Die Frage, wann Babys Joghurt essen dürfen, beschäftigt viele Eltern. Es ist verständlich, dass man seinem Kind nur das Beste geben möchte und gleichzeitig neugierig ist, wann es neue Lebensmittel probieren darf. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Joghurt für Babys und welche Milchprodukte im ersten Lebensjahr besser gemieden werden sollten.
Wann dürfen Babys Naturjoghurt essen?
Die gute Nachricht: Ab dem Lebensmonat dürfen Babys löffelweise Naturjoghurt probieren. Dies ist möglich, da der Milchzucker durch die Milchsäuregärung bereits umgewandelt ist. Wichtig ist, dass es sich um Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz handelt.
Warum sollten Babys im ersten Lebensjahr keinen Quark, Kefir, Dickmilch oder Cottage Cheese bekommen?
Obwohl diese Milchprodukte ebenfalls lecker sind, sollten sie im ersten Lebensjahr gemieden werden. Der Grund: Der hohe Eiweißgehalt dieser Produkte belastet die noch unreifen Babynieren. Die Nieren können die große Menge an Eiweiß nicht ausreichend verarbeiten, was zu einer Belastung des Stoffwechsels führt.
Welche Milchprodukte sind für Babys geeignet?
Im ersten Lebensjahr sollte die Ernährung des Babys vorrangig auf Muttermilch oder Säuglingsnahrung basieren. Beikost wird ab dem Monat schrittweise eingeführt. Neben Joghurt sind folgende Milchprodukte für Babys geeignet:
- Muttermilch : Die beste Nahrung für Babys. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung.
- Säuglingsnahrung : Eine gute Alternative zu Muttermilch, wenn diese nicht verfügbar ist.
- Naturjoghurt (ab dem Monat): Wie bereits erwähnt, kann Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz ab dem Monat löffelweise angeboten werden.
Warum sind Milchprodukte für Babys nicht unbedingt notwendig?
Viele Eltern denken, dass sie ihrem Baby mit Milchprodukten etwas Gutes tun. Doch das ist nicht immer der Fall. Die verschiedenen Milchprodukte sind für Babys nicht unbedingt notwendig und können sogar zu einer überhöhten Proteinzufuhr führen, die die Babynieren belastet.
Milchprodukte im zweiten Lebenshalbjahr: Was ist zu beachten?
Ab dem zweiten Lebenshalbjahr kann die Beikost des Babys um weitere Lebensmittel erweitert werden. Auch Milchprodukte spielen dann eine wichtige Rolle in der Ernährung. Allerdings sollten sie nicht übermäßig konsumiert werden.
Hier ein paar wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:
- Kuhmilch: Nach dem ersten Geburtstag darf Ihr Kind handelsübliche Kuhmilch (pasteurisiert oder ultrahocherhitzt) trinken. Allerdings sollten Sie die Menge auf 300 bis 350 Gramm oder Milliliter pro Tag begrenzen.
- Joghurt: Joghurt ist eine gute Alternative zu Kuhmilch, da er weniger Eiweiß enthält.
- Quark: Quark enthält viel Eiweiß und wenig Kalzium. Daher ist er für Babys nicht so gut geeignet wie Joghurt oder Käse.
- Käse: Käse enthält viel Kalzium, Eiweiß und Fett. Eine Scheibe Schnittkäse pro Tag ist im zweiten Lebensjahr ausreichend.
Welche Folgen hat eine zu hohe Proteinzufuhr bei Babys?
Eine zu hohe Proteinzufuhr kann verschiedene negative Folgen für Babys haben:
Belastung der Nieren
Die Babynieren sind noch nicht voll entwickelt und können eine übermäßige Proteinmenge nicht ausreichend verarbeiten. Dadurch werden sie überlastet und es kann zu einer Schädigung der Nieren kommen.
Erhöhtes Allergierisiko
Eine große Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln in der frühen Kindheit kann das Allergierisiko erhöhen. Babys brauchen im ersten Lebensjahr nicht so viele verschiedene Lebensmittel.
Mögliche Gewichtszunahme
Studien zeigen, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren zu viel Eiweiß zu sich nehmen, später häufiger übergewichtig werden.
Verschlechterte Eisenversorgung
Kuhmilch enthält nur wenig biologisch verwertbares Eisen und erschwert die Eisenaufnahme aus anderen Lebensmitteln. Babys, die mehr als einen halben Liter Kuhmilch pro Tag trinken, haben ein höheres Risiko für einen Eisenmangel.
Häufig gestellte Fragen
Ab wann darf mein Baby Kuhmilch trinken?
Nach dem ersten Geburtstag darf Ihr Kind handelsübliche Kuhmilch trinken. Begrenzen Sie die Menge auf 300 bis 350 Gramm oder Milliliter pro Tag.
Ist Joghurt für Babys besser als Kuhmilch?
Ja, Joghurt ist eine gute Alternative zu Kuhmilch, da er weniger Eiweiß enthält und die Babynieren weniger belastet.
Wie viel Joghurt darf mein Baby essen?
Beginnen Sie mit kleinen Mengen, z. B. Einem Löffel pro Tag. Steigern Sie die Menge langsam, wenn Ihr Baby gut verträgt.
Welche Milchprodukte sind für Babys am besten geeignet?
Im ersten Lebensjahr ist Muttermilch oder Säuglingsnahrung die beste Nahrung für Babys. Ab dem Monat können Sie Ihrem Baby löffelweise Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz anbieten. Im zweiten Lebensjahr können Sie Ihrem Baby zusätzlich Kuhmilch, Joghurt, Käse und Quark anbieten. Achten Sie jedoch auf die empfohlenen Mengen.
Was ist die renale Molenlast?
Die renale Molenlast ist ein Maß für die Belastung der Nieren durch bestimmte Stoffe, die über den Urin ausgeschieden werden müssen. Kuhmilch hat eine höhere renale Molenlast als Muttermilch, da sie mehr Eiweiß und Mineralstoffe enthält.
Wie kann ich die Eisenversorgung meines Babys sicherstellen?
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Hühnchen, Fisch, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse.
Fazit
Joghurt kann ab dem Monat eine gute Ergänzung zur Beikost Ihres Babys sein. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz handelt. Im ersten Lebensjahr sollten Sie andere Milchprodukte wie Quark, Kefir, Dickmilch oder Cottage Cheese meiden. Die Babynieren sind noch nicht voll entwickelt und können die hohe Eiweißmenge dieser Produkte nicht ausreichend verarbeiten.

Im zweiten Lebensjahr können Sie Ihrem Baby zusätzlich Kuhmilch, Joghurt, Käse und Quark anbieten. Beachten Sie jedoch die empfohlenen Mengen und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln.
Wenn Sie sich unsicher sind, welche Lebensmittel für Ihr Baby geeignet sind, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.
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