Der Weißstorch (Ciconia ciconia), auch bekannt als Adebar oder Klapperstorch, ist ein faszinierendes Tier, das seit Jahrhunderten die menschliche Fantasie beflügelt. Sein Anblick am Himmel ist ein Symbol für Glück und Hoffnung, insbesondere für werdende Eltern. Doch wie funktioniert die Störche Schwangerschaft ? In diesem umfassenden Artikel werden wir die Lebensweise des Weißstorchs beleuchten, seine Fortpflanzungsgewohnheiten detailliert erklären und die Frage beantworten, wann Störche ihre Jungen bekommen.
Der Weißstorch: Ein Überblick
Der Weißstorch gehört zur Familie der Störche (Ciconiidae) und zur Ordnung der Schreitvögel. Er ist ein großer Vogel mit einer charakteristischen weißen Gefiederfarbe, schwarzen Schwungfedern und einem roten Schnabel und roten Beinen. Der Weißstorch ist ein Langstreckenzieher, der im Sommer in Europa brütet und im Winter in Afrika überwintert.
Kennzeichen des Weißstorchs
- Gefieder: Weiß, nur Schwungfedern und Teile der Oberflügeldecken schwarz
- Schnabel und Beine: Rot gefärbt
- Hals: Im Flug gerade nach vorn gestreckt (Unterschied zu Graureiher!)
- Geschlechter: Nur sehr schwer zu unterscheiden, Schnabel des Männchens meist etwas länger und stärker
- Jungvögel: Nach Ausfliegen nur während der ersten Wochen noch durch ihre schwärzliche Schnabelspitze von Altvögeln zu unterscheiden
Körpermaße
- Größe: Stehend etwa 80 Zentimeter hoch
- Gewicht: 2600 bis 4400 Gramm
- Flügelspannweite: Bis zu 2 Meter
- Schnabellänge: 14-19 Zentimeter
Stimme
Der Weißstorch ist bekannt für sein charakteristisches Klappern, das er zur gegenseitigen Begrüßung und um Feinde vom Nest fernzuhalten verwendet. Dieses Klappern wird oft von einem Fauchen begleitet. Es sind keine weiteren Lautäußerungen bekannt.
Verbreitung und Bestand des Weißstorchs
Der Weißstorch ist in Europa von Portugal im Westen bis etwa zum 40. Längengrad nach Osten verbreitet. Die Nordgrenze verläuft entlang der Ostseeküste. Er besiedelt auch Teile Nordafrikas und Kleinasiens. Eine kleine Brutpopulation existiert in Südafrika.
Der Bestand des Weißstorchs hat im 20. Jahrhundert stark abgenommen, insbesondere in Westdeutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. Seit den 1980er Jahren zeigt sich jedoch eine Trendwende mit zunehmenden Bestandszahlen, vor allem in Spanien, Deutschland und Lettland. In einigen Regionen wird der Weißstorch durch Wiederansiedlungsprojekte gefördert.
Bestandsentwicklung
Die folgende Tabelle zeigt die Bestandsentwicklung des Weißstorchs seit dem 20. Jahrhundert:
| Jahr | Weltweit | Deutschland | Thüringen |
|---|---|---|---|
| 1994 | 16000 | 300 | 23 |
Wanderungen des Weißstorchs
Der Weißstorch ist ein Langstreckenzieher. Es gibt zwei Zugrouten: Die westliche Population zieht meist über Gibraltar, die östliche über den Bosporus. Die Winterquartiere befinden sich in West-, Ost- und Südafrika.
Lebensraum und Nahrung des Weißstorchs
Der Weißstorch bevorzugt offene Landschaften, Feuchtgrünland, Flussniederungen und -auen mit periodischen Überschwemmungen sowie extensiv genutzte Wiesen und Weiden. In Südeuropa und Nordafrika kommt er auch in Trockengebieten vor.
Der Weißstorch ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern, Fröschen, Eidechsen, Schlangen, Fischen, großen Insekten und deren Larven sowie Regenwürmern. Gelegentlich erbeutet er auch Eier und Junge von Bodenbrütern oder frisst Aas.
Verhalten des Weißstorchs
Der Weißstorch ist tagaktiv und segelt nach Möglichkeit. Sein Ruderflug ist schwerfällig. Er sucht seine Nahrung im Gehen. Der Weißstorch ist nistplatztreu. Das Männchen trifft vor dem Weibchen am Nistplatz ein und besetzt möglichst das Nest aus dem Vorjahr. Es kommt zu heftigen Kämpfen mit Besetzern vorjähriger Nester. Die Begrüßung des Partners erfolgt mit Klappern des Schnabels. Außerhalb der Brutzeit leben Störche in kleineren oder größeren Verbänden.
Fortpflanzung des Weißstorchs: Die Störche Schwangerschaft
Der Weißstorch brütet auf Hausdächern, Türmen, Strommasten oder Bäumen. Er nimmt auch gerne künstliche Nestunterlagen wie Wagenräder an. Die Brutzeit beginnt für die Jahresbrut Anfang April und endet Anfang August. Das Gelege umfasst 3-5 (7) Eier, die von beiden Partnern 32 bis 33 Tage bebrütet werden. Nach etwa 2 Monaten verlassen die Jungvögel das Nest.
Die Brutzeit
- Beginn: Anfang April
- Ende: Anfang August
- Gelege: 3-5 (7) Eier
- Brutdauer: 32-33 Tage
- Nestlingszeit: 55-60 Tage
Wann kommen die ersten Störche?
Die ersten Störche kommen im Frühling zurück aus ihren Winterquartieren. Die Ankunft hängt von der Witterung und dem Nahrungsangebot ab, aber in der Regel treffen die Störche im März oder April in Europa ein. Sie suchen sich dann ihre Nester aus dem Vorjahr und beginnen mit der Brutzeit.
Wann sind Störche im Nest?
Störche sind von Anfang April bis Mitte Juni im Nest. Die Brutzeit dauert etwa 32 Tage. Die Nestlingszeit beträgt etwa 55-60 Tage. Nach 7 Wochen haben die Jungstörche die Größe ihrer Eltern erreicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Schwangerschaft eines Storchs?
Die schwangerschaft eines Storchs, also die Brutzeit, dauert etwa 32 Tage. Nach dem Schlüpfen der Eier bleiben die Jungvögel etwa 55-60 Tage im Nest, bevor sie flügge werden.
Wer bringt die Babys?
Die Aussage, dass Störche Babys bringen, ist ein alter Volksglaube. In Wirklichkeit legen Störche Eier, aus denen die Jungvögel schlüpfen. Die Elterntiere kümmern sich gemeinsam um die Aufzucht ihrer Jungen.
Wie viele Eier legt ein Storch?
Ein Storch legt in der Regel 3-5 Eier. In seltenen Fällen können es auch 7 Eier sein.
Wie alt werden Störche?
Der älteste bekannte Storch wurde 35 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt bei 8-10 Jahren.
Was machen Störche im Winter?
Störche verbringen den Winter in ihren Winterquartieren in Afrika. Dort finden sie genügend Nahrung und ein warmes Klima.
Sind Störche gefährdet?
Der Bestand des Weißstorchs hat sich in den letzten Jahrzehnten erholt, aber er ist immer noch durch verschiedene Faktoren wie Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und den Klimawandel gefährdet. Daher ist es wichtig, den Schutz der Störche zu fördern.

Fazit
Die Störche Schwangerschaft ist ein faszinierendes Beispiel für die Fortpflanzung in der Vogelwelt. Der Weißstorch ist ein Symbol für Glück, Hoffnung und die Natur. Sein Anblick am Himmel ist ein Zeichen für den Frühling und das Leben. Durch den Schutz des Weißstorchs und seines Lebensraums können wir dazu beitragen, dass diese faszinierenden Tiere auch in Zukunft unsere Welt bereichern.
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