Hand-fuß-mund-krankheit: symptome, behandlung & vorbeugung

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HMFK) ist eine häufige und hoch ansteckende Erkrankung, die vor allem bei Kindern unter zehn Jahren auftritt. Sie wird durch Viren verursacht, die sich leicht von Mensch zu Mensch verbreiten. Doch auch Erwachsene können sich anstecken, wobei die Symptome meist milder verlaufen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine virale Infektion, die durch Enteroviren ausgelöst wird. Die häufigsten Erreger sind Coxsackievirus A und Enterovirus 7Die Krankheit ist besonders im Spätsommer und Herbst verbreitet.

Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Die Symptome der HMFK treten in der Regel drei bis zehn Tage nach der Ansteckung auf. Typische Symptome sind:

  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Mangelnder Appetit
  • Bläschen im Mund, an den Händen und Füßen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz

Die Bläschen im Mund können schmerzhaft sein und zu Aphthen werden. Die Bläschen an den Händen und Füßen sind meist klein und rot und können sich zu größeren Blasen entwickeln. Der Hautausschlag kann auch am Gesäß oder an den Armen und Beinen auftreten.

Symptome bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen verlaufen die Symptome der HMFK oft milder als bei Kindern. Viele Erwachsene haben gar keine Symptome, sind aber trotzdem ansteckend. In einigen Fällen können die Symptome jedoch stärker sein, wie z. B. Hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Geschwüre an der Haut.

Wie wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit übertragen?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit wird durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person übertragen. Die Viren befinden sich im Speichel, Stuhl und Nasensekret der erkrankten Person. Die Übertragung erfolgt durch:

  • Husten oder Niesen
  • Kontakt mit dem Speichel oder Stuhl einer infizierten Person
  • Kontakt mit Gegenständen, die mit Speichel oder Stuhl einer infizierten Person in Kontakt gekommen sind, z. B. Spielzeug, Türklinken oder Besteck

Wie lange ist man ansteckend?

Eine Person mit HMFK ist in der Regel während der ersten Woche der Krankheit am ansteckendsten. Die Viren können jedoch auch noch über mehrere Wochen im Stuhl ausgeschieden werden, wenn die Symptome bereits abgeklungen sind. Daher kann eine Person sehr lange ansteckend bleiben, selbst wenn sie keine Symptome mehr zeigt.

Wie wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit behandelt?

Es gibt keine spezifische Behandlung für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst. Die Symptome können jedoch mit Medikamenten wie Schmerzmitteln und Fiebersenkern gelindert werden.

Hausmittel gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Es gibt einige Hausmittel, die die Symptome der HMFK lindern können:

  • Kühle Getränke und Lebensmittel: Kühles und Weiches essen kann die Schmerzen in der Mundhöhle lindern.
  • Mundwasser oder Sprays: Mundwasser oder Sprays mit den Wirkstoffen Chlorhexidin oder Lidocain können die Schmerzen in der Mundhöhle lindern.
  • Salbeitee: Abgekühlter Salbeitee kann gegen schmerzende Aphthen helfen.
  • Austrocknende Salben: Austrocknende Salben mit Gerbstoffen können den Juckreiz an den Händen und Füßen lindern.
  • Wadenwickel: Wadenwickel können das Fieber senken.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Schwangerschaft

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist für Schwangere in der Regel nicht gefährlich. Die Symptome sind meist mild und für das ungeborene Baby harmlos. Wenn sich eine Schwangere um den Geburtstermin herum infiziert, kann sie das Virus theoretisch an das Baby weitergeben. In Einzelfällen kann dies zu schweren Verläufen bis hin zum Tod des Säuglings führen. Daher sollten sich vor allem Eltern von Säuglingen möglichst gut vor einer Infektion schützen, um nicht ihrerseits zu Überträgern zu werden.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist bei Kindern sehr verbreitet. Die meisten Kinder erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst. Die Symptome können jedoch sehr unangenehm sein und die Kinder können sich sehr unwohl fühlen. Es ist wichtig, dass Kinder mit HMFK ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und sich ausruhen.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine gute Hygiene. Dazu gehören:

  • Häufiges Händewaschen: Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Seife und Wasser, insbesondere nach dem Kontakt mit einer erkrankten Person oder dem Kontakt mit Oberflächen, die mit Speichel oder Stuhl einer erkrankten Person in Kontakt gekommen sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge: Decken Sie Ihren Mund und Ihre Nase beim Husten oder Niesen mit einem Taschentuch oder Ihrer Armbeuge ab.
  • Vermeiden von engem Kontakt: Vermeiden Sie engen Kontakt mit erkrankten Personen, insbesondere wenn Sie selbst ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der HMFK haben.
  • Desinfektion von Oberflächen: Desinfizieren Sie Oberflächen, die mit Speichel oder Stuhl einer erkrankten Person in Kontakt gekommen sind, z. B. Spielzeug, Türklinken oder Besteck.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Kann man Hand-Mund-Fuß-Krankheit öfter bekommen?

Ja, es ist möglich, sich mehrmals mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit anzustecken. Dies liegt daran, dass es verschiedene Viren gibt, die die Krankheit auslösen können. Man ist zwar gegen das Virus immun, das man bereits hatte, aber nicht gegen andere Viren, die die Krankheit auslösen können.

Ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit gefährlich?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist in der Regel nicht gefährlich. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst. In einigen Fällen kann die Krankheit jedoch zu Komplikationen führen, z. B. Dehydration, Meningitis oder Enzephalitis. Diese Komplikationen sind jedoch selten.

Wie lange ist man krank?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb dieser Zeit von selbst. Die Symptome können jedoch länger anhalten, insbesondere bei Erwachsenen.

Wann kann man wieder arbeiten gehen?

Wenn Sie keine Symptome mehr haben und alle Bläschen abgeheilt sind, können Sie wieder arbeiten gehen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich ausruhen, wenn Sie sich noch nicht vollständig erholt haben.

Gibt es eine Meldepflicht für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist in Deutschland nicht bundesweit meldepflichtig. Nur im Bundesland Sachsen gilt eine Meldepflicht für Erkrankungen mit Enterovirus species beim zuständigen Gesundheitsamt. In Berlin und Brandenburg gilt keine Meldepflicht.

Kann man Hand-Mund-Fuß-Krankheit mit Antibiotika behandeln?

Nein, Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Daher sind sie bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit nicht wirksam.

Was kann man bei Fieber tun?

Fieber kann mit fiebersenkenden Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Wadenwickel können ebenfalls helfen, das Fieber zu senken.

Wie kann man die Krankheit bei Kindern vorbeugen?

Die beste Vorbeugung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern ist eine gute Hygiene. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, Husten und Niesen in die Armbeuge und das Vermeiden von engem Kontakt mit erkrankten Personen.

Was kann man gegen die Bläschen im Mund tun?

Gegen schmerzhafte Bläschen im Mund helfen schmerzstillende Mundgels, Mundwasser oder Sprays, z. B. Mit den Wirkstoffen Chlorhexidin oder Lidocain. Abgekühlter Tee, wie z. B. Kamillen- oder Salbeitee kann auch gegen schmerzende Aphthen helfen.

Was kann man gegen den Juckreiz tun?

Gegen juckende Bläschen an Hand oder Fuß können austrocknende Salben mit Gerbstoffen verschrieben werden und den Juckreiz lindern.

Zusammenfassung

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine häufige und hoch ansteckende Erkrankung, die vor allem bei Kindern auftritt. Die Symptome sind in der Regel mild und klingen innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Es gibt keine spezifische Behandlung für die HMFK, aber die Symptome können mit Medikamenten und Hausmitteln gelindert werden. Eine gute Hygiene ist die beste Vorbeugung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit.

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