Mittelohrentzündung: ursachen, symptome & behandlung

Eine Mittelohrentzündung, auch bekannt als Otitis media, ist eine häufige Erkrankung, die vor allem bei Kindern auftritt. Sie entsteht, wenn sich das Mittelohr entzündet. Das Mittelohr ist der Hohlraum hinter dem Trommelfell, der mit Luft gefüllt ist.

Die Symptome einer Mittelohrentzündung können von leichten Schmerzen bis hin zu starken Schmerzen reichen. In einigen Fällen kann es zu Fieber, Erbrechen und Durchfall kommen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen einer Mittelohrentzündung

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Mittelohrentzündung. Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit Bakterien oder Viren.

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Die Infektion gelangt in der Regel über die Ohrtrompete, einen kleinen Kanal, der das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbindet, ins Mittelohr.

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Wie gelangen Bakterien und Viren ins Mittelohr?

  • In Folge eines Schnupfens oder von Halsschmerzen : Bakterien oder Viren können vom Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete in das Mittelohr aufsteigen. Die im Zuge des Infekts geschwollene Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raums verschlechtert die Belüftung des Mittelohrs und begünstigt so eine Ausbreitung der Keime.
  • Durch ein defektes Trommelfell : Seltener gelangen Erreger durch ein defektes Trommelfell, etwa nach dem unsachgemäßen Gebrauch von Wattestäbchen (traumatische Perforation), in das Mittelohr.
  • Über die Blutbahn : Der Infektionsweg über die Blutbahn in Folge einer Masern- oder Scharlach-Erkrankung tritt heutzutage kaum noch auf (Masern-Otitis, Scharlach-Otitis, s. Auch Sonderformen der AMO).

Die häufigsten bakteriellen Erreger einer akuten Mittelohrentzündung im Kindesalter sind:

  • Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae)
  • Haemophilus influenzae
  • Streptococcus pyogenes
  • Staphylococcus aureus
  • Moraxella catarrhalis

In mehr als 70% der Fälle sind Pneumokokken und Haemophilus influenzae für Mittelohrentzündungen bei Säuglingen und Kleinkindern verantwortlich. Der bakterielle Befall des Mittelohrs ist häufig eine Superinfektion nach einer viralen Ersterkrankung. Grippe-Viren und Herpes-Viren gehören zu den Viren, die direkt eine akute Mittelohrentzündung auslösen können.

Risikofaktoren für eine Mittelohrentzündung

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen können. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Alter : Kleinkinder sind besonders anfällig für Mittelohrentzündungen, da ihre Ohrtrompeten noch nicht vollständig entwickelt sind und so leichter verstopfen können.
  • Saison : Mittelohrentzündungen treten häufiger im Winterhalbjahr auf, da in dieser Zeit die Erkältungsgefahr erhöht ist.
  • Rauchen : Passivrauchen durch rauchende Familienmitglieder kann das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Allergien : Allergien können das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen, da sie die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum reizen und so die Ohrtrompete verstopfen können.
  • Grunderkrankungen : Kinder mit Grunderkrankungen wie Funktionsstörungen der Tube, einer Gaumenspalte, einem geschwächten Immunsystem oder Allergien sind anfälliger für Mittelohrentzündungen.
  • Kindergartenbesuch : Der tägliche Kontakt zu vielen anderen Kindern im Kindergarten erhöht das Risiko für eine Mittelohrentzündung, da die Kinder so mehr Krankheitserregern ausgesetzt sind.
  • Schnuller : Der ständige Gebrauch von Schnullern kann das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen, da er die Ohrtrompete verstopfen kann.
  • Vergrößerte Rachenmandel : Eine vergrößerte Rachenmandel kann die Ohrtrompete verstopfen und so das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Flugreisen : Flugreisen mit Schnupfen können bei Kindern und Erwachsenen die Gefahr für die Entwicklung einer akuten Mittelohrentzündung steigern.
  • Langanhaltende Erkältungen : Langanhaltende Erkältungen können bei Kindern und Erwachsenen die Gefahr für die Entwicklung einer akuten Mittelohrentzündung steigern.

Symptome einer Mittelohrentzündung

Die Symptome einer Mittelohrentzündung können je nach Schweregrad der Erkrankung variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Ohrenschmerzen : Ohrenschmerzen sind das häufigste Symptom einer Mittelohrentzündung. Die Schmerzen können stark und pulsierend sein und oft auch nachts stärker sein.
  • Druck- und Völlegefühl im Ohr : Betroffene haben oft das Gefühl, dass sich ihr Ohr voll anfühlt.
  • Hörverlust : Eine Mittelohrentzündung kann zu einem vorübergehenden Hörverlust führen.
  • Fieber : Fieber ist ein häufiges Symptom einer Mittelohrentzündung, insbesondere bei Kindern.
  • Reizbarkeit : Kinder mit einer Mittelohrentzündung können gereizt und unruhig sein.
  • Schlafstörungen : Die Schmerzen und der Druck im Ohr können zu Schlafstörungen führen.
  • Appetitlosigkeit : Kinder mit einer Mittelohrentzündung können Appetitlosigkeit haben.
  • Erbrechen : Erbrechen kann bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer Mittelohrentzündung auftreten.
  • Durchfall : Durchfall kann bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer Mittelohrentzündung auftreten.
  • Tinnitus : In einigen Fällen kann es zu Tinnitus kommen, einem Klingeln oder Pfeifen im Ohr.

Diagnose einer Mittelohrentzündung

Ein Arzt kann eine Mittelohrentzündung in der Regel anhand der Symptome diagnostizieren. In einigen Fällen kann eine Untersuchung des Ohres mit einem Otoskop erforderlich sein.

Ein Otoskop ist ein Instrument, das es dem Arzt ermöglicht, in das Ohr zu schauen. Mit dem Otoskop kann der Arzt das Trommelfell und das Mittelohr untersuchen.

Behandlung einer Mittelohrentzündung

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. In vielen Fällen kann die Mittelohrentzündung mit Medikamenten behandelt werden.

Schmerzmittel : Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können die Schmerzen lindern.

Antibiotika : Wenn die Mittelohrentzündung durch Bakterien verursacht wird, kann ein Arzt Antibiotika verschreiben. Antibiotika sind jedoch nicht immer notwendig, da viele Mittelohrentzündungen von selbst abheilen.

Nasentropfen : Nasentropfen können helfen, die Ohrtrompete zu öffnen und so den Abfluss von Flüssigkeit aus dem Mittelohr zu fördern.

Operation : In seltenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um das Mittelohr zu entlasten.

Hausmittel bei einer Mittelohrentzündung

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die bei einer Mittelohrentzündung helfen können, die Symptome zu lindern. Zu den bekanntesten Hausmitteln gehören:

  • Wärme : Eine warme Kompresse auf das Ohr kann die Schmerzen lindern.
  • Salzwasser : Eine Lösung aus warmem Salzwasser kann in das Ohr geträufelt werden, um die Schmerzen zu lindern und das Abfließen von Flüssigkeit zu fördern.
  • Zwiebelsaft : Zwiebelsaft kann in das Ohr geträufelt werden, um die Schmerzen zu lindern.
  • Knoblauch : Knoblauch kann in das Ohr geträufelt werden, um die Schmerzen zu lindern.
  • Ingwer : Ingwertee kann helfen, die Schmerzen zu lindern.

Wichtig : Es ist wichtig, dass Sie sich an einen Arzt wenden, wenn Sie eine Mittelohrentzündung haben. Hausmittel können zwar die Symptome lindern, aber sie ersetzen nicht die Behandlung durch einen Arzt.

Komplikationen einer Mittelohrentzündung

In den meisten Fällen heilt eine Mittelohrentzündung ohne Komplikationen ab. Es kann jedoch zu Komplikationen kommen, wenn die Mittelohrentzündung nicht richtig behandelt wird. Zu den möglichen Komplikationen gehören:

  • Chronische Mittelohrentzündung : Eine chronische Mittelohrentzündung ist eine langwierige Entzündung des Mittelohrs, die zu einem dauerhaften Hörverlust führen kann.
  • Trommelfellperforation : Eine Trommelfellperforation ist ein Loch im Trommelfell, das durch eine Mittelohrentzündung entstehen kann.
  • Mastoiditis : Eine Mastoiditis ist eine Entzündung des Mastoids, eines knöchernen Hohlraums hinter dem Ohr, die durch eine Mittelohrentzündung entstehen kann.
  • Meningitis : Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, die durch eine Mittelohrentzündung entstehen kann.
  • Gehörlos : In seltenen Fällen kann eine Mittelohrentzündung zu Gehörlosigkeit führen.

Vorbeugung einer Mittelohrentzündung

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko für eine Mittelohrentzündung zu verringern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

  • Händewaschen : Regelmäßiges Händewaschen kann helfen, die Ausbreitung von Bakterien und Viren zu verhindern.
  • Impfung : Die Impfung gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae kann das Risiko für eine Mittelohrentzündung verringern.
  • Rauchen vermeiden : Rauchen kann das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Allergien behandeln : Allergien können das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen. Es ist wichtig, Allergien zu behandeln.
  • Schnuller nur bei Bedarf verwenden : Der ständige Gebrauch von Schnullern kann das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Vermeiden von Flugreisen mit Schnupfen : Flugreisen mit Schnupfen können das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Langanhaltende Erkältungen behandeln : Langanhaltende Erkältungen können das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Mittelohrentzündung?

Eine Mittelohrentzündung ist eine Entzündung des Mittelohrs, des Hohlraums hinter dem Trommelfell. Sie wird in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren verursacht.

Wie lange dauert es, bis eine Mittelohrentzündung weg ist?

Die Dauer einer Mittelohrentzündung variiert von Person zu Person. In den meisten Fällen heilt sie innerhalb von 1-2 Wochen ab. In einigen Fällen kann sie jedoch auch länger dauern.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Sie sollten zum Arzt gehen, wenn Sie starke Ohrenschmerzen haben, Fieber haben oder wenn die Schmerzen länger als 2-3 Tage anhalten.

Kann eine Mittelohrentzündung gefährlich sein?

In den meisten Fällen ist eine Mittelohrentzündung nicht gefährlich. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Komplikationen wie einer chronischen Mittelohrentzündung, einer Trommelfellperforation oder einer Meningitis kommen.

Wie kann ich eine Mittelohrentzündung vorbeugen?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko für eine Mittelohrentzündung zu verringern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören regelmäßiges Händewaschen, die Impfung gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae, das Vermeiden von Rauchen und die Behandlung von Allergien.

Zusammenfassung

Eine Mittelohrentzündung ist eine häufige Erkrankung, die vor allem bei Kindern auftritt. Sie wird in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren verursacht. Die Symptome einer Mittelohrentzündung können von leichten Schmerzen bis hin zu starken Schmerzen reichen. In einigen Fällen kann es zu Fieber, Erbrechen und Durchfall kommen. Die Behandlung einer Mittelohrentzündung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. In vielen Fällen kann die Mittelohrentzündung mit Medikamenten behandelt werden. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko für eine Mittelohrentzündung zu verringern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören regelmäßiges Händewaschen, die Impfung gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae, das Vermeiden von Rauchen und die Behandlung von Allergien.

Wenn Sie eine Mittelohrentzündung haben, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Er kann Ihnen die richtige Behandlung verschreiben und Sie über die möglichen Komplikationen informieren.

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