Müttersterblichkeit deutschland: zahlen & risiken

Die Geburt eines Kindes ist ein Wunder, aber sie kann auch mit Risiken verbunden sein. In den meisten Fällen verläuft die Schwangerschaft und Geburt ohne Komplikationen, aber es gibt auch Fälle, in denen es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommt. Die Müttersterblichkeit, also die Anzahl der Frauen, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben, ist ein wichtiger Indikator für die Qualität der Gesundheitsversorgung in einem Land.

Inhaltsverzeichnis

Müttersterblichkeit weltweit

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen stirbt weltweit ungefähr alle zwei Minuten eine werdende Mutter. Die Lage ist besonders dramatisch in ärmeren Regionen der Welt sowie Ländern mit Konflikten.

Im Jahr 2020 gab es schätzungsweise 28000 Todesfälle von Müttern während der Schwangerschaft oder der Geburt. Während die Sterberate zwischen den Jahren 2000 und 2015 gesunken ist, stagniert sie seitdem praktisch oder ist regional sogar gestiegen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, als viele Kliniken sich überwiegend um Corona-Infizierte kümmern mussten, sind in den Daten noch nicht abgebildet.

Gründe für die hohe Müttersterblichkeit

Die häufigsten Gründe für Todesfälle von Müttern während der Schwangerschaft oder der Geburt sind:

  • Schwere Blutungen : Nach der Geburt kann es zu starken Blutungen kommen, wenn sich die Gebärmutter nicht richtig zusammenzieht.
  • Bluthochdruck : Bluthochdruck während der Schwangerschaft kann zu Krampfanfällen, Schlaganfällen und anderen Komplikationen führen.
  • Infektionen : Infektionen während der Schwangerschaft oder der Geburt können zu Sepsis führen.
  • Unsichere Abtreibungen : Abtreibungen, die nicht von qualifiziertem medizinischem Personal durchgeführt werden, können zu schweren Komplikationen führen.
  • Andere Krankheiten : Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria können durch eine Schwangerschaft verschärft werden.

Müttersterblichkeit in Deutschland

In Deutschland ist die Müttersterblichkeit im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig. Im Jahr 2020 lag die Zahl bei unter vier gestorbenen Müttern pro 100.000 Lebendgeborenen.

Dies ist auf die gute Gesundheitsversorgung in Deutschland zurückzuführen. Schwangere Frauen haben Zugang zu qualifizierter medizinischer Versorgung, einschließlich Vorsorgeuntersuchungen und Notfallversorgung.

Trotz der niedrigen Müttersterblichkeit in Deutschland ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und die Gesundheitsversorgung von Schwangeren zu verbessern.

Wie gefährlich ist eine Geburt für die Mutter?

Die Geburt eines Kindes ist ein natürlicher Prozess, aber sie kann auch mit Risiken verbunden sein. Lebensbedrohliche Notfälle während der Geburt und im Wochenbett können sowohl die Mutter als auch das Baby betreffen.

Häufige lebensbedrohliche Komplikationen

  • Thrombose und Embolie : Thrombosen und Embolien sind häufige Komplikationen, die mit einer Häufigkeit von 1:000 auftreten. Besonders gefährdet sind Schwangere nach einer Kinderwunschbehandlung, bei erhöhter Gerinnungsneigung oder bei Thrombose-Erkrankungen in der Familie, zudem übergewichtige Bluthochdruckpatientinnen, bettlägerige Schwangere mit vorzeitigen Wehen, Mehrlingsschwangere sowie Patientinnen mit einer Placenta praevia (eine Plazenta, die vor dem Muttermund liegt) oder einer vorzeitigen Plazentalösung.
  • Blutungen : Schwere Blutungen sind eine der häufigsten lebensgefährlichen Situationen. Nach der Geburt löst sich die Plazenta normalerweise innerhalb der ersten 30 Minuten von der Wand der Gebärmutter. Die Gebärmutter zieht sich zusammen und die Blutgefäße schließen sich. In manchen Fällen treten jedoch nach der Ablösung der Plazenta erhebliche Blutungen auf, wenn sich der überdehnte Gebärmuttermuskel nach einer langen Geburt nicht regelrecht zusammenzieht (Uterusatonie).
  • Blutdruck-Krisen und Gestosen : Schwangerschaftsbedingte Krampfanfälle mit und ohne Bluthochdruckkrisen, Schlaganfall und sehr selten Herzinfarkt und Einreißen der Hauptschlagader sind die besonderen Gefahren für Frauen mit einer Gestose.
  • Sepsis : Falls während oder nach der Geburt Bakterien in die Blutbahn der Mutter eintreten, so kann sich daraus ein gefürchtetes Wochenbettfieber entwickeln.
  • Fruchtwasser-Embolie : Gefürchtet ist auch das Eindringen von Fruchtwasser in die Blutbahn der Mutter, das schlagartig eine sogenannte Fruchtwasser-Embolie auslösen kann.
  • Herzkrankheiten : Frauen mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern oder -krankheiten oder nach früheren Herzoperationen sind während der Geburt besonders gefährdet.

Risikofaktoren für Komplikationen

Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt erhöhen. Dazu gehören:

  • Alter der Mutter : Frauen, die unter 18 oder über 35 Jahre alt sind, haben ein höheres Risiko für Komplikationen.
  • Mehrlingsschwangerschaft : Mehrlingsschwangerschaften erhöhen das Risiko für Komplikationen.
  • Vorherige Komplikationen : Frauen, die in der Vergangenheit Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt hatten, haben ein höheres Risiko für Komplikationen in einer späteren Schwangerschaft.
  • Gesundheitszustand der Mutter : Frauen mit bestimmten Gesundheitszuständen, wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen, haben ein höheres Risiko für Komplikationen.
  • Rauchen und Alkoholkonsum : Rauchen und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft erhöhen das Risiko für Komplikationen.
  • Medikamenten- oder Drogenkonsum : Medikamenten- oder Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann zu Komplikationen führen.

Wie kann die Müttersterblichkeit gesenkt werden?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die zur Senkung der Müttersterblichkeit beitragen können:

  • Verbesserung der Gesundheitsversorgung : Schwangere Frauen müssen Zugang zu qualifizierter medizinischer Versorgung haben, einschließlich Vorsorgeuntersuchungen, Notfallversorgung und Geburtshilfe.
  • Frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren : Risikofaktoren für Komplikationen müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
  • Verbesserung der Familienplanung : Frauen sollten Zugang zu Verhütungsmitteln haben, um ihre Schwangerschaften planen und ihre Gesundheit dadurch besser schützen zu können.
  • Verbesserung der Hygiene : Bessere Hygienemaßnahmen können das Risiko für Infektionen während der Schwangerschaft und Geburt senken.
  • Verbesserung der Bildung : Frauen müssen über die Risiken der Schwangerschaft und Geburt informiert werden und über die Möglichkeiten, ihre Gesundheit zu schützen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Müttersterblichkeit in Deutschland?

In Deutschland ist die Müttersterblichkeit sehr niedrig. Im Jahr 2020 lag die Zahl bei unter vier gestorbenen Müttern pro 100.000 Lebendgeborenen.

Welche Risiken gibt es bei einer Geburt?

Es gibt eine Reihe von Risiken, die mit einer Geburt verbunden sind. Dazu gehören schwere Blutungen, Bluthochdruck, Infektionen, Thrombosen und Embolien, Fruchtwasser-Embolie und Herzkrankheiten.

Wie kann man das Risiko für Komplikationen bei einer Geburt senken?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die das Risiko für Komplikationen bei einer Geburt senken können. Dazu gehören eine gesunde Lebensweise während der Schwangerschaft, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren und die Zusammenarbeit mit qualifiziertem medizinischem Personal.

Wie kann ich mich auf eine Geburt vorbereiten?

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich auf eine Geburt vorzubereiten. Dazu gehören die Teilnahme an Geburtsvorbereitungskursen, die Lektüre von Büchern über Schwangerschaft und Geburt und die Kommunikation mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Was passiert, wenn es bei der Geburt zu Komplikationen kommt?

Wenn es bei der Geburt zu Komplikationen kommt, wird Ihr Arzt oder Ihre Hebamme alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Sie und Ihr Baby zu schützen. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, einen Kaiserschnitt durchzuführen oder andere medizinische Eingriffe vorzunehmen.

Schlussfolgerung

Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und lebensveränderndes Ereignis. Es ist jedoch wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein, die mit einer Geburt verbunden sind. Durch eine gute Gesundheitsversorgung, eine frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren und eine enge Zusammenarbeit mit qualifiziertem medizinischem Personal können die Risiken für Komplikationen bei der Geburt minimiert werden.

Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.

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