Die Entscheidung, ob Sie Ihr Baby stillen oder mit Säuglingsnahrung ernähren möchten, ist eine sehr persönliche. Viele Mütter wünschen sich ein Stillen, erleben aber Schwierigkeiten. Wenn das Stillen nicht wie erwartet funktioniert, kann das zu Frustration und Verunsicherung führen. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie nicht allein sind und es verschiedene Gründe gibt, warum das Stillen nicht klappt.
- Gründe, warum das Stillen nicht klappt
- Wenn das Stillen nicht klappt
- Ersatzmilchnahrung als Alternative
- Die richtige Flaschenwahl
- Tipps für Flaschenkinder
- Hygiene bei der Flaschenreinigung
- Häufig gestellte Fragen
- Kann ich mein Baby gleichzeitig stillen und mit der Flasche füttern?
- Wie lange sollte ich mein Baby stillen?
- Wie kann ich den Milchspendereflex auslösen?
- Was ist, wenn mein Baby nicht an der Brust trinken möchte?
- Kann ich mein Baby mit abgepumpter Muttermilch füttern?
- Wie lange ist abgepumpte Muttermilch haltbar?
- Was ist, wenn mein Baby nicht zunimmt?
- Fazit
Gründe, warum das Stillen nicht klappt
Es gibt viele Gründe, warum das Stillen nicht klappt. Manche davon sind körperlicher Natur, andere psychisch.
Körperliche Ursachen
- Hormonstörungen: Ein Mangel an bestimmten Hormonen, wie zum Beispiel Prolaktin, kann die Milchproduktion beeinträchtigen.
- Anatomische Besonderheiten: Die Form der Brustwarzen oder die Größe der Brust kann das Stillen erschweren.
- Brustwarzenprobleme: Risse, Schmerzen oder wunde Brustwarzen können das Stillen schmerzhaft machen und es schwierig machen, das Baby anzulegen.
- Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente können die Milchproduktion hemmen oder die Milch für das Baby ungeeignet machen.
Psychische Ursachen
- Stress: Stress kann die Milchproduktion hemmen, da er die Ausschüttung des Hormons Oxytocin reduziert, welches für das Stillen unerlässlich ist.
- Unsicherheit: Zweifel und Unsicherheit bezüglich des Stillens können die Milchproduktion beeinflussen.
- Druck: Der gesellschaftliche Druck, unbedingt stillen zu müssen, kann zusätzliche Belastung für Mütter darstellen.
Es ist wichtig zu betonen, dass es keine Schande ist, wenn das Stillen nicht funktioniert. Es gibt viele alternative Möglichkeiten, Ihr Baby zu ernähren, und die Entscheidung, wie Sie Ihr Baby ernähren möchten, ist eine persönliche.
Wenn das Stillen nicht klappt
Wenn Sie merken, dass das Stillen nicht klappt, sollten Sie sich an Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt wenden. Sie können Ihnen helfen, die Ursachen für die Stillschwierigkeiten zu finden und Ihnen Tipps und Unterstützung geben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Milchproduktion zu steigern oder das Stillen zu erleichtern.
Tipps zur Steigerung der Milchproduktion
- Häufiges Anlegen: Je häufiger Ihr Baby an der Brust saugt, desto mehr Milch wird produziert.
- Stilltee: Bestimmte Kräutertees, wie zum Beispiel Fencheltee, können die Milchproduktion fördern.
- Stillkissen: Ein Stillkissen kann Ihnen helfen, Ihr Baby in einer angenehmen Position anzulegen.
- Entspannung: Stress kann die Milchproduktion hemmen. Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Yoga oder Meditation, können Ihnen helfen, Stress abzubauen.
- Stillberatung: Eine Stillberatung kann Ihnen wertvolle Tipps und Unterstützung geben.
Hilfsmittel zum Schutz der Brustwarzen
- Stillhütchen: Stillhütchen können helfen, wunde oder eingerissene Brustwarzen zu schützen.
- Stillsalbe: Stillsalben können die Heilung von wunden Brustwarzen beschleunigen und Schmerzen lindern.
- Brustwarzenschilde: Brustwarzenschilde können helfen, das Anlegen zu erleichtern und die Brustwarzen zu schützen.
Wichtig: Nehmen Sie den Druck aus dem Stillgeschehen. Stress kann die Milchproduktion hemmen. Konzentrieren Sie sich auf die Bedürfnisse Ihres Babys und auf Ihre eigene Gesundheit.
Ersatzmilchnahrung als Alternative
Wenn Sie zufüttern müssen oder sich von Anfang an für die Ersatzmilchnahrung entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass Sie eine gute Anfangsmilch wählen.
Welche Anfangsmilch ist die richtige?
Es gibt verschiedene Arten von Anfangsmilch:
- Adaptierte Milch: Diese Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die sich künstlich herstellen lassen.
- Teiladaptierte Milch: Diese Milch ist weniger an die Muttermilch angepasst und enthält weniger wichtige Nährstoffe.
Empfehlung: Wählen Sie nach der Geburt eine PRE-Nahrung. Diese ist der Muttermilch am ähnlichsten und enthält alle wichtigen Inhaltsstoffe, die sich künstlich herstellen lassen.
Wie viel Milch braucht mein Baby?
Im Durchschnitt braucht ein Neugeborenes fünf bis sechs Flaschen am Tag. Die genaue Menge hängt von Ihrem Baby ab.
Wie oft soll ich mein Baby füttern?
Füttern Sie Ihr Baby nach Bedarf, so wie Sie es beim Stillen auch tun würden.
Welche Folgenahrungen gibt es?
Es gibt Folgenahrungen 1 und 2, die mehr Kohlenhydrate enthalten als PRE-Nahrung. Sie sollten nach dem Schema gefüttert werden, das auf der Verpackung empfohlen wird.
HA-Nahrung: Hypoallergene Milch
HA-Nahrungen sind speziell geeignet für Kinder, deren Eltern an Allergien leiden. Bei der Herstellung werden die Eiweißketten anders gespalten, wodurch das Allergierisiko gesenkt wird.
Die richtige Flaschenwahl
Beim Flaschenkauf haben Sie die Wahl zwischen Glas- und Kunststoffflaschen.
Glasflaschen
- Vorteile: Glasflaschen sind leichter zu reinigen und frei von Weichmachern.
- Nachteile: Glasflaschen sind schwerer und können für größere Kinder lästig sein.
Kunststoffflaschen
- Vorteile: Kunststoffflaschen sind leichter und bruchsicherer.
- Nachteile: Kunststoffflaschen können schneller verkratzen und Weichmacher enthalten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Flasche BPA-frei ist.
Tipp: Alle Nahrungen sollten kurz vor dem Füttern frisch zubereitet werden, damit sich keine Keime und Bakterien bilden und vermehren können.
Tipps für Flaschenkinder
Auch bei Flaschenkinder ist es wichtig, die Mutter-Kind-Bindung zu fördern.
Körperkontakt beim Füttern
Füttern Sie Ihr Kind immer so, dass es möglichst viel Körperkontakt zu Ihnen hat. Legen Sie es nicht nur auf den Schoß, sondern legen Sie es leicht auf die Seite, sodass es Bauch an Bauch zu Ihnen gewandt liegt. Ein Stillkissen kann Ihnen dabei helfen.
Wechseln Sie die Seite
Wechseln Sie beim Füttern die Seite, denn so unterstützen Sie die Augenkoordinierung Ihres Kindes.
Die richtige Saugergröße
Wählen Sie Sauger mit kleiner Öffnung, damit das Saugbedürfnis Ihres Babys schon bei der Mahlzeit ausreichend befriedigt wird. Es gibt Sauger in drei Größen: Tee-, Milch- und Breisauger. Die richtige Saugergröße bewahrt Ihr Baby auch davor, sich aufgrund zu großer Milchmengen zu verschlucken.
Eine Saugermarke wählen
Entscheiden Sie sich für Sauger einer Marke, denn durch ständiges Wechseln kann es zu einer Saugverwirrung kommen. Es gibt verschiedene Saugerformen, an die sich Ihr Kind mit dem Kiefer gewöhnen muss. Ob Sie Latex oder Silikonsauger bevorzugen, ist Ihre persönliche Entscheidung.
Hygiene bei der Flaschenreinigung
Gerade in den ersten acht Lebensmonaten ist es von großer Bedeutung, auf die Hygiene und Sauberkeit bei der Reinigung von Flasche und Sauger zu achten. Schließlich hat Ihr Kind noch nicht genug Abwehrkräfte und könnte schwer erkranken.
Wie reinige ich die Flasche richtig?
- Spülen: Spülen Sie die Flasche und den Sauger nach jedem Gebrauch mit kaltem Wasser aus.
- Abkochen: Kochen Sie die Flasche und den Sauger mindestens fünf Minuten lang ab.
- Reinigungsmittel: Verwenden Sie ein speziell für Babyflaschen geeignetes Reinigungsmittel.
- Trocknen: Lassen Sie die Flasche und den Sauger an der Luft trocknen oder trocknen Sie sie mit einem sauberen Tuch.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mein Baby gleichzeitig stillen und mit der Flasche füttern?
Ja, das ist möglich. Dies wird als kombiniertes Stillen bezeichnet. Es kann eine gute Option sein, wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Stillen haben oder wenn Ihr Baby nicht genug Milch bekommt.
Wie lange sollte ich mein Baby stillen?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys bis zum sechsten Lebensmonat ausschließlich zu stillen. Nach dem sechsten Monat können Sie Ihrem Baby Beikost geben, aber es sollte weiterhin gestillt werden, so lange Sie und Ihr Baby es wünschen.
Wie kann ich den Milchspendereflex auslösen?
Der Milchspendereflex wird durch das Saugen des Babys ausgelöst. Sie können ihn auch durch sanftes Massieren der Brust oder durch das Anlegen eines warmen Waschlappens auf die Brust auslösen.
Was ist, wenn mein Baby nicht an der Brust trinken möchte?
Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Baby nicht an der Brust trinken möchte. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, um die Ursache zu finden und eine Lösung zu finden.
Kann ich mein Baby mit abgepumpter Muttermilch füttern?
Ja, das ist möglich. Sie können Ihre Muttermilch abpumpen und sie Ihrem Baby in einer Flasche geben.
Wie lange ist abgepumpte Muttermilch haltbar?
Abgepumpte Muttermilch ist bei Raumtemperatur etwa vier Stunden haltbar. Im Kühlschrank ist sie bis zu vier Tage haltbar. Gefroren kann sie bis zu sechs Monate aufbewahrt werden.
Was ist, wenn mein Baby nicht zunimmt?
Wenn Ihr Baby nicht zunimmt, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen. Er kann die Ursache für das mangelnde Wachstum feststellen und Ihnen helfen, das Problem zu lösen.
Fazit
Stillen ist ein wunderschönes und natürliches Erlebnis, aber es ist nicht immer einfach. Wenn das Stillen nicht klappt, sollten Sie sich nicht schlecht fühlen. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihr Baby zu ernähren, und die Entscheidung, wie Sie Ihr Baby ernähren möchten, ist eine persönliche.
Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie Fragen oder Bedenken haben. Sie können Ihnen wertvolle Tipps und Unterstützung geben.
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