Sie stellen Ihr Baby langsam auf feste Nahrung um und fragen sich, ob es auch Paprika essen darf? In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Einführung von Paprika in die Ernährung Ihres Babys wissen müssen.
Wann darf Baby Paprika essen?
Babys sollten Paprika erst ab dem ersten Lebensjahr zu essen bekommen. Die Schale der Paprika ist relativ unverdaulich und kann zu starken Blähungen und Bauchschmerzen beim Baby führen. Die Backenzähne, die zum Zermahlen der Schale hilfreich sind, hat das Baby erst ab etwa zwölf Monaten, was sich aber auch durchaus bis zum zweiten Lebensjahr hinauszögern kann.
Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, darf dem Baby auch gerne Paprika mit Schale gereicht werden. Wenn Sie dieses Experiment doch schon früher gestartet haben, ist das allerdings kein Grund zur Sorge. Meistens raspeln die Kleinen mit ihren Schneidezähnen so lange an der Paprika oder lutschen das Fruchtfleisch heraus, so dass die Schale letztendlich sowieso übrig bleibt. Alternativ können Sie natürlich auch die Schale abtrennen, was ganz einfach geht, wenn die Paprika vorher mit heißem Wasser übergossen wird.
Wie gesund sind Paprika?
Vor allem die roten Paprika strotzen nur so vor Vitamin C und sind daher sehr gesund. Paprika haben außerdem einen niedrigen Nitratgehalt, womit sie sich als sehr bedenkenloses Gemüse erweisen. Nitratreiches Gemüse, wie zum Beispiel Spinat oder Aubergine, sollten jüngere Babys unter sechs Monaten möglichst nicht zu essen bekommen.
Zwischen Juni und September ist die beste Zeit, um frische, reife Paprika auch hierzulande zu ergattern, die sich somit in bester Bio-Qualität zeigen. Da Paprika sehr schnell verderben, werden sie häufig während des Anbaus chemisch behandelt, was sie letztendlich so prall und glänzend im Supermarkt erscheinen lässt. Die unbehandelten Paprika im Biomarkt sehen dagegen eher etwas schrumpeliger aus, sind dafür aber chemisch nicht belastet.

Können Babys allergisch auf Paprika reagieren?
Durchaus können auch Babys auf Paprika mit einer Unverträglichkeit reagieren. Das kann sich zum Beispiel durch einen wunden Po sehr deutlich machen. Auch Bauchschmerzen beim Baby oder Bauchkrämpfe können dadurch entstehen. Vielleicht bemerkst du sogar, dass dein Kleines Atemprobleme aufzeigt oder Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder sogar Schlafstörungen. Im Falle dieser extremeren Begleiterscheinungen solltest du zur Sicherheit bei deinem Kinderarzt vorstellig werden und so lang natürlich keine Paprika mehr anbieten.
Fazit
Für Babys, die bereits ihre ersten Backenzähne haben, ist der Verzehr von Paprika absolut unbedenklich. Eine Unverträglichkeit sollte natürlich ausgeschlossen sein, um unangenehme Symptome zu vermeiden. Teste es einfach aus, und lass dein Kleines genüsslich einen kleinen Teststreifen der Vitamins C haltigen Paprika verspeisen und kennenlernen.
Welches Gemüse nicht in Babybrei
Schon kleine Kinder entwickeln Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Gemüsesorten. Doch beim Gemüsebrei spielt nicht nur das eine Rolle. Nicht jedes Gemüse ist für den Babybrei geeignet. Die folgenden fünf Sorten gelten als gut verträglich und schmecken vielen Babys:
- Rüebli : Sie sind der Klassiker unter den Gemüsesorten: Rüebli sind gut verträglich und schmecken süsslich, was die Kinder von der Muttermilch kennen. Rüebli enthalten viel Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Sie können gerade bei empfindlichen Babys jedoch zu Verstopfung führen.
- Pastinake : Die Pastinake ist ebenfalls ein gutes Einstiegsgemüse. Sie schmeckt ähnlich wie Rüebli und enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C und Kalium. Das Wintergemüse ist normalerweise leicht verdaulich.
- Zucchetti : Zucchetti schmecken zwar nicht süsslich, haben aber einen relativ neutralen Geschmack, der vielen Babys zusagt. Sie sind gut verdaulich und stopfen nicht. Sie enthalten zum Beispiel Kalium sowie Vitamin A und E.
- Kürbis : Im Herbst und Winter ist Kürbis eine gute Wahl als Gemüse für den Babybrei. Er ist leicht verdaulich, schmeckt angenehm mild und liefert Beta-Carotin, Kalzium und Magnesium. Einige Sorten wie der Hokkaidokürbis müssen noch nicht mal geschält werden, sollten aber vor der Verarbeitung gut gewaschen werden.
- Süsskartoffeln : Süsskartoffeln sind mit der herkömmlichen Kartoffel nur entfernt verwandt. Die orangefarbene Knolle schmeckt angenehm süss, lässt sich leicht zu einem Gemüsebrei fürs Baby verarbeiten und enthält viele Nährstoffe wie Vitamin A und Beta-Carotin.
Wie Paprika Baby anbieten
Paprika kann auf verschiedene Arten an Babys angeboten werden:
- Gedünstet : Gedünstete Paprika ist besonders leicht verdaulich und bietet eine milde Geschmacksnote. Sie können die Paprika mit etwas Wasser oder Brühe dämpfen.
- Püriert : Pürierte Paprika ist ideal für Babys, die noch keine Zähne haben oder Schwierigkeiten beim Kauen haben. Sie können die Paprika mit einem Pürierstab oder einer Küchenmaschine zu einem feinen Brei verarbeiten.
- Als Fingerfood : Sobald das Baby seine ersten Backenzähne hat, kann es auch kleine Stücke Paprika als Fingerfood essen. Achten Sie darauf, dass die Stücke klein genug sind, um Erstickungsgefahr zu vermeiden.
Ist gekochte Paprika leicht verdaulich?
Grüne Paprika werden früh geerntet und schmecken bittersüß bis würzig. Mit zunehmender Reife werden die grünen Schoten rot oder gelb und schmecken angenehm süßlich. Paprika ist reich an den antioxidativen Vitaminen A, C und E. Rote Paprika enthält doppelt so viel Vitamin A und C wie grüne Paprika.
Paprika wirkt gegen rheumatische Erkrankungen, Durchfall, Blähungen und Verdauungsstörungen. Menschen mit empfindlichem Darm vertragen Paprika meist besser, wenn er gegart ist oder vor dem Verzehr gehäutet wurde.

Chili- und Pfefferschoten enthalten Capsaicin, ein Alkaloid, welches für die brennende Schärfe, einen vermehrten Speichelfluss und die verdauungsfördernde Wirkung verantwortlich ist. Den brennend, scharfen Geschmack im Mund kann man mildern, wenn etwas Joghurt, Brot oder gekochter Reis dazu gegessen wird. Wasser hilft nicht, denn das Capsaicin ist öl-, aber nicht wasserlöslich.
Häufige Fragen
Kann ich Paprika in den Babybrei geben?
Ja, aber erst ab dem ersten Lebensjahr und in kleinen Mengen. Die Schale ist schwer verdaulich, daher sollten Sie sie entfernen oder die Paprika vorher gut kochen.
Wie kann ich Paprika für mein Baby verarbeiten?
Sie können Paprika dämpfen, pürieren oder als Fingerfood anbieten. Achten Sie darauf, dass die Stücke klein genug sind, um Erstickungsgefahr zu vermeiden.
Welche Paprika-Sorten sind für Babys geeignet?
Süsse Paprika-Sorten wie rote oder gelbe Paprika sind für Babys am besten geeignet. Grüne Paprika können etwas bitterer schmecken.
Kann mein Baby allergisch auf Paprika reagieren?
Ja, es ist möglich. Achten Sie auf Anzeichen einer Allergie wie Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden oder Bauchschmerzen. Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Schlussfolgerung
Paprika ist ein gesundes und schmackhaftes Gemüse, das Ihrem Baby viele wichtige Nährstoffe liefern kann. Sobald Ihr Baby seine ersten Backenzähne hat, können Sie ihm Paprika anbieten. Achten Sie darauf, dass die Paprika gut gegart ist und in kleinen Stücken serviert wird. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baby Paprika essen darf, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.
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