Henna-tattoos in der schwangerschaft: risiken & alternativen

Henna-Tattoos sind ein beliebtes Urlaubssouvenir und werden oft von Straßenkünstlern auf Hände oder Füße gemalt. Da die Farbe nach einigen Wochen verblasst und das Auftragen nicht schmerzt, scheinen sie gerade für Kinder geeignet zu sein. Allerdings ist die temporäre Körperbemalung nicht unbedenklich – sie kann allergische Reaktionen hervorrufen, die in der Schwangerschaft besonders problematisch sein können.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Henna-Tattoos?

Henna-Tattoos werden traditionell mit dem Pulver aus den Blättern des Hennastrauchs (Lawsonia inermis) hergestellt. Dieses Pulver wird mit Wasser zu einer Paste angerührt, die dann auf die Haut aufgetragen wird. Die Farbe der Paste ist grünlich, aber nach dem Trocknen färbt sie die Haut orange-braun. Diese Farbe hält einige Wochen lang an.

In vielen Ländern, insbesondere in Indien, Marokko und Ägypten, werden Henna-Tattoos traditionell für Hochzeiten und andere besondere Anlässe verwendet. Die Muster sind oft filigran und symbolisch.

Henna-Tattoos in der Schwangerschaft: Die Risiken

Während Henna-Tattoos mit echtem Henna-Pulver in der Regel sicher sind, gibt es ein großes Risiko, dass Henna-Tattoos, die von Straßenkünstlern angeboten werden, Schwarzhenna enthalten. Schwarzhenna enthält eine chemische Substanz namens para-Phenylendiamin (PPD), die eine schwarze Farbe erzeugt und die Einwirkzeit verkürzt.

PPD ist ein starkes Allergen, das bei manchen Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Diese Reaktionen können sich in Form von:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Juckreiz
  • Blasenbildung
  • Narben

Manifestieren.

In der Schwangerschaft können diese Reaktionen besonders gefährlich sein, da sie zu Komplikationen wie Frühgeburt oder Niedriges Geburtsgewicht führen können.

Warum ist PPD in der Schwangerschaft besonders gefährlich?

PPD kann die Plazenta passieren und das ungeborene Kind erreichen. Es gibt Hinweise darauf, dass PPD das Immunsystem des Kindes beeinträchtigen und das Risiko für Allergien und Asthma erhöhen kann.

Schwarzhenna: Wie erkenne ich es?

Schwarzhenna ist oft schwerer zu erkennen als echtes Henna. Es ist wichtig, auf folgende Merkmale zu achten:

  • Farbe: Schwarzhenna ist viel dunkler als echtes Henna. Die Farbe ist oft schwarz oder dunkelbraun.
  • Geruch: Schwarzhenna hat oft einen chemischen Geruch.
  • Einwirkzeit: Schwarzhenna färbt die Haut viel schneller als echtes Henna. Die Farbe ist oft schon nach wenigen Minuten sichtbar.

Was tun, wenn ich ein Schwarzhenna-Tattoo habe?

Wenn Sie ein Schwarzhenna-Tattoo haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann die Reaktion beurteilen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten.

Es ist wichtig, dass Sie den Arzt über Ihre Schwangerschaft informieren.

Henna-Tattoos in der Schwangerschaft: Was sind die Alternativen?

Wenn Sie sich in der Schwangerschaft ein Tattoo wünschen, gibt es einige Alternativen zu Henna-Tattoos.

  • Echtes Henna: Echte Henna-Tattoos sind in der Regel sicher in der Schwangerschaft. Achten Sie darauf, dass das Henna von einem seriösen Anbieter stammt und nicht mit PPD verunreinigt ist.
  • Jagua-Tattoos: Jagua-Tattoos sind eine weitere sichere Alternative zu Henna-Tattoos. Jagua ist eine natürliche Frucht, die eine dunkelblaue Farbe erzeugt. Jagua-Tattoos halten etwa zwei Wochen lang an.
  • Schminke: Schminke kann verwendet werden, um temporäre Tattoos zu erstellen. Diese Tattoos sind jedoch nicht so haltbar wie Henna- oder Jagua-Tattoos.

Kann ich ein Henna-Tattoo während der Schwangerschaft entfernen?

Es gibt keine sicheren Methoden, um ein Henna-Tattoo während der Schwangerschaft zu entfernen. Wenn Sie sich Sorgen über ein Henna-Tattoo machen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Was passiert, wenn ich Schwarzhenna in der Schwangerschaft habe?

Wenn Sie Schwarzhenna in der Schwangerschaft haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann die Reaktion beurteilen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten.

Kann ich nach der Schwangerschaft wieder Henna-Tattoos machen?

Wenn Sie eine Allergie gegen PPD haben, sollten Sie keine Henna-Tattoos mehr machen.

Zusammenfassung

Henna-Tattoos können in der Schwangerschaft ein Risiko darstellen, insbesondere wenn sie Schwarzhenna enthalten. Schwarzhenna enthält PPD, ein starkes Allergen, das zu schweren allergischen Reaktionen führen kann.

Wenn Sie sich in der Schwangerschaft ein Tattoo wünschen, sollten Sie sich für eine sichere Alternative wie echtes Henna oder Jagua entscheiden.

Wenn Sie ein Schwarzhenna-Tattoo haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

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