, auch bekannt als Morbilli, sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kinder betrifft. Sie ist durch ein charakteristisches, fleckiges Hautausschlagbild gekennzeichnet und kann zu schweren Komplikationen führen. Die Krankheit ist weltweit verbreitet, obwohl es eine wirksame Impfung gibt. In Deutschland ist die Masernimpfung ein wichtiger Bestandteil des Impfkalenders und wird allen Kindern im Alter von 11 bis 14 Monaten und 15 bis 23 Monaten empfohlen.

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Masern, wie die Krankheit übertragen wird, welche Symptome auftreten können, wie die Krankheit diagnostiziert und behandelt wird und wie Sie sich und Ihre Kinder schützen können.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Masern?

Masern sind eine akute, hochansteckende Viruserkrankung, die durch das Masernvirus verursacht wird. Das Virus gehört zur Familie der Paramyxoviridae und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Das Virus kann auch über kontaminierte Oberflächen wie Türklinken oder Spielzeug übertragen werden.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 10 bis 14 Tage. In dieser Zeit ist die Person bereits infektiös und kann das Virus an andere weitergeben.

Symptome der Masern

Die Masern beginnen in der Regel mit einer Reihe von unspezifischen Symptomen, die an eine Erkältung erinnern:

  • Fieber
  • Husten
  • Laufende Nase
  • Rötung und Tränen der Augen
  • Kopfschmerzen

Nach etwa 3 bis 4 Tagen erscheint der charakteristische Masernausschlag. Dieser beginnt meist im Gesicht und breitet sich dann auf den Körper und die Gliedmaßen aus. Der Ausschlag besteht aus kleinen, roten Flecken, die sich zusammenlagern können. Der Ausschlag ist in der Regel nicht juckend, kann aber sehr unangenehm sein.

Weitere Symptome, die im Verlauf der Masern auftreten können, sind:

  • Kopfschmerzen
  • Husten
  • Fieber
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Bindehautentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Atemnot
  • Krampfanfälle
  • Enzephalitis (Gehirnhautentzündung)

Komplikationen der Masern

Masern können zu schweren Komplikationen führen, insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Zu den häufigsten Komplikationen gehören:

  • Otitis media (Mittelohrentzündung)
  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Enzephalitis (Gehirnhautentzündung)
  • SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) - eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation, die Jahre nach einer Masernerkrankung auftreten kann.

Diagnose der Masern

Die Diagnose der Masern erfolgt in der Regel anhand der typischen Symptome und des charakteristischen Hautausschlags. Eine Blutuntersuchung kann den Nachweis des Masernvirus erbringen.

Behandlung der Masern

Es gibt keine spezifische Behandlung für Masern. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Vorbeugung von Komplikationen. Dazu gehören:

  • Ruhe
  • Fiebersenkende Medikamente
  • Viel Flüssigkeit
  • Hustenlöser
  • Antibiotika (bei bakteriellen Komplikationen)

Vorbeugung der Masern

Die beste Möglichkeit, sich vor Masern zu schützen, ist die Impfung. Die Masernimpfung ist sicher und effektiv und schützt zu 95% vor einer Masernerkrankung. Die Impfung wird in der Regel in zwei Dosen verabreicht, die erste im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten.

Weitere Maßnahmen, die zur Vorbeugung der Masern beitragen können, sind:

  • Händewaschen
  • Kontakt mit kranken Personen vermeiden
  • Impfschutz überprüfen

Masern bei Erwachsenen

Auch Erwachsene können sich mit Masern anstecken, wenn sie nicht gegen Masern geimpft sind oder die Impfung nicht vollständig ist. Die Krankheit verläuft bei Erwachsenen oft schwerer als bei Kindern. Erwachsene haben ein höheres Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung oder Enzephalitis.

Daher ist es wichtig, dass auch Erwachsene ihren Impfschutz überprüfen und sich gegebenenfalls nachimpfen lassen.

Masernimpfung: Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Masernimpfung ist eine der sichersten und effektivsten Impfungen, die es gibt. Wie bei allen Impfstoffen und Arzneimitteln können auch bei den in Deutschland verfügbaren Masern-Kombinationsimpfstoffen Nebenwirkungen auftreten. Das Risiko, dass infolge der Impfung gegen Masern schwere Komplikationen auftreten, ist jedoch wesentlich geringer als das Risiko, dass bei einer Masernerkrankung schwere Komplikationen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen der Masernimpfung sind:

  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Ausschlag

Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und klingen innerhalb weniger Tage ab. Selten können schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel:

  • Krampfanfälle
  • Enzephalitis
  • Anaphylaxie

Die Entscheidung, ob eine Impfung sinnvoll ist, sollte in Absprache mit einem Arzt getroffen werden. Der Arzt kann die individuellen Risiken und Vorteile der Impfung abwägen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mich mit Masern anstecken, wenn ich bereits geimpft bin?

Die Masernimpfung schützt zu 95% vor einer Masernerkrankung. Allerdings kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass sich eine geimpfte Person trotzdem mit Masern ansteckt. In diesen Fällen verläuft die Krankheit in der Regel milder und die Komplikationsgefahr ist geringer.

kinderkrankheit masern - Können sich Erwachsene mit Masern anstecken

Wie lange hält der Impfschutz gegen Masern an?

Der Impfschutz gegen Masern hält in der Regel ein Leben lang an. In seltenen Fällen kann der Impfschutz nach vielen Jahren nachlassen. Daher wird empfohlen, den Impfschutz regelmäßig zu überprüfen und sich gegebenenfalls nachimpfen zu lassen.

Ist die Masernimpfung gefährlich?

Die Masernimpfung ist eine der sichersten und effektivsten Impfungen, die es gibt. Das Risiko, dass infolge der Impfung gegen Masern schwere Komplikationen auftreten, ist wesentlich geringer als das Risiko, dass bei einer Masernerkrankung schwere Komplikationen auftreten.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass ich Masern habe?

Wenn Sie glauben, dass Sie Masern haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann die Krankheit diagnostizieren und eine geeignete Behandlung einleiten.

Kann ich Masern von meinem Haustier bekommen?

Nein, Masern werden nicht von Tieren übertragen. Die Krankheit ist ausschließlich auf Menschen begrenzt.

Fazit

Masern sind eine hochansteckende und gefährliche Krankheit, die zu schweren Komplikationen führen kann. Die beste Möglichkeit, sich vor Masern zu schützen, ist die Impfung. Die Masernimpfung ist sicher und effektiv und schützt zu 95% vor einer Masernerkrankung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie gegen Masern geimpft sind, sollten Sie Ihren Impfschutz überprüfen und sich gegebenenfalls nachimpfen lassen.

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