Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit, die mit vielen Veränderungen und neuen Erfahrungen verbunden ist. Eine wichtige Rolle dabei spielen die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen, die einen Blick auf das heranwachsende Baby im Bauch ermöglichen. Doch wie oft wird man während der Schwangerschaft zum Ultraschall geschickt? Und was wird bei den einzelnen Untersuchungen gemacht?
- Die drei großen Ultraschalluntersuchungen
- Die erste Ultraschalluntersuchung
- Warum viel trinken vor dem Ultraschall?
- Was kann man auf dem ersten Ultraschallbild sehen?
- Ist ein Bäuchlein in der SSW sichtbar?
- Veränderungen im Geruch- und Geschmackssinn
- Wann verschwindet die Schwangerschaftsübelkeit?
- Die zweite und dritte Ultraschalluntersuchung
- Risikoschwangerschaft
- Häufig gestellte Fragen
- Zusammenfassung
Die drei großen Ultraschalluntersuchungen
In der Regel werden während einer Schwangerschaft drei große Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Diese werden von den Krankenkassen übernommen und sind somit für die Schwangere kostenfrei. Die Untersuchungen sind wichtig, um die Entwicklung des Babys zu kontrollieren und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Die drei Screenings finden in der Regel zu folgenden Zeitpunkten statt:
- Erstes Screening: bis 1Schwangerschaftswoche (SSW)
- Zweites Screening: 1bis 2SSW
- Drittes Screening: 2bis 3SSW
Neben den drei großen Screenings können aus medizinischen Gründen weitere Ultraschalluntersuchungen notwendig sein. Diese werden ebenfalls von den Krankenkassen übernommen. Ein zusätzlicher Ultraschall wird beispielsweise durchgeführt, wenn:
- Bedenken hinsichtlich der Entwicklung des Babys bestehen
- Die Schwangere an einer Risikoschwangerschaft leidet
- Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten
Es ist jedoch nicht möglich, einfach so einen Ultraschall zu bekommen, nur weil man das Baby sehen möchte. Die Untersuchungen dienen in erster Linie der medizinischen Kontrolle und der Sicherheit von Mutter und Kind.
Die erste Ultraschalluntersuchung
Die erste Ultraschalluntersuchung findet in der Regel zwischen der und 1SSW statt. In dieser Zeit ist das Baby zwar noch sehr klein, aber groß genug, um wichtige Informationen zu gewinnen.
Was wird beim ersten Ultraschall gemacht?
Die erste Ultraschalluntersuchung dient vor allem dazu, die korrekte Einnistung des Embryos in der Gebärmutter zu überprüfen. Zudem wird die Länge des Babys gemessen, um den Geburtstermin genauer zu bestimmen. Der Arzt oder die Ärztin kontrolliert außerdem, ob die Größe und Entwicklung des Babys altersentsprechend sind und ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.
In manchen Fällen ist es bereits in dieser frühen Phase möglich, das Geschlecht des Babys zu bestimmen. Wenn Sie das Geschlecht nicht wissen möchten, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vor der Untersuchung mitteilen.
Wie wird der erste Ultraschall durchgeführt?
Die erste Ultraschalluntersuchung wird meist vaginal durchgeführt. Dabei wird ein kleiner Schallkopf in die Scheide eingeführt. Diese Methode ermöglicht eine sehr genaue Darstellung des Babys und der Gebärmutter. Die Untersuchung ist schmerzfrei und für Mutter und Kind ungefährlich.
Warum viel trinken vor dem Ultraschall?
Es wird empfohlen, vor jeder Ultraschalluntersuchung ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Eine volle Blase drückt von unten gegen die Gebärmutter und sorgt für einen besseren Kontrast auf dem Ultraschallbild. Dadurch ist das Baby im Bauch besser zu sehen.
Was kann man auf dem ersten Ultraschallbild sehen?
In der SSW misst das Baby bereits etwa 1,5 bis 2,5 cm. Auf dem Ultraschallbild sind bereits kleine Finger und Zehen erkennbar. Das Baby bewegt seine Arme und Beine und viele Organe, wie zum Beispiel die Leber, sind bereits ausgebildet. Auch das Herz des Babys wird auf seine Funktion überprüft und man kann die Herztöne hören.
Ist ein Bäuchlein in der SSW sichtbar?
Ob man in der SSW bereits ein Bäuchlein sehen kann, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei manchen Frauen ist der Bauch zu diesem Zeitpunkt noch normal, während andere bereits Schwierigkeiten haben, die Hose zu schließen. Oftmals ist das Bäuchlein bei der zweiten Schwangerschaft früher sichtbar als bei der ersten Schwangerschaft.
Veränderungen im Geruch- und Geschmackssinn
Ab der SSW kann sich der Geruch- und Geschmackssinn der Schwangeren verändern. Bestimmte Düfte und Geschmäcker werden intensiver wahrgenommen. Dies ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der das Baby im Bauch vor möglichen Gefahren schützen soll.
Tabakgeruch, bestimmte Käsesorten oder künstliche Duftstoffe können plötzlich unerträglich werden. Es ist wichtig, dem eigenen Instinkt zu vertrauen und alles zu meiden, was unangenehm riecht oder schmeckt. Dies ist zum Wohle von Mutter und Kind.
Wann verschwindet die Schwangerschaftsübelkeit?
Die Schwangerschaftsübelkeit ist ein häufiges Symptom in der frühen Schwangerschaft. Sie tritt meist in der bis 1SSW auf und kann sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In der Regel verschwindet die Übelkeit mit der 1SSW, wenn sich der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel an die Schwangerschaft angepasst haben.
Die zweite und dritte Ultraschalluntersuchung
Die zweite und dritte Ultraschalluntersuchung werden meist über die Bauchdecke durchgeführt. Sie dienen dazu, die weitere Entwicklung des Babys zu kontrollieren und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Zweites Screening (1bis 2SSW)
Beim zweiten Screening wird unter anderem die Größe des Babys gemessen und die Lage der Plazenta überprüft. Außerdem wird das Wachstum des Gehirns und der Organe kontrolliert.
Drittes Screening (2bis 3SSW)
Das dritte Screening dient vor allem dazu, die Position des Babys in der Gebärmutter zu kontrollieren und die Fruchtwassermenge zu überprüfen. Außerdem wird die Plazenta auf ihre Funktion untersucht.
Risikoschwangerschaft
Manchmal spricht man von einer Risikoschwangerschaft. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es automatisch zu Komplikationen kommen wird. Vielmehr werden bestimmte Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft, weil zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden und die Schwangerschaft besonders überwacht wird.
Risikoschwangerschaften können zum Beispiel bei folgenden Faktoren auftreten:
- Diabetes Typ 1 bei der Schwangeren
- Vorherige Fehlgeburt
- Höheres Alter der Schwangeren
Solange alle Untersuchungen normal verlaufen, sollte man sich keine Sorgen machen und die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen.

Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Ultraschalluntersuchung?
Eine Ultraschalluntersuchung dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten. Die Dauer kann jedoch je nach Art der Untersuchung und den individuellen Bedürfnissen variieren.
Ist der Ultraschall schädlich für das Baby?
Nein, der Ultraschall ist für Mutter und Kind ungefährlich. Die Schallwellen sind nicht stark genug, um das Baby zu schädigen.
Kann man das Geschlecht des Babys bei jedem Ultraschall bestimmen?
Nicht bei jedem Ultraschall ist eine Geschlechtsbestimmung möglich. In der Regel kann das Geschlecht des Babys ab der 1SSW bestimmt werden.
Was passiert, wenn beim Ultraschall Auffälligkeiten festgestellt werden?
Wenn beim Ultraschall Auffälligkeiten festgestellt werden, wird der Arzt oder die Ärztin weitere Untersuchungen veranlassen, um die Ursache zu klären. In manchen Fällen ist es notwendig, die Schwangerschaft genauer zu überwachen oder eine Behandlung einzuleiten.
Kann man den Ultraschalltermin verschieben?
Die Ultraschalltermine sollten möglichst eingehalten werden, da sie für die Kontrolle der Schwangerschaft wichtig sind. Wenn es jedoch einen wichtigen Grund gibt, kann der Termin in Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin verschoben werden.
Zusammenfassung
Die Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Betreuung. Sie ermöglichen es, die Entwicklung des Babys zu kontrollieren und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. In der Regel werden drei große Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, die von den Krankenkassen übernommen werden. Neben den drei Screenings können aus medizinischen Gründen weitere Ultraschalluntersuchungen notwendig sein. Die Untersuchungen sind schmerzfrei und für Mutter und Kind ungefährlich.
Solange alle Untersuchungen normal verlaufen, sollte man sich keine Sorgen machen und die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen.
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