Schwangerschaft screening: infos & risiken

Die Schwangerschaft ist eine aufregende und zugleich beunruhigende Zeit für werdende Eltern. Neben den vielen Freuden und Hoffnungen, die mit der Ankunft eines neuen Familienmitglieds verbunden sind, stellt sich auch die Frage nach der Gesundheit des ungeborenen Kindes. In diesem Zusammenhang spielt das erste Screening in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Dieses Screening ist eine Kombination aus Ultraschalluntersuchung und Bluttests, die wichtige Informationen über die Entwicklung und Gesundheit des Babys liefern können. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über das erste Screening in der Schwangerschaft wissen müssen, von den einzelnen Tests bis hin zu den möglichen Risiken und Nutzen.

Inhaltsverzeichnis

Was wird beim ersten Screening gemacht?

Das erste Screening in der Schwangerschaft umfasst in der Regel zwei wichtige Tests:

Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Hilfe von Schallwellen ein Bild des ungeborenen Kindes im Mutterleib erzeugt. Im Rahmen des ersten Screenings wird der Ultraschall in der Regel zwischen der 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Die Ultraschalluntersuchung dient dazu, die folgenden Aspekte zu beurteilen:

  • Größe und Entwicklung des Kindes: Der Ultraschall zeigt, ob das Baby die richtige Größe für das Schwangerschaftsalter hat und ob es sich normal entwickelt.
  • Nackentransparenz: Die Nackentransparenz ist ein Flüssigkeitsraum im Nacken des Kindes, der bei einer Ultraschalluntersuchung gemessen wird. Eine erhöhte Nackentransparenz kann ein Hinweis auf bestimmte Chromosomenstörungen, wie zum Beispiel das Down-Syndrom, sein.
  • Nasenbein: Die Länge des Nasenbeins kann ebenfalls ein Hinweis auf bestimmte Chromosomenstörungen sein. Ein fehlendes oder verkürztes Nasenbein kann ein Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen erhöhen.
  • Herz: Der Ultraschall kann die Herztätigkeit des Kindes überprüfen und erste Hinweise auf mögliche Herzfehler geben.
  • Andere Organe: Der Ultraschall kann auch andere Organe des Kindes, wie zum Beispiel die Nieren, die Blase und den Magen, überprüfen.

Bluttests

Neben dem Ultraschall werden im Rahmen des ersten Screenings auch Bluttests durchgeführt. Diese Tests dienen dazu, die Konzentration bestimmter Stoffe im Blut der Mutter zu messen. Die gemessenen Werte können Hinweise auf das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen oder andere Erkrankungen des Kindes geben.

Die folgenden Bluttests werden im Rahmen des ersten Screenings häufig durchgeführt:

  • ß-HCG (Beta-humanes Choriongonadotropin): Dieses Hormon wird während der Schwangerschaft von der Plazenta produziert. Eine erhöhte ß-HCG-Konzentration kann ein Hinweis auf bestimmte Chromosomenstörungen sein.
  • PAPP-A (pregnancy-associated plasma protein-A): Dieses Protein wird ebenfalls während der Schwangerschaft von der Plazenta produziert. Eine niedrige PAPP-A-Konzentration kann ebenfalls ein Hinweis auf bestimmte Chromosomenstörungen sein.

Warum wird das erste Screening durchgeführt?

Das erste Screening in der Schwangerschaft ist ein wichtiger Bestandteil der pränatalen Vorsorge. Es dient dazu, das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen und andere Erkrankungen des Kindes zu erkennen.

Die folgenden Gründe sprechen für die Durchführung des ersten Screenings:

  • Frühe Diagnose: Das erste Screening ermöglicht eine frühe Diagnose von Chromosomenstörungen und anderen Erkrankungen des Kindes. Dies gibt den Eltern die Möglichkeit, sich frühzeitig über die möglichen Auswirkungen der Diagnose zu informieren und Entscheidungen über die weitere Vorgehensweise zu treffen.
  • Individuelle Beratung: Die Ergebnisse des ersten Screenings werden mit den Eltern besprochen und ihnen werden die möglichen Risiken und Optionen erklärt. Die Eltern können dann in Absprache mit ihrem Arzt die für sie beste Vorgehensweise wählen.
  • Verbesserte Prognose: Bei einer frühzeitigen Diagnose können in vielen Fällen Maßnahmen ergriffen werden, die die Prognose für das Kind verbessern können.

Was bedeutet ein auffälliges Ergebnis beim ersten Screening?

Ein auffälliges Ergebnis beim ersten Screening bedeutet nicht automatisch, dass das Kind krank ist. Es bedeutet lediglich, dass das Risiko für eine bestimmte Erkrankung erhöht ist.

Wenn ein auffälliges Ergebnis festgestellt wird, werden die Eltern in der Regel zu einer weiteren Untersuchung eingeladen. Diese Untersuchung kann eine invasive Diagnostik, wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion, umfassen.

Die Entscheidung für eine invasive Diagnostik ist eine individuelle Entscheidung, die in Absprache mit dem Arzt getroffen werden sollte. Die Eltern sollten sich über die Risiken und Nutzen einer invasiven Diagnostik informieren und die für sie beste Entscheidung treffen.

Welche Chromosomenstörungen können durch das erste Screening erkannt werden?

Das erste Screening kann das Risiko für die folgenden Chromosomenstörungen erhöhen:

  • Down-Syndrom (Trisomie 21): Das Down-Syndrom ist eine Chromosomenstörung, die durch ein zusätzliches Chromosom 21 verursacht wird. Das Down-Syndrom kann zu verschiedenen körperlichen und geistigen Einschränkungen führen.
  • Edwards-Syndrom (Trisomie 18): Das Edwards-Syndrom ist eine Chromosomenstörung, die durch ein zusätzliches Chromosom 18 verursacht wird. Das Edwards-Syndrom ist eine schwere Erkrankung, die zu verschiedenen Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen führen kann.
  • Patau-Syndrom (Trisomie 13): Das Patau-Syndrom ist eine Chromosomenstörung, die durch ein zusätzliches Chromosom 13 verursacht wird. Das Patau-Syndrom ist eine schwere Erkrankung, die zu verschiedenen Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen führen kann.

Welche Vorteile bietet das erste Screening?

Das erste Screening bietet viele Vorteile für werdende Eltern:

  • Frühe Information: Das erste Screening ermöglicht eine frühzeitige Information über das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen und andere Erkrankungen des Kindes.
  • Bessere Planung: Die frühzeitige Information ermöglicht es den Eltern, sich besser auf die Geburt des Kindes vorzubereiten und gegebenenfalls frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu suchen.
  • Entscheidungsfreiheit: Das erste Screening gibt den Eltern die Möglichkeit, informierte Entscheidungen über die weitere Vorgehensweise zu treffen.
  • Verbesserte Prognose: In vielen Fällen kann eine frühzeitige Diagnose die Prognose für das Kind verbessern.

Welche Nachteile hat das erste Screening?

Das erste Screening hat auch einige Nachteile:

  • Falsch-positive Ergebnisse: Das erste Screening kann falsch-positive Ergebnisse liefern. Dies bedeutet, dass das Screening ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Erkrankung anzeigt, obwohl das Kind tatsächlich gesund ist.
  • Psychische Belastung: Ein falsch-positives Ergebnis kann für die Eltern eine große psychische Belastung darstellen.
  • Invasive Diagnostik: Wenn das erste Screening ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Erkrankung anzeigt, kann eine invasive Diagnostik notwendig werden. Invasive Diagnostikverfahren wie die Fruchtwasserpunktion sind mit einem gewissen Risiko für die Schwangerschaft verbunden.

Wer sollte ein erstes Screening durchführen lassen?

Die Entscheidung, ob ein erstes Screening durchgeführt werden soll, ist eine individuelle Entscheidung, die in Absprache mit dem Arzt getroffen werden sollte.

Im Allgemeinen wird ein erstes Screening empfohlen für:

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  • Frauen über 35 Jahren: Das Risiko für Chromosomenstörungen steigt mit zunehmendem Alter der Mutter.
  • Frauen mit einer Vorgeschichte von Chromosomenstörungen: Wenn die Mutter oder der Vater bereits ein Kind mit einer Chromosomenstörung hat, ist das Risiko für eine erneute Chromosomenstörung erhöht.
  • Frauen mit bestimmten Risikofaktoren: Bestimmte Risikofaktoren, wie zum Beispiel eine genetische Veranlagung oder bestimmte Erkrankungen, können das Risiko für Chromosomenstörungen erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Wie sicher ist das erste Screening?

Das erste Screening ist ein sehr sicheres Verfahren. Der Ultraschall ist ein nicht-invasives Verfahren, das keine Risiken für die Schwangerschaft birgt. Die Bluttests sind ebenfalls sehr sicher und stellen keine Gefahr für Mutter oder Kind dar.

Was passiert, wenn das erste Screening ein auffälliges Ergebnis zeigt?

Wenn das erste Screening ein auffälliges Ergebnis zeigt, werden die Eltern in der Regel zu einer weiteren Untersuchung eingeladen. Diese Untersuchung kann eine invasive Diagnostik, wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion, umfassen.

Die Entscheidung für eine invasive Diagnostik ist eine individuelle Entscheidung, die in Absprache mit dem Arzt getroffen werden sollte. Die Eltern sollten sich über die Risiken und Nutzen einer invasiven Diagnostik informieren und die für sie beste Entscheidung treffen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-positives Ergebnis beim ersten Screening?

Die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-positives Ergebnis beim ersten Screening ist relativ gering. Die genauen Zahlen variieren je nach Screening-Methode und Risikofaktoren der Mutter. Im Allgemeinen liegt die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-positives Ergebnis bei etwa 5%.

Was kostet das erste Screening?

Die Kosten für das erste Screening können je nach Arztpraxis und Region variieren. Die Kosten für die Ultraschalluntersuchung und die Bluttests werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

erstes screening schwangerschaft - Was wird beim ersten Screening gemacht

Wann sollte ich das erste Screening durchführen lassen?

Das erste Screening sollte idealerweise zwischen der 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.

Zusammenfassung

Das erste Screening in der Schwangerschaft ist ein wichtiger Bestandteil der pränatalen Vorsorge. Es dient dazu, das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen und andere Erkrankungen des Kindes zu erkennen. Das Screening ist ein sehr sicheres Verfahren und bietet viele Vorteile für werdende Eltern.

Die Entscheidung, ob ein erstes Screening durchgeführt werden soll, ist eine individuelle Entscheidung, die in Absprache mit dem Arzt getroffen werden sollte.

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