Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und lebensveränderndes Erlebnis. Doch die hormonellen Umstellungen und die körperliche Belastung während der Schwangerschaft und Geburt können zu verschiedenen Beschwerden führen, darunter auch Verstopfung. Diese kann besonders in der Stillzeit sehr unangenehm sein und die Freude am neuen Familienleben trüben. Doch keine Sorge, es gibt viele natürliche Hausmittel, die Ihnen helfen können, die Verdauung wieder in Schwung zu bringen und die Verstopfung schnell und effektiv zu lindern.
Die Ursachen für Verstopfung nach der Geburt
Verstopfung nach der Geburt ist ein häufiges Problem, das viele Frauen betrifft. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Verstopfung führen können:
- Hormonelle Umstellungen: Während der Schwangerschaft produziert der Körper das Hormon Progesteron, das die Muskulatur des Darms entspannt und die Darmtätigkeit verlangsamt. Nach der Geburt dauert es einige Zeit, bis sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert und die Darmmuskulatur wieder ihre normale Funktion aufnimmt.
- Dehydration: Durch den erhöhten Flüssigkeitsbedarf während der Stillzeit kann es zu Dehydration kommen. Dies wiederum kann die Darmtätigkeit verlangsamen und Verstopfung begünstigen.
- Ernährung: Eine ballaststoffarme Ernährung, die typisch für die Schwangerschaft ist, kann zu Verstopfung führen. Auch die Einnahme von Eisenpräparaten, die häufig während der Schwangerschaft verordnet werden, kann die Darmtätigkeit verlangsamen.
- Bewegungsmangel: Nach der Geburt haben viele Frauen wenig Zeit und Gelegenheit, sich zu bewegen. Dies kann zu einer Verlangsamung der Darmtätigkeit führen.
- Druck auf den Darm: Die Gebärmutter braucht nach der Geburt einige Zeit, um sich wieder auf ihre ursprüngliche Größe zu verkleinern. In dieser Zeit kann es zu einem Druck auf den Darm kommen, der die Darmtätigkeit behindert.
Hausmittel gegen Verstopfung nach der Geburt
Neben einer ballaststoffreichen Ernährung und ausreichend Flüssigkeit können verschiedene Hausmittel helfen, die Verstopfung zu lindern.
Ballaststoffreiche Ernährung
Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile von pflanzlichen Lebensmitteln, die den Stuhlgang volumiger machen und die Darmtätigkeit anregen.
- Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Müsli mit Vollkornflocken
- Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Erbsen
- Gemüse: Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Karotten, Zucchini
- Obst: Äpfel, Birnen, Bananen, Beeren
Es ist wichtig, die Ballaststoffzufuhr schrittweise zu erhöhen, um Blähungen und Bauchschmerzen zu vermeiden.
Ausreichend Flüssigkeit
Genügend Flüssigkeit ist essenziell für eine reibungslose Darmtätigkeit. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag. Auch ungesüßter Tee, Obst- und Gemüsesäfte sind empfehlenswert.
Bewegung
Bewegung regt die Darmtätigkeit an und hilft, den Stuhlgang zu erleichtern. Gehen Sie täglich spazieren, schwimmen Sie oder machen Sie andere sanfte Übungen, die Ihnen guttun.
Hausmittel
Neben einer ballaststoffreichen Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und Bewegung können verschiedene Hausmittel die Verdauung anregen und Verstopfung lindern.
- Leinsamen: Leinsamen sind reich an Ballaststoffen und Schleimstoffen, die den Stuhlgang weich machen und die Darmtätigkeit anregen. Sie können Leinsamen einfach in Joghurt, Müsli oder Smoothies geben.
- Flohsamenschalen: Flohsamenschalen sind ebenfalls reich an Ballaststoffen und wirken als natürliches Abführmittel. Sie können Flohsamenschalen in Wasser oder Saft einrühren und trinken.
- Pflaumen: Pflaumen sind reich an Sorbitol, einem natürlichen Zuckeralkohol, der abführend wirkt. Essen Sie täglich ein paar Pflaumen oder trinken Sie Pflaumensaft.
- Birnen: Birnen enthalten viel Pektin, ein löslicher Ballaststoff, der den Stuhlgang weich macht und die Darmtätigkeit anregt.
- Getrocknete Aprikosen: Getrocknete Aprikosen sind reich an Ballaststoffen und Kalium, das die Darmtätigkeit anregt.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
In den meisten Fällen lässt sich Verstopfung nach der Geburt mit Hausmitteln gut behandeln. Wenn die Verstopfung jedoch länger als eine Woche anhält oder mit starken Schmerzen, Fieber oder Blut im Stuhl verbunden ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Verstopfung nach der Geburt
Kann ich während der Stillzeit Abführmittel einnehmen?
Es gibt einige Abführmittel, die während der Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden können. Dazu gehören zum Beispiel Macrogol-Präparate wie Movicol® und Flohsamenschalen. Auch Lactulose ist ein Mittel der Wahl bei Verstopfung in der Stillzeit. Natriumpicosulfat (z.B. Dulcolax® NP Tropfen) ist ebenfalls in der Stillzeit einsetzbar. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um das für Sie geeignete Abführmittel zu finden.

Was kann ich tun, wenn der Stuhlgang nicht raus will?
Wenn der Stuhlgang nicht raus will, können Sie versuchen, die Darmtätigkeit mit Hilfe von Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und ballaststoffreicher Ernährung anzuregen. Wenn dies nicht hilft, können Sie ein mildes Abführmittel einnehmen.
Welches Getränk wirkt abführend?
Es gibt viele Getränke, die abführend wirken können. Dazu gehören zum Beispiel:
- Pflaumensaft: Pflaumensaft ist reich an Sorbitol, einem natürlichen Zuckeralkohol, der abführend wirkt.
- Apfelsaft: Apfelsaft enthält viel Pektin, ein löslicher Ballaststoff, der den Stuhlgang weich macht und die Darmtätigkeit anregt.
- Birnensaft: Birnensaft enthält ebenfalls viel Pektin und wirkt abführend.
- Wasser: Wasser ist wichtig für eine reibungslose Darmtätigkeit. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag.
Wie kann ich Verstopfung vorbeugen?
Um Verstopfung vorzubeugen, sollten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend Flüssigkeit trinken und sich regelmäßig bewegen.
Fazit
Verstopfung nach der Geburt ist ein häufiges Problem, das sich in den meisten Fällen mit Hausmitteln gut behandeln lässt. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung, trinken Sie ausreichend Flüssigkeit und bewegen Sie sich regelmäßig. Wenn die Verstopfung länger als eine Woche anhält oder mit starken Schmerzen, Fieber oder Blut im Stuhl verbunden ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
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