Diphtherie symptome: gefahr für ungeimpfte

Diphtherie ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Diese Krankheit kann sowohl die Atemwege als auch die Haut betreffen und ist besonders gefährlich für ungeimpfte Kinder und ältere Menschen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Symptome, Ursachen, Übertragung, Behandlung und Vorbeugung von Diphtherie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Diphtherie?

Diphtherie ist eine bakterielle Infektion, die durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Dieses Bakterium produziert ein starkes Gift (Diphtherietoxin), das schwere Schäden an den Geweben verursachen kann. Es gibt zwei Hauptformen der Diphtherie:

  • Respiratorische Diphtherie: Diese Form betrifft die oberen Atemwege, insbesondere die Rachenmandeln und den Kehlkopf.
  • Kutaner Diphtherie: Diese Form betrifft die Haut und verursacht wunde Stellen, die sich mit einer dicken, grauen Membran bedecken.

Die respiratorische Diphtherie ist die häufigere Form der Krankheit. Sie kann zu schweren Komplikationen führen, wie z. B. Atemnot, Herzversagen und Lähmungen.

Symptome von Diphtherie

Die Symptome von Diphtherie können je nach Form der Krankheit unterschiedlich sein. Die häufigsten Symptome der respiratorischen Diphtherie sind:

  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit
  • Pfeifender Atem
  • Lymphknotenschwellungen
  • Graue, weiße Beläge im Rachen

Die Symptome der kutanen Diphtherie sind:

  • Wunde Stellen auf der Haut
  • Dicke, graue Membranen auf den Wunden
  • Schmerzen und Schwellungen

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Diphtherie auch zu folgenden Symptomen führen:

  • Nasendiphtherie mit eitrig-blutigem Schnupfen
  • Eingeschränkte Nasenatmung
  • Unruhe
  • Gestörte Nahrungsaufnahme

Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Diphtherie kann schnell lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Wie wird Diphtherie übertragen?

Diphtherie wird in der Regel durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Das bedeutet, dass die Krankheit durch den Kontakt mit Speichel, Schleim oder Nasensekret einer infizierten Person übertragen werden kann. Dies kann durch folgende Aktivitäten geschehen:

  • Husten
  • Niesen
  • Körperlicher Kontakt
  • Teilen von Besteck oder Trinkgläsern

In seltenen Fällen kann Diphtherie auch durch Kontakt mit verunreinigten Gegenständen oder durch direkten Kontakt mit einer wunden Stelle einer Person mit kutaner Diphtherie übertragen werden.

Komplikationen von Diphtherie

Diphtherie kann zu einer Reihe von schwerwiegenden Komplikationen führen. Zu den häufigsten Komplikationen gehören:

  • Atemnot : Die Membranen, die sich im Rachen bilden, können die Atemwege blockieren und zu Atemnot führen. In schweren Fällen kann die Atemnot zum Tod führen.
  • Herzmuskelentzündung : Das Diphtherietoxin kann das Herz schädigen und zu einer Herzmuskelentzündung führen. Dies kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzversagen und sogar zum Tod führen.
  • Nervenschäden : Das Diphtherietoxin kann auch die Nerven schädigen, was zu Lähmungen führen kann. Diese Lähmungen können die Gliedmaßen, den Rachen oder die Augen betreffen.
  • Nierenversagen : Das Diphtherietoxin kann die Nieren schädigen und zu Nierenversagen führen.
  • Leberschäden : Das Diphtherietoxin kann auch die Leber schädigen.

Die Sterblichkeitsrate bei Diphtherie ist hoch, insbesondere bei ungeimpften Kindern und älteren Menschen. Mit einer rechtzeitigen Behandlung mit Antibiotika und einem Gegengift kann die Sterblichkeitsrate jedoch deutlich gesenkt werden.

Diagnose von Diphtherie

Wenn ein Arzt vermutet, dass eine Person an Diphtherie erkrankt ist, wird er einen Abstrich des Rachens oder der Haut entnehmen. Dieser Abstrich wird dann im Labor untersucht, um das Vorhandensein des Corynebacterium diphtheriae -Bakteriums zu bestätigen.

Behandlung von Diphtherie

Die Behandlung von Diphtherie umfasst in der Regel folgende Maßnahmen:

  • Antibiotika : Antibiotika werden eingesetzt, um das Corynebacterium diphtheriae -Bakterium zu töten.
  • Gegengift : Ein Gegengift wird verwendet, um das Diphtherietoxin zu neutralisieren.
  • Sauerstofftherapie : Bei Atemnot wird Sauerstofftherapie eingesetzt, um die Atmung zu erleichtern.
  • Intensivmedizinische Behandlung : In schweren Fällen kann eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein.

Die Behandlung von Diphtherie sollte immer unter Aufsicht eines Arztes erfolgen.

Vorbeugung von Diphtherie

Die beste Vorbeugung gegen Diphtherie ist die Impfung. Die Diphtherie-Impfung ist sehr wirksam und schützt vor einer schweren Erkrankung. Die Impfung wird in der Regel im Rahmen des Kinderimpfprogramms verabreicht.

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt folgende Impfungen:

Impfschema für Diphtherie

AlterImpfung
2 MonateImpfung
4 MonateImpfung
11 MonateImpfung
5-6 JahreAuffrischimpfung
9-16 JahreAuffrischimpfung
ab 17 JahrenAuffrischimpfung alle 10 Jahre

Die Diphtherie-Impfung wird in der Regel in Kombination mit anderen Impfstoffen, wie z. B. Tetanus, Keuchhusten und Polio, verabreicht.

Zusätzlich zur Impfung können folgende Maßnahmen helfen, das Risiko einer Diphtherie-Infektion zu senken:

  • Hände waschen : Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Wasser und Seife, insbesondere nach dem Kontakt mit anderen Menschen.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge : Bedecken Sie Mund und Nase beim Husten und Niesen mit der Armbeuge, um die Verbreitung von Tröpfchen zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit erkrankten Personen : Wenn Sie wissen, dass jemand an Diphtherie erkrankt ist, vermeiden Sie engen Kontakt mit dieser Person.

Häufig gestellte Fragen zu Diphtherie

Kann man trotz Impfung an Diphtherie erkranken?

Ja, es ist möglich, trotz Impfung an Diphtherie zu erkranken. Die Impfung schützt zwar vor einer schweren Erkrankung, aber sie kann den Schutz vor einer leichten Infektion nicht vollständig verhindern. Die Impfung kann auch mit der Zeit nachlassen, so dass eine Auffrischimpfung notwendig sein kann.

symptome von diphtherie - Was passiert wenn man Diphtherie nicht behandelt

Wie lange dauert es, bis die Diphtherie-Impfung wirkt?

Der Impfschutz gegen Diphtherie baut sich nach der ersten Impfung in der Regel innerhalb von 2-4 Wochen auf.

Ist Diphtherie in Deutschland noch ein Problem?

Diphtherie ist in Deutschland dank der hohen Impfquote selten geworden. Allerdings ist die Krankheit noch nicht vollständig ausgerottet. Es gibt noch immer Fälle von Diphtherie in Ländern mit einer niedrigen Impfquote.

Was sollte ich tun, wenn ich vermute, dass ich an Diphtherie erkrankt bin?

Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Diphtherie kann schnell lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Fazit

Diphtherie ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Die Krankheit kann zu schweren Komplikationen führen, wie z. B. Atemnot, Herzversagen und Lähmungen. Die beste Vorbeugung gegen Diphtherie ist die Impfung. Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

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