Zika-virus & schwangerschaft: risiken & schutz

Das Zika-Virus ist ein Mücken-übertragenes Virus, das in vielen Teilen der Welt vorkommt. Für die meisten Menschen verursacht es nur eine leichte Infektion, aber für schwangere Frauen kann es schwerwiegende Folgen haben. Eine Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft kann zu Geburtsfehlern, einschließlich Mikrozephalie, führen. Mikrozephalie ist eine Erkrankung, bei der der Kopf eines Babys kleiner als normal ist, was auf eine unvollständige Gehirnentwicklung hindeutet.

Inhaltsverzeichnis

Wie gefährlich ist das Zika-Virus in der Schwangerschaft?

Das Zika-Virus kann während der Schwangerschaft für das ungeborene Kind gefährlich sein. Eine Infektion mit dem Zika-Virus während der Schwangerschaft kann zu folgenden Komplikationen führen:

  • Mikrozephalie: Dies ist ein Geburtsfehler, bei dem der Kopf des Babys kleiner als normal ist. Dies kann zu einer Reihe von Problemen führen, darunter Entwicklungsverzögerungen, Krampfanfälle und Seh- und Hörprobleme.
  • Andere Geburtsfehler: Das Zika-Virus kann auch zu anderen Geburtsfehlern führen, wie z. B. Augenfehlern, Hörverlust und Gelenkproblemen.
  • Frühgeburt: Eine Zika-Virus-Infektion kann auch dazu führen, dass das Baby zu früh geboren wird.
  • Totgeburt: In einigen Fällen kann eine Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft zu einer Totgeburt führen.

Das Risiko, dass ein Baby mit Geburtsfehlern geboren wird, ist am höchsten, wenn die Mutter sich im ersten Trimester der Schwangerschaft mit dem Zika-Virus infiziert. Das Risiko sinkt mit zunehmendem Schwangerschaftsalter, ist aber immer noch vorhanden.

Symptome einer Zika-Virus-Infektion

Die meisten Menschen, die sich mit dem Zika-Virus infizieren, haben keine Symptome. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist leicht und beginnen 3 bis 14 Tage nach der Infektion. Die Symptome dauern etwa 2 bis 7 Tage an.

Häufig gemeldete Symptome sind:

  • Ausschlag
  • Juckreiz am ganzen Körper
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (mit möglicher Schwellung, hauptsächlich in den kleineren Gelenken von Händen und Füßen)
  • Muskelschmerzen
  • Bindehautentzündung (rote Augen)
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen hinter den Augen

Wenn Sie diese Symptome haben und sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem das Zika-Virus verbreitet ist, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Wie wird eine Zika-Virus-Infektion diagnostiziert?

Eine Zika-Virus-Infektion kann durch einen Bluttest oder einen Urintest diagnostiziert werden. Wenn Sie schwanger sind und befürchten, dass Sie sich mit dem Zika-Virus infiziert haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Wie wird eine Zika-Virus-Infektion behandelt?

Es gibt keine spezifische Behandlung für die Symptome einer Zika-Virus-Infektion. Die meisten Menschen erholen sich von selbst innerhalb weniger Tage.

Um die Symptome zu lindern, können Sie Folgendes tun:

  • Viel Wasser trinken
  • Paracetamol einnehmen
  • Ruhen Sie sich aus

Wie kann ich mich vor einer Zika-Virus-Infektion schützen?

Es gibt keine Impfung oder Medikamente zur Vorbeugung einer Zika-Virus-Infektion. Der beste Schutz vor einer Zika-Virus-Infektion ist die Vermeidung von Mückenbissen.

Hier sind einige Tipps, wie Sie Mückenbisse vermeiden können:

  • Tragen Sie helle, langärmelige Kleidung und lange Hosen, wenn Sie sich im Freien aufhalten.
  • Verwenden Sie ein Mückenspray mit DEET.
  • Verwenden Sie ein Moskitonetz, wenn Sie schlafen.
  • Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, wenn Sie sich im Haus aufhalten.
  • Entfernen Sie stehendes Wasser in Ihrem Garten, da dies Mückenbrutstätten sind.

Wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden, sollten Sie Reisen in Gebiete, in denen das Zika-Virus verbreitet ist, vermeiden.

Kann man per Ultraschall feststellen, ob ein Baby Zika hat?

Ein Ultraschall kann helfen, bestimmte Geburtsfehler zu erkennen, die mit einer Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft zusammenhängen, wie z. B. Mikrozephalie. Allerdings kann ein Ultraschall nicht immer feststellen, ob ein Baby mit dem Zika-Virus infiziert ist.

Wenn Sie schwanger sind und sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem das Zika-Virus verbreitet ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um zu besprechen, ob ein Ultraschall für Sie geeignet ist.

Was sollte bei einem Ultraschall im Zusammenhang mit Zika-Virus-Infektion beachtet werden?

Bei Schwangeren mit bestätigter oder möglicher Zika-Virus-Infektion sollten serielle fetale Ultraschalluntersuchungen (alle 3–4 Wochen) in Erwägung gezogen werden. Dies dient dazu, die fetale Anatomie, insbesondere die fetale Neuroanatomie, zu beurteilen und das Wachstum genau zu überwachen. Pränatale Ultraschalluntersuchungen sollten eine detaillierte fetale Anatomie umfassen, um Hirn- oder damit verbundene strukturelle Anomalien zu erkennen, die vor einer Mikrozephalie auftreten könnten. Für aktualisierte Empfehlungen zur klinischen Behandlung während der Schwangerschaft verweisen Sie auf die aktualisierten vorläufigen Leitlinien der CDC.

Es liegen unzureichende Daten vor, um den optimalen Zeitpunkt zwischen der Exposition gegenüber dem Zika-Virus und dem ersten sonografischen Screening zu definieren. Anomalien wurden zwischen 2 und 29 Wochen nach Symptombeginn festgestellt. Gehirnanomalien wurden in Fallberichten im zweiten und dritten Trimester durch Ultraschall festgestellt.

Mangels Daten zur Festlegung des Ultraschallzeitpunkts können Angehörige der Gesundheitsberufe in Erwägung ziehen, das Zeitintervall zwischen den Ultraschalluntersuchungen in Übereinstimmung mit den Präferenzen der Patientin und dem klinischen Urteil zu verlängern.

Genauigkeit

Die Genauigkeit des Ultraschalls zur Erkennung von Gehirnanomalien im Zusammenhang mit einer Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft ist nicht bekannt. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B.

  • Zeitpunkt der Infektion des schwangeren Elternteils im Verhältnis zum Zeitpunkt des Screenings,
  • Schweregrad der Anomalie,
  • Patientenfaktoren (z. B. Fettleibigkeit),
  • Schwangerschaftsalter,
  • Verwendete Ausrüstung und
  • Die Expertise der Person, die den Ultraschall durchführt.

Sensitivität

Die Sensitivität des pränatalen Ultraschalls zum Nachweis von Mikrozephalie und Gehirnanomalien hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Dazu können der Zeitpunkt des Screenings, die Schwere der Mikrozephalie und Patientenfaktoren gehören. In einer Studie zur kongenitalen Mikrozephalie, die nicht durch eine Zika-Virus-Infektion verursacht wurde, korrelierte die pränatal diagnostizierte Mikrozephalie in etwa 57 % der Fälle mit der neonatalen Mikrozephalie. Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass eine Reihe von Ultraschallanomalien (z. B. Mikrozephalie, Ventrikelmegalie oder Anomalien des Corpus callosum), die pränatal im Zusammenhang mit einer Zika-Virus-Exposition während der Schwangerschaft festgestellt wurden, mit den gemeldeten strukturellen Anomalien bei Säuglingen bei der Geburt korrelieren.

Fetale MRT

Die fetale MRT ist kein Screening-Tool. Sie sollte nur zur Beantwortung spezifischer Fragen, die durch Ultraschall aufgeworfen werden, oder in gelegentlichen spezifischen Hochrisikosituationen eingesetzt werden. Die Interpretation der fetalen MRT erfordert spezielle Expertise und ist in den Vereinigten Staaten nur begrenzt verfügbar.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn ich schwanger bin und nach einer Reise in ein Zika-Virus-Gebiet Symptome habe?

Wenn Sie schwanger sind und nach einer Reise in ein Zika-Virus-Gebiet Symptome haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Kann ich mich mit dem Zika-Virus durch Sex anstecken?

Ja, Sie können sich mit dem Zika-Virus durch Sex anstecken. Das Virus kann durch das Sperma eines infizierten Mannes auf eine Frau übertragen werden.

Wie lange ist das Zika-Virus im Sperma nachweisbar?

Das Zika-Virus kann bis zu sechs Monate lang im Sperma nachweisbar sein, nachdem sich ein Mann mit dem Virus infiziert hat.

Kann ich mich mit dem Zika-Virus durch eine Bluttransfusion anstecken?

Ja, Sie können sich mit dem Zika-Virus durch eine Bluttransfusion anstecken.

Was sollte ich tun, wenn ich schwanger bin und mich in einem Zika-Virus-Gebiet aufhalte?

Wenn Sie schwanger sind und sich in einem Zika-Virus-Gebiet aufhalten, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Vermeiden Sie Mückenbisse.
  • Verwenden Sie ein Mückenspray mit DEET.
  • Verwenden Sie ein Moskitonetz, wenn Sie schlafen.
  • Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, wenn Sie sich im Haus aufhalten.
  • Entfernen Sie stehendes Wasser in Ihrem Garten, da dies Mückenbrutstätten sind.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Risiken einer Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft.

Was sollte ich tun, wenn ich schwanger bin und kürzlich aus einem Zika-Virus-Gebiet zurückgekommen bin?

Wenn Sie schwanger sind und kürzlich aus einem Zika-Virus-Gebiet zurückgekommen sind, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um zu besprechen, ob Sie Tests auf das Zika-Virus benötigen.

Fazit

Das Zika-Virus kann für schwangere Frauen gefährlich sein. Wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden, sollten Sie Reisen in Gebiete, in denen das Zika-Virus verbreitet ist, vermeiden. Wenn Sie sich in einem Zika-Virus-Gebiet aufhalten, sollten Sie alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um Mückenbisse zu vermeiden. Wenn Sie schwanger sind und befürchten, dass Sie sich mit dem Zika-Virus infiziert haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

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