Ein Tattoo ist eine bleibende Entscheidung, die viele Menschen treffen. Es kann ein Ausdruck der Persönlichkeit, ein Symbol für einen besonderen Moment oder einfach nur ein ästhetisches Detail sein. Doch was, wenn man schwanger ist oder plant, schwanger zu werden? Ist es dann ratsam, sich ein Tattoo stechen zu lassen? Die Antwort ist eindeutig: Nein, ein Tattoo in der Schwangerschaft ist nicht empfehlenswert.
- Warum ein Tattoo während der Schwangerschaft tabu ist?
- Tattoo-Entfernung während der Schwangerschaft
- Tattoo und Schwangerschaft
- Kann ich während der Schwangerschaft ein Tattoo entfernen lassen?
- Sind ältere Tattoos gefährlich für das ungeborene Kind?
- Welche Tattoo-Farben sind am gefährlichsten?
- Kann ich während der Stillzeit ein Tattoo stechen lassen?
- Ist Henna-Tattoo gefährlich?
- Was sollte ich tun, wenn ich während der Schwangerschaft ein Tattoo stechen lassen möchte?
- Zusammenfassung
- Alternativen zum Tätowieren
Warum ein Tattoo während der Schwangerschaft tabu ist?
Es gibt mehrere Gründe, warum es für Schwangere und Stillende besser ist, auf ein Tattoo zu verzichten:
Schmerzen und Risiken während der Schwangerschaft
Das Tätowieren ist ein schmerzhafter Prozess, der auch in den Tagen nach dem Stechen zu Beschwerden führen kann. Während der Schwangerschaft ist die Haut besonders empfindlich und die Schmerzen können verstärkt werden. Diese Schmerzen können Wehen auslösen und im schlimmsten Fall zu einer vorzeitigen Geburt führen, insbesondere wenn bereits ein Risiko für eine Frühgeburt besteht.
Auch wenn Sie bereits Erfahrung mit Tattoos haben, kann die Empfindlichkeit Ihrer Haut während der Schwangerschaft zu einem intensiveren Schmerzempfinden führen. Aus diesem Grund lehnen die meisten Tattoo-Studios die Tätowierung von Schwangeren ab.
Infektionsrisiko und Allergien
Frische Tattoos können sich leicht entzünden und es kann zu einer allergischen Reaktion auf die Farbstoffe kommen. Besonders bei bunten Farben wie Grün, Gelb und Rot, vor allem aber bei Rot, besteht das Risiko einer sogenannten Kontaktsensibilität. Dies ist besonders gefährlich, wenn die Schwangere bereits an einer Nickelallergie leidet. Entzündungen und Allergien erfordern oft die Einnahme von Kortison oder Antibiotika, die während der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen verabreicht werden sollten.
Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch die Nadeln gefährliche Infektionen übertragen werden, wie beispielsweise HIV, Hepatitis B und C. Tattoo-Studios haben strenge Hygienevorschriften, um diese Risiken zu minimieren. Dennoch sollte man sich nur in Studios tätowieren lassen, die mit Handschuhen und Einmalnadeln arbeiten und deren Werkzeuge absolut sauber und sterilisiert sind. Die verwendeten Tinten sollten frisch, originalverpackt und am besten in sterilen Einmalpackungen sein.
Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verändern sich die Körperformen. Bauchdecke und Brüste können Dehnungsstreifen bekommen, Gesäss, Oberschenkel, Unterschenkel und Knöchel ändern ihre Form. Es kann Monate dauern, bis sich der Körper nach der Geburt und dem Abstillen wieder vollständig zurückgebildet hat. Deshalb ist es ratsam, während der Schwangerschaft keine Tattoos in diese Körperregionen stechen zu lassen. Besser sind Areale mit einem Schriftzug oder Bild, die bei einer Schwangerschaft nicht gedehnt werden.
Risiken für das ungeborene Kind
Der Körper kann die Tinte in geringen Mengen aufnehmen und so auf das Kind übertragen. Das gilt auch während der Stillzeit für die Muttermilch. Tattoo-Farben dürfen zwar keine Giftstoffe enthalten, aber es ist nicht auszuschliessen, dass sie beim ungeborenen Baby Reaktionen auslösen können. Selbst wenn die Mutter keine allergischen Reaktionen auf die Tinte entwickelt, kann das Baby darauf reagieren. Deshalb sollte eine Frau auch während der Stillzeit auf das Tätowieren verzichten.
Besonders gewarnt wird vor Henna-Tattoos, die oft im Urlaub erworben werden. Um die Farbe intensiver erscheinen zu lassen, wird ihnen oft PPD zugesetzt. PPD ist eine Substanz mit hohem Allergiepotenzial, die in Deutschland für kosmetische Anwendungen auf der Haut nicht zugelassen ist.
Ältere Tattoos stellen übrigens für das ungeborene Kind keine Gefahr mehr dar. Es wird angenommen, dass Schwermetalle und andere möglicherweise giftige Substanzen aus den Tinten nicht mehr im Blutkreislauf vorhanden sind.
Tattoo-Entfernung während der Schwangerschaft
Eine heikle Situation besteht, wenn Sie kurz vor der Schwangerschaft mit einer Tattoo-Entfernung begonnen haben. Bei der Laserentfernung werden die Tintenpartikel durch den energiereichen Lichtstrahl aufgebrochen. Diese werden nach und nach vom Körper aufgenommen und beseitigt. Das bedeutet, dass der Körper in dieser Zeit durch Substanzen belastet ist, die möglicherweise giftig sind. Deshalb sollten während der Schwangerschaft keine Tattoos entfernt werden. Die Töne Schwarz, Braun und Blau lassen sich am besten mit dem Laser entfernen.
Tattoo und Schwangerschaft
Kann ich während der Schwangerschaft ein Tattoo entfernen lassen?
Nein, es ist nicht empfehlenswert, während der Schwangerschaft ein Tattoo zu entfernen. Die Laserentfernung kann den Körper mit möglicherweise giftigen Substanzen belasten, was dem ungeborenen Kind schaden könnte.
Sind ältere Tattoos gefährlich für das ungeborene Kind?
Nein, ältere Tattoos stellen keine Gefahr für das ungeborene Kind dar. Es wird angenommen, dass Schwermetalle und andere möglicherweise giftige Substanzen aus den Tinten nicht mehr im Blutkreislauf vorhanden sind.
Welche Tattoo-Farben sind am gefährlichsten?
Besonders bei bunten Farben wie Grün, Gelb und Rot, vor allem aber bei Rot, besteht das Risiko einer sogenannten Kontaktsensibilität. Dies ist besonders gefährlich, wenn die Schwangere bereits an einer Nickelallergie leidet.
Kann ich während der Stillzeit ein Tattoo stechen lassen?
Nein, es ist nicht empfehlenswert, während der Stillzeit ein Tattoo zu stechen lassen. Die Tinte kann in die Muttermilch gelangen und so das Baby erreichen. Es ist nicht auszuschliessen, dass das Baby auf die Tinte reagiert, selbst wenn die Mutter keine allergischen Reaktionen zeigt.
Ist Henna-Tattoo gefährlich?
Ja, Henna-Tattoos können gefährlich sein. Um die Farbe intensiver erscheinen zu lassen, wird ihnen oft PPD zugesetzt. PPD ist eine Substanz mit hohem Allergiepotenzial, die in Deutschland für kosmetische Anwendungen auf der Haut nicht zugelassen ist.
Was sollte ich tun, wenn ich während der Schwangerschaft ein Tattoo stechen lassen möchte?
Wenn Sie unbedingt ein Tattoo während der Schwangerschaft stechen lassen möchten, sollten Sie sich unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen. Er kann Ihnen die Risiken und Alternativen erläutern und Ihnen eine individuelle Empfehlung geben.
Zusammenfassung
Ein Tattoo während der Schwangerschaft ist nicht empfehlenswert. Es besteht das Risiko von Schmerzen, Infektionen, Allergien und negativen Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Auch die Entfernung von Tattoos während der Schwangerschaft sollte vermieden werden. Wenn Sie ein Tattoo wünschen, sollten Sie dies vor der Schwangerschaft oder nach der Geburt und dem Abstillen tun.
Alternativen zum Tätowieren
Wenn Sie sich während der Schwangerschaft nach einer Möglichkeit sehnen, Ihren Körper zu verzieren, gibt es einige Alternativen zum Tätowieren:
- Schmuck: Armbänder, Ketten, Ohrringe und Ringe können eine schöne Ergänzung zu Ihrem Outfit sein.
- Temporäre Tattoos: Diese Tattoos halten nur für kurze Zeit und sind eine gute Möglichkeit, verschiedene Designs auszuprobieren.
- Bodypainting: Mit Farbe können Sie sich kunstvoll bemalen und so vorübergehende Kunstwerke auf Ihrer Haut kreieren.
Denken Sie daran, dass ein Tattoo eine bleibende Entscheidung ist. Wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, sollten Sie sich die Zeit nehmen, um die Entscheidung sorgfältig zu treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, Ihren Freunden und Ihrem Arzt, um sicherzustellen, dass Sie die beste Entscheidung für sich und Ihr ungeborenes Kind treffen.
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