Weihnachtsgeschichte & kaiser augustus: gemälde & legenden

Die Geburt Christi, ein Ereignis von immenser Bedeutung für die christliche Welt, ist untrennbar mit der Figur des römischen Kaisers Augustus verbunden. Während die Bibel die Geburt Jesu in die Zeit der Herrschaft des Augustus datiert, verknüpfen zwei spätere Weihnachtslegenden Rom und Bethlehem, die augusteische und die christliche Friedensordnung. Diese Legenden erzählen von einem Wunder vor den Toren Roms und einer Weihnachtsvision auf dem Kapitol, die Augustus in die Heilsgeschichte einbeziehen.

Inhaltsverzeichnis

Kaiser Augustus und die Geburt Jesu

Das Lukasevangelium datiert die Geburt Jesu auf die Zeit des römischen Kaisers Augustus. Augustus, der von 27 v. Chr. Bis 14 n. Chr. Regierte, war ein bedeutender Herrscher, der nach einem Jahrhundert blutiger Bürgerkriege das Römische Reich stabilisierte und eine Ära des Friedens und der Prosperität einleitete. Diese Zeit, bekannt als die augusteische zeit, markierte einen Wendepunkt in der Geschichte und wurde als eine Epoche des innehaltens und Neubeginns betrachtet.

Die pax augusta, der augusteische friede, war ein zentrales Element dieser Zeit. Der Dichterprophet Vergil verkündete die Wiederkehr der mythischen goldenen zeit und sah in Augustus den Bringer einer herrschaft ohne ende. Ovid, ein zeitgenössischer Dichter, begrüßte die ankunft der Friedensgöttin Pax und beschrieb sie als stolz mit dem lorbeer des sieges bekränzt und wohlgesinnt aller welt.

Es ist bemerkenswert, dass die Geburt Jesu in die Zeit des Augustus fiel, einer Zeit des Friedens und der Stabilität. Diese Parallele wurde von vielen als ein Zeichen der göttlichen Fügung interpretiert, da die Geburt Jesu als Beginn einer neuen Ära des Friedens und der Hoffnung verstanden wurde.

Die Verbindung zwischen Rom und Bethlehem

Obwohl die Bibel die Geburt Jesu in Bethlehem beschreibt, bleiben Rom und Augustus in den biblischen Berichten zunächst ohne direkte Verbindung. Die ältere Weihnachtslegende erzählt von einem Weihnachtswunder vor den Toren Roms, im Quartier Trastevere. In der Weihnachtsnacht soll ein Wasserquell zu einem Ölquell geworden sein und sich den ganzen Tag über mit einem mächtigen Ölstrom in den Tiber ergossen haben. Die Legende verweist auf ein altes Sibyllenwort, das besagt, dass der Erlöser geboren werde, wenn ein Ölquell hervorbreche. Diese Legende unterstreicht die Bedeutung Roms als haupt der welt und verbindet die Heilsgeschichte mit der Stadt Rom.

Die jüngere Legende berichtet von einer Weihnachtsvision auf dem Kapitol, die dem Kaiser Augustus die Geburt Jesu offenbarte. Die goldene Legende beschreibt die Vision wie folgt: als die ganze welt der römischen herrschaft unterworfen war, gefiel augustus den senatoren so sehr, dass sie ihn als gott verehren wollten. doch der kluge kaiser wollte sich das nicht anmassen. als sie ihn bedrängten, rief er die sibylle zu sich; durch sie wollte er erfahren, ob auf der welt jemals ein grösserer als er geboren werde. es war just am tage der geburt des herrn, dass die sibylle die orakel befragte. da erschien am helllichten tag ein goldener kreis um die sonne und mitten darin eine wunderschöne jungfrau: die trug einen knaben im schoss. die sibylle zeigte das dem kaiser, und während der über diese vision höchlichst staunte, sagte die sibylle zu ihm: ‹dieser knabe ist grösser als du, und darum bete ihn an!›

Diese Legende zeigt, dass Augustus, obwohl er selbst von der Geburt Jesu erfuhr, nicht als derjenige dargestellt wird, der die Botschaft der Geburt Jesu weitergibt. Stattdessen ist es die Sibylle, die die Bedeutung der Geburt Jesu für Augustus deutlich macht. Diese Legende unterstreicht die Bedeutung der Geburt Jesu für die ganze Welt und nicht nur für die Region Bethlehem.

Die künstlerische Darstellung der Geburt Christi

Die Geburt Christi hat unzählige Künstler inspiriert, und die Darstellung des Ereignisses in Gemälden ist ein wichtiges Thema der Kunstgeschichte. Ein berühmtes Beispiel ist der Bladelin-Altar, auch bekannt als Middelburger Altar, der um 1450 vom flandrischen Maler Rogier van der Weyden geschaffen wurde. Der Altar zeigt in drei Teilen die Geburt Christi, die Anbetung der Könige und die Anbetung der Hirten.

Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist das Gemälde die anbetung der könige von Leonardo da Vinci. Das Gemälde zeigt die drei Könige, die vor dem neugeborenen Jesus knien. Im Hintergrund ist die Stadt Bethlehem zu sehen, die von einer Landschaft aus Bergen und Hügeln umgeben ist. Das Gemälde ist bekannt für seine detailreiche Darstellung der Figuren und die Verwendung von Licht und Schatten.

Die Darstellung der Geburt Christi in Gemälden hat sich im Laufe der Zeit verändert. Während die frühen Darstellungen oft stark religiös geprägt waren, wurden die Gemälde im Laufe der Zeit immer realistischer und detailreicher. Die Künstler verwendeten verschiedene Techniken, um die Geburt Christi darzustellen, von realistischen Portraits bis hin zu symbolischen Bildern.

Was ist die Bedeutung der Geburt Christi?

Die Geburt Christi ist für Christen das zentrale Ereignis der christlichen Religion. Es ist der Beginn des Heilsgeschehens, das mit der Menschwerdung Gottes in der Person Jesu Christi seinen Höhepunkt findet. Die Geburt Christi symbolisiert die Liebe Gottes zur Menschheit und die Hoffnung auf Erlösung von Sünde und Tod.

Warum wird die Geburt Christi gefeiert?

Die Geburt Christi wird gefeiert, um an die Menschwerdung Gottes und die Liebe Gottes zur Menschheit zu erinnern. Weihnachten ist ein Fest der Freude, der Hoffnung und der Liebe.

Welche Rolle spielt Kaiser Augustus in der Weihnachtsgeschichte?

Kaiser Augustus spielt in der Weihnachtsgeschichte eine indirekte Rolle. Die Geburt Jesu fiel in seine Regierungszeit, die als eine Zeit des Friedens und der Stabilität bekannt ist. Obwohl Augustus selbst nicht von der Geburt Jesu wusste, werden seine Rolle und seine Zeit in den späteren Legenden der Weihnachtsgeschichte betont.

Wie wurde die Verbindung zwischen Augustus und der Geburt Christi hergestellt?

Die Verbindung zwischen Augustus und der Geburt Christi wurde durch zwei spätere Weihnachtslegenden hergestellt. Diese Legenden erzählen von einem Wunder vor den Toren Roms und einer Weihnachtsvision auf dem Kapitol, die Augustus in die Heilsgeschichte einbeziehen.

Fazit

Die Geburt Christi ist ein Ereignis von immenser Bedeutung für die christliche Welt. Die Verbindung zwischen Kaiser Augustus und der Weihnachtsgeschichte ist ein faszinierendes Beispiel für die Verflechtung von Geschichte und Religion. Die Legenden, die Augustus in die Heilsgeschichte einbeziehen, zeigen die Bedeutung der Geburt Christi für die ganze Welt und nicht nur für die Region Bethlehem. Die künstlerische Darstellung der Geburt Christi ist ein wichtiges Thema der Kunstgeschichte und spiegelt die unterschiedlichen Interpretationen und Verständnis dieses Ereignisses wider.

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