Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die vor allem Kinder betrifft und durch einen typischen Hautausschlag, Fieber und Halsschmerzen gekennzeichnet ist. Die gute Nachricht: Scharlach ist dank Antibiotika wie Penicillin gut behandelbar. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Behandlung von Scharlach, die effektivsten Medikamente und wie Sie die Symptome lindern können.
Was hilft schnell gegen Scharlach?
Die Behandlung von Scharlach konzentriert sich auf die Bekämpfung der bakteriellen Infektion und die Linderung der Symptome. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:
Antibiotika: Die Grundlage der Behandlung
Das wichtigste Mittel gegen Scharlach sind Antibiotika. Sie töten die Bakterien, die die Infektion verursachen, und verhindern so eine weitere Ausbreitung der Krankheit. Penicillin ist das am häufigsten eingesetzte Antibiotikum bei Scharlach. Es wird in der Regel als Tablette oder Saft verabreicht.
Wichtig: Nehmen Sie das Antibiotikum genau nach Anweisung des Arztes ein, auch wenn Sie sich schon besser fühlen. Eine zu frühe Beendigung der Behandlung kann zu einem erneuten Ausbruch der Infektion führen.
Hausmittel zur Linderung der Symptome
Neben Antibiotika können verschiedene Hausmittel die Beschwerden bei Scharlach lindern:
- Viel trinken: Wasser, verdünnte Säfte oder Kräutertees helfen, den Körper zu hydrieren und die Schleimhäute feucht zu halten.
- Weiche Nahrung: Aufgrund der Schluckbeschwerden ist weiche Nahrung wie Brei oder Suppe empfehlenswert.
- Halswickel: Ein warmer Halswickel kann Halsschmerzen lindern.
- Gurgeln mit Salzwasser: Gurgeln mit warmem Salzwasser kann ebenfalls die Halsschmerzen lindern.
- Ruhe: Ausreichend Ruhe ist wichtig, um dem Körper die Möglichkeit zur Genesung zu geben.
Schmerzmittel bei Bedarf
Bei starken Schmerzen können Sie zusätzlich rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Diese sollten jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, insbesondere bei Kindern.
Welche Medikamente bei Scharlach?
Wie bereits erwähnt, ist das wichtigste Medikament gegen Scharlach Penicillin. Es ist ein Antibiotikum, das die Bakterien abtötet, die die Infektion verursachen. Penicillin ist in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. Als Tabletten, Kapseln oder Saft. Die richtige Form hängt vom Alter und den Bedürfnissen des Patienten ab.
In seltenen Fällen kann eine Penicillin-Allergie auftreten. In diesem Fall stehen alternative Antibiotika wie Erythromycin oder Azithromycin zur Verfügung.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Behandlungsdauer mit Antibiotika beträgt in der Regel 10 Tage. Auch nach dem Abklingen der Symptome sollten Sie die Antibiotika vollständig einnehmen, um einen Rückfall zu vermeiden.
Wann zum Arzt?
Bei Verdacht auf Scharlach sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Er kann die Diagnose stellen und die richtige Behandlung einleiten.
Besonders wichtig ist es, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
- Sie oder Ihr Kind hohes Fieber haben.
- Sie starke Halsschmerzen haben.
- Sie einen Ausschlag haben, der sich schnell ausbreitet.
- Sie Atembeschwerden haben.
- Sie einen geschwollenen Hals haben.
Wie kann man sich vor Scharlach schützen?
Scharlach ist hoch ansteckend. Die Infektion wird durch bakterienhaltige Tröpfchen übertragen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen freigesetzt werden.
Um sich vor Scharlach zu schützen, sollten Sie folgende Maßnahmen befolgen:
- Regelmäßiges Händewaschen: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und Wasser, besonders nach dem Kontakt mit anderen Personen und vor dem Essen.
- Husten- und Nies-Etikette: Bedecken Sie Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit einem Taschentuch oder der Armbeuge.
- Kontakt mit Erkrankten vermeiden: Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die an Scharlach erkrankt sind.
- Impfung: Es gibt keine Impfung gegen Scharlach.
Häufig gestellte Fragen
Ist Scharlach gefährlich?
Scharlach ist in der Regel eine milde Krankheit, die mit Antibiotika gut behandelbar ist. Allerdings kann sie bei ungenügender Behandlung zu Komplikationen führen. Daher ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie oder Ihr Kind Symptome von Scharlach haben.
Wie lange ist man nach einer Scharlach-Infektion ansteckend?
Die Ansteckungsgefahr besteht in der Regel für die Dauer der Antibiotika-Behandlung, also etwa 10 Tage. Nach dieser Zeit ist die Person nicht mehr ansteckend.
Kann man Scharlach mehrmals bekommen?
Ja, man kann Scharlach mehrmals im Leben bekommen. Eine überstandene Scharlach-Infektion führt nicht zu Immunität.

Wie wirkt sich Scharlach auf das Herz aus?
In seltenen Fällen kann Scharlach zu einer Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) führen. Dies ist jedoch eher bei Erwachsenen der Fall und tritt nur selten bei Kindern auf. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Herz machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Kann man Scharlach vorbeugen?
Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht. Die beste Vorbeugung ist die Einhaltung der oben genannten Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden von engem Kontakt mit Erkrankten.

Zusammenfassung
Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die vor allem Kinder betrifft. Sie ist durch einen typischen Hautausschlag, Fieber und Halsschmerzen gekennzeichnet. Scharlach ist mit Antibiotika gut behandelbar und verläuft in der Regel mild.
Wenn Sie oder Ihr Kind Symptome von Scharlach haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann die Diagnose stellen und die richtige Behandlung einleiten.
Um sich vor Scharlach zu schützen, sollten Sie sich regelmäßig die Hände waschen, die Husten- und Nies-Etikette beachten und engen Kontakt mit Erkrankten vermeiden.
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