Wochenbett: was braucht mama nach der geburt?

Die Geburt deines Babys ist ein wunderschönes Ereignis, aber auch eine große Umstellung für dich als Mama. In den ersten Wochen nach der Geburt, dem sogenannten Wochenbett, ist es wichtig, dass du dich gut um dich selbst kümmerst und dir die Zeit nimmst, um dich zu erholen und dein Baby kennenzulernen. In diesem Artikel erfährst du, was du nach der Geburt brauchst, um die Zeit im Wochenbett so angenehm wie möglich zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Wochenbett?

Das Wochenbett beginnt mit der abgeschlossenen Geburt der Plazenta (Mutterkuchen) und dauert sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit geht es darum, dass sich die ganze Familie von der Geburt erholt und sich kennenlernt. Alle Familienmitglieder sollen die Möglichkeit haben, sich in ihrer neuen Rolle zu finden und sich gegenseitig neu kennenzulernen. Im besten Fall wird daher ganz viel gekuschelt und geschlafen.

Was braucht Mama im Wochenbett?

Um die Zeit im Wochenbett so entspannt wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, dass du alles Nötige griffbereit hast. Hier ist eine Liste mit wichtigen Dingen, die du für dich und dein Baby einpacken solltest:

Für Mama:

  • Bequeme Kleidung: Im Wochenbett schwitzen viele Frauen sehr stark und es ist einfach ein schönes Gefühl, regelmäßig die Kleidung zu wechseln. Achte darauf, dass die Hosen um den Bauch herum locker sitzen und dass die Oberteile stillfreundlich sind, wenn du vorhast zu stillen.
  • Handtuch/Spucktuch: Es kann schnell mal etwas daneben gehen, umfallen oder auslaufen, deshalb sollte ein Handtuch immer griffbereit sein.
  • Getränke und Snacks: Eine ausgewogene Ernährung ist nach der Geburt sehr wichtig, um dem Körper bei der Regeneration zu helfen. Gerade wenn du stillst, kann es sehr hilfreich sein, kleine energiereiche Snacks in Griffweite zu haben.
  • Stilleinlagen und Brustwarzensalbe: Wenn du vorhast zu stillen, solltest du diese beiden Dinge immer griffbereit haben.
  • Stillkissen: Egal, ob du stillst oder nicht, diese Kissen helfen eine entspannte Position im Bett zu finden.
  • Kleines Licht: Für das Füttern oder Stillen ist es sehr hilfreich, wenn du nicht das große Licht anmachen musst und es im Raum nicht so hell wird.

Im Bad:

  • Wochenbetteinlagen und „normale“ Binden
  • Baumwollunterhosen/Netzhosen
  • Podusche
  • Deo ohne Duftstoffe, übrigens auch für euren Partnerin
  • Parfümfreies Waschgel für den Intimbereich

Hinweis: Am besten verwendest du am Anfang für deinen Intimbereich kein Waschgel/Seife, sondern ausschließlich Wasser. Wenn du jedoch gerne ein Waschgel benutzen möchtest, achte darauf, dass keine Parfüme enthalten sind und es pH-hautneutral ist.

P.S. Es kann auch sinnvoll sein, Trockenshampoo da zu haben. Dort sind zwar oft Duftstoffe enthalten, aber wir wissen auch, wie schwierig es sein kann, jeden Tag zu duschen. Trockenshampoo ist einfach ein schneller Weg, sich ein bisschen besser zu fühlen.

Für dein Baby:

  • Kleidung: Am Anfang braucht es erstmal gar nicht so viel. Was du wirklich an Kleidung für dein Kind benötigst, erfährst du in diesem Beitrag zur Erstausstattung.
  • Spucktücher: Im Gegenteil zur Kleidung kann es hier nicht schaden, einen guten Vorrat zu haben.
  • Windeln: Hier hast du die Wahl zwischen Einmalwindeln und Stoffwindeln. Die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Windeln, haben wir in diesem Beitrag für dich zusammengefasst.
  • Mandelöl: Kann ganz unterschiedlich eingesetzt werden. Beispielsweise um sehr hartnäckige Stuhlreste beim Wickeln sanft zu entfernen. Aber auch für trockene Hautstellen oder eine kleine Babymassage kann das Öl sehr praktisch sein.

Hebammentipps fürs Wochenbett

Hier sind drei Tipps von Hebammen, die dir das Wochenbett erleichtern können:

  • Eisbinden: Diese Eisbinden könnt ihr schon vor der Geburt vorbereiten. Sie können nach der Geburt bei Geburtsverletzungen eingesetzt werden, um das Wohlbefinden zu steigern. Infos zur Herstellung von Eisbinden, findet ihr hier.
  • Quark: Wir können nur empfehlen, eine oder mehrere Packungen Quark im Kühlschrank zu haben. Quark hat viel entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei vielen kleinen Problemen nach der Geburt eingesetzt werden. Zum Beispiel in Form eines Quarkwickels beim Milcheinschuss, beim Milchstau oder bei einer Nagelbettentzündung vom Baby.
  • Massageöl: Sich im eigenen Körper wohlzufühlen kann nach einer Geburt eine Herausforderung sein. Was helfen kann, sind Massagen. Entweder selbst durchgeführt oder vom Partner oder der Partnerin. Dafür ist es sinnvoll, ein Massageöl zuhause zu haben, um die Massage möglichst angenehm zu gestalten.

Was ist wichtig für die Ernährung im Wochenbett?

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um deinen Körper nach der Geburt zu stärken und die Milchproduktion anzuregen. Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß.

Wie kann ich mich im Wochenbett entspannen?

Nimm dir Zeit für dich und dein Baby, genieße die Nähe und Ruhe. Versuche, dich ausreichend zu schlafen und dich zu entspannen. Massagen, warme Bäder und Entspannungstechniken können dir helfen, dich zu erholen.

Was kann ich gegen Schmerzen im Wochenbett tun?

Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme über deine Beschwerden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schmerzen zu lindern, zum Beispiel Schmerzmittel oder Wärmetherapie.

Wie lange dauert es, bis sich mein Körper nach der Geburt erholt hat?

Die Erholungszeit ist individuell unterschiedlich und hängt von der Art der Geburt und deiner körperlichen Verfassung ab. In der Regel dauert es etwa 6-8 Wochen, bis sich dein Körper vollständig erholt hat.

Was sollte ich tun, wenn ich mich im Wochenbett nicht wohlfühle?

Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme. Es ist wichtig, dass du deine Sorgen und Befürchtungen ernst nimmst und dir Hilfe holst, wenn du sie benötigst.

Zusammenfassung

Das Wochenbett ist eine besondere Zeit, in der du dich und dein Baby kennenlernst und dich von der Geburt erholst. Es ist wichtig, dass du dich gut um dich selbst kümmerst und dir die Zeit nimmst, um zu entspannen und zu regenerieren. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung kannst du die Zeit im Wochenbett genießen und die ersten Wochen mit deinem Baby in vollen Zügen erleben.

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