Streptokokken in der schwangerschaft: schutz für ihr baby

Die Schwangerschaft ist eine wunderschöne und aufregende Zeit im Leben einer Frau. Doch neben der Vorfreude auf die Geburt des Kindes können auch Ängste und Sorgen auftreten. Eine davon betrifft die möglichen Risiken für das ungeborene Kind, darunter auch die Gefahr einer Infektion mit Streptokokken. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Streptokokken in der Schwangerschaft, insbesondere über Gruppe-B-Streptokokken (GBS), die eine besondere Gefahr für Neugeborene darstellen können.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Streptokokken?

Streptokokken sind Bakterien, die häufig im menschlichen Körper vorkommen, insbesondere im Darm, in der Nase und im Rachen. Die meisten Streptokokkenarten sind harmlos und verursachen keine Beschwerden. Es gibt jedoch einige Arten, die Krankheiten auslösen können, darunter:

  • Streptococcus pneumoniae : Verursacht Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Meningitis.
  • Streptococcus pyogenes : Verursacht Scharlach, Mandelentzündung und Wundrose.
  • Streptococcus agalactiae : Auch bekannt als Gruppe-B-Streptokokken (GBS). Diese Art ist besonders relevant für Schwangere und Neugeborene.

Gruppe-B-Streptokokken (GBS)

Gruppe-B-Streptokokken (GBS) sind die häufigsten Erreger von Infektionen bei Neugeborenen. Sie sind in etwa 15-30% der Frauen im vaginalen Bereich und im Darm vorhanden. In der Regel verursachen sie bei der Mutter keine Beschwerden. Die Gefahr besteht darin, dass das Baby während der Geburt mit GBS infiziert werden kann.

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Wie gefährlich sind Streptokokken für Neugeborene?

GBS können bei Neugeborenen schwere Infektionen verursachen, darunter:

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  • Sepsis (Blutvergiftung): GBS können in den Blutkreislauf des Neugeborenen gelangen und eine schwere Infektion auslösen, die lebensbedrohlich sein kann.
  • Pneumonie (Lungenentzündung): GBS können die Lunge des Neugeborenen infizieren und zu Atembeschwerden führen.
  • Meningitis (Hirnhautentzündung): GBS können die Hirnhäute des Neugeborenen infizieren und zu schweren neurologischen Schäden führen.

Besonders gefährdet sind Frühgeborene, Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht und Kinder, deren Mütter während der Geburt Fieber haben.

Wie kann man eine GBS-Infektion beim Neugeborenen verhindern?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um das Risiko einer GBS-Infektion beim Neugeborenen zu minimieren:

GBS-Test in der Schwangerschaft

Zwischen der 3und 3Schwangerschaftswoche sollten alle Schwangeren einen GBS-Test durchführen lassen. Dieser Test besteht aus einem Abstrich aus der Vagina und dem Enddarm. Die Kosten für den Test werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

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Antibiotika-Prophylaxe während der Geburt

Wenn bei der Schwangeren GBS im Test nachgewiesen wurden, erhält sie während der Geburt ein Antibiotikum, um das Risiko einer Übertragung auf das Kind zu verringern. Dieses Antibiotikum wird intravenös verabreicht und wirkt prophylaktisch, d.h. Es verhindert eine Infektion des Kindes.

Enge Beobachtung des Neugeborenen

Auch wenn die Mutter während der Geburt ein Antibiotikum erhalten hat, wird das Neugeborene in den ersten Tagen nach der Geburt engmaschig überwacht. Bei Anzeichen einer Infektion wird das Kind sofort behandelt.

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Häufige Fragen zu Streptokokken in der Schwangerschaft

Was sind die Symptome einer GBS-Infektion bei der Mutter?

Die meisten Frauen mit GBS haben keine Symptome. In seltenen Fällen können Symptome wie Vaginalausfluss, Fieber oder Schmerzen im Unterleib auftreten. Diese Symptome sind jedoch nicht spezifisch für GBS und können auch andere Ursachen haben.

Kann ich GBS selbst behandeln?

Nein, GBS können nicht selbst behandelt werden. Wenn Sie schwanger sind und befürchten, dass Sie GBS haben könnten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Sie werden einen Test durchführen und Ihnen die bestmögliche Behandlung empfehlen.

Was passiert, wenn mein Kind während der Geburt eine GBS-Infektion bekommt?

Wenn Ihr Kind während der Geburt eine GBS-Infektion bekommt, wird es sofort mit Antibiotika behandelt. Die meisten Kinder erholen sich von der Infektion vollständig. In einigen Fällen können jedoch bleibende Schäden auftreten, insbesondere bei Frühgeborenen und Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht.

Kann ich GBS an mein Kind übertragen, wenn ich nicht schwanger bin?

Ja, Sie können GBS an Ihr Kind übertragen, wenn Sie nicht schwanger sind. GBS können durch engen Kontakt, wie zum Beispiel Küssen oder Husten, übertragen werden. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind nicht küssen, wenn Sie krank sind. Waschen Sie Ihre Hände häufig und sorgfältig, insbesondere nach dem Kontakt mit Ihrem Kind.

Zusammenfassung

Streptokokken, insbesondere Gruppe-B-Streptokokken (GBS), sind ein wichtiges Thema für Schwangere und Neugeborene. Durch einen GBS-Test in der Schwangerschaft und eine Antibiotika-Prophylaxe während der Geburt kann das Risiko einer GBS-Infektion beim Neugeborenen deutlich reduziert werden. Wenn Sie schwanger sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme über GBS und wie Sie sich und Ihr Kind schützen können.

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