Zahnschmerzen sind eine unangenehme Erfahrung, die sich in der Schwangerschaft noch verstärken kann. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft können das Zahnfleisch empfindlicher machen und das Risiko für Zahnfleischentzündungen erhöhen. Auch die häufigere Übelkeit kann zu Zahnschmerzen führen, da der Magensaft die Zähne angreift. Glücklicherweise gibt es einige Hausmittel, die helfen können, Zahnschmerzen zu lindern, bis Sie einen Zahnarzt aufsuchen können.
- Was hilft gegen Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
- Öle und Tee für Linderung
- Nelken: Ein bewährtes Hausmittel
- Kühlen Sie die betroffene Stelle
- Zwiebeln und Knoblauch gegen Bakterien
- Salzwasser: Ein Allround-Talent
- Wirsingblätter für abschwellende Wirkung
- Ölziehen für eine gesunde Mundflora
- Salbei: Ein natürliches Schmerzmittel
- Akupressur für Linderung
- Wann sollte ich zum Zahnarzt gehen?
- Häufig gestellte Fragen
- Zusammenfassung
Was hilft gegen Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
Die folgenden Hausmittel können bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft kurzfristig die Schmerzen lindern und die Zeit bis zum Zahnarztbesuch erträglicher machen.
Öle und Tee für Linderung
Salbeitee und Kamillentee wirken bei Zahnschmerzen als Mundspülung oder zum Gurgeln leicht desinfizierend und entzündungshemmend. Sie helfen auch bei Schmerzen durch entzündete Stellen am Zahnfleisch. Kokosöl hat eine antibakterielle Wirkung und hilft deshalb gut gegen Entzündungen im Mundraum. Mit Teebaumöl oder Schwarzkümmelöl behandeln Sie Zahnschmerzen ebenfalls oft erfolgreich.
Nelken: Ein bewährtes Hausmittel
Nelken sind ein seit Jahrhunderten bekanntes Hausmittel gegen Zahnschmerzen. Legen Sie eine ganze Gewürznelke auf den betroffenen Zahn und kauen Sie darauf für eine betäubende Wirkung. Für diese Wirkung ist der enthaltene Stoff Eugenol verantwortlich. Alternativ klemmen Sie eine Nelke zwischen Wange und Zahn ein. Oder Sie spülen Ihren Mund mit einem Nelkenaufguss. Nelkenöl tupfen Sie hingegen am besten mit einem Wattestäbchen direkt auf die schmerzende Stelle auf.
Vorsicht: Gewürznelken können die empfindliche Mundschleimhaut reizen. Stellen Sie eine Reaktion fest, entfernen Sie die Nelke umgehend aus dem Mundraum.
Kühlen Sie die betroffene Stelle
Bei Schwellungen sollten Sie die betreffende Stelle grundsätzlich kühlen. Das senkt die Blutzirkulation, die Gefäße ziehen sich zusammen, der Zahnnerv beruhigt sich. In der Folge kann die Schwellung zurückgehen und auch die Schmerzen nachlassen. Zudem kann die Kälte entzündliche Prozesse verlangsamen. Auch ein eingewickelter Eisakku auf der Wange oder das Spülen mit kaltem Wasser können helfen. Sind der Grund für die Zahnschmerzen allerdings freiliegende Zahnhälse oder sensible Zähne, vermeiden Sie eine direkte Kälteeinwirkung auf die Zähne.
Zwiebeln und Knoblauch gegen Bakterien
Zwiebeln sind bekannt als Mittel gegen Ohrenschmerzen, doch auch gegen Zahnschmerzen helfen sie sehr gut. Einfach eine Zwiebel in kleine Stücke schneiden, in ein Tuch legen und von außen an die betroffene Stelle halten. Auch das Kauen einer Knoblauchzehe kann aufgrund der antibakteriellen Wirkung bei Zahnschmerzen helfen.
Salzwasser: Ein Allround-Talent
Fertigen Sie hierzu eine selbstgemachte Salzlösung an, indem Sie einen Teelöffel Salz in einem Glas mit warmem Wasser auflösen. Lassen Sie die Lösung für maximal zwei Minuten im Mund und gurgeln Sie anschließend das Salzwasser gurgeln. Schlucken Sie es nicht herunter und spülen Sie den Mund anschließend mit klarem Wasser aus. Das Salzwasser hilft gegen Zahnschmerzen, aber auch gegen Zahnfleischentzündungen, indem es die Bakterien aus der infizierten Stelle zieht und Spannungen im Weichgewebe auflöst.
Wirsingblätter für abschwellende Wirkung
Das kann hilfreich bei einer Entzündung sein. Legen Sie frische Wirsingblätter in ein feuchtes Leinentuch und halten Sie es auf die schmerzende Wange. Die Wirkung setzt nach circa einer halben Stunde ein.
Ölziehen für eine gesunde Mundflora
Nutzen Sie zum Ölziehen hochwertiges, kaltgepresstes Öl wie Oliven-, Sesam-, Sonnenblumen- oder Mandelöl. Nehmen Sie einen Löffel Öl in den Mund, ziehen Sie es etwa 15 bis 20 Minuten lang durch die Zahnzwischenräume und spucken es anschließend wieder aus. Wenn Sie möchten, können Sie das Öl vorher leicht erwärmen. Ölziehen sorgt für eine ausgeglichene Mundflora und eine kurzfristige Schmerzlinderung.
Salbei: Ein natürliches Schmerzmittel
Salbei enthält einen Stoff, der die Schmerzwahrnehmung verringern kann. Wenn Sie also beispielsweise mit Salbeitee gurgeln und die schmerzende Stelle spülen oder auf einem Salbeiblatt kauen, kann dies Zahnschmerzen stillen. Vermeiden Sie allerdings eine zu große Dosis: Das enthaltene Thujon kann als leichtes Nervengift auch Nebenwirkungen haben.
Akupressur für Linderung
Die Akupressur ist eine uralte Heilmethode, bei der Sie Ihrem Körper helfen, sich selbst zu helfen. Dazu aktivieren Sie die Akupressur-Punkte. Sie befinden sich an der Außenseite des Handgelenks auf Höhe des Daumens sowie am Nagel des Zeigefingers. Drücken Sie die Punkte oder, wenn das noch nicht hilft, massieren Sie sie unter Druck. Weitere Hilfspunkte, um Zahnschmerzen zu überbrücken, sind die Mitte des Schädeldachs, die Stelle vor dem Ohrläppchen oder die Stelle zwischen Nase und Mund.
Wann sollte ich zum Zahnarzt gehen?
Obwohl Hausmittel bei Zahnschmerzen hilfreich sein können, sollten Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen, wenn die Schmerzen stark sind, länger anhalten oder mit anderen Symptomen wie Fieber oder Schwellungen einhergehen. In der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, die Zähne und das Zahnfleisch regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren zu lassen. Die meisten zahnärztlichen Behandlungen sind auch während der Schwangerschaft sicher.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich während der Schwangerschaft Medikamente gegen Zahnschmerzen einnehmen?
Es gibt einige Medikamente, die während der Schwangerschaft sicher sind, aber es ist wichtig, sich vor der Einnahme von Medikamenten mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt zu besprechen. Einige gängige Schmerzmittel wie Paracetamol (Acetaminophen) sind in der Regel in der Schwangerschaft unbedenklich, aber andere Medikamente wie Ibuprofen sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Wie kann ich Zahnschmerzen während der Schwangerschaft vorbeugen?
Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um Zahnschmerzen während der Schwangerschaft vorzubeugen:
- Regelmäßige Zahnpflege: Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich und verwenden Sie Zahnseide mindestens einmal täglich.
- Gesunde Ernährung: Vermeiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke.
- Regelmäßige Zahnarztbesuche: Lassen Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren und reinigen.
Was sind die Ursachen für Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
Zahnschmerzen in der Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben, darunter:
- Zahnfleischentzündungen (Gingivitis): Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können das Zahnfleisch empfindlicher machen und das Risiko für Zahnfleischentzündungen erhöhen.
- Karies: Karies kann zu Zahnschmerzen führen.
- Zahnbruch: Ein gebrochener Zahn kann starke Schmerzen verursachen.
- Abszess: Eine Ansammlung von Eiter im Zahn oder im Zahnfleisch kann zu starken Schmerzen führen.
Zusammenfassung
Zahnschmerzen in der Schwangerschaft können eine unangenehme Erfahrung sein. Glücklicherweise gibt es einige Hausmittel, die helfen können, die Schmerzen zu lindern. Wenn die Schmerzen stark sind oder länger anhalten, sollten Sie jedoch unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen. Regelmäßige Zahnpflege und gesunde Ernährung können dazu beitragen, Zahnschmerzen während der Schwangerschaft vorzubeugen.
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