Sekundäre laktoseintoleranz: ursachen & behandlung

Laktoseintoleranz ist eine häufige Erkrankung, die durch die Unfähigkeit gekennzeichnet ist, Laktose, den Milchzucker, zu verdauen. Es gibt zwei Arten von Laktoseintoleranz: die primäre Laktoseintoleranz, die genetisch bedingt ist, und die sekundäre Laktoseintoleranz, die durch eine Schädigung des Dünndarms erworben wird. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die sekundäre Laktoseintoleranz, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist sekundäre Laktoseintoleranz?

Im Gegensatz zur primären Laktoseintoleranz, die bereits in jungen Jahren auftritt, entwickelt sich die sekundäre Laktoseintoleranz im Laufe des Lebens. Sie entsteht durch eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut, die für die Produktion des Enzyms Lactase verantwortlich ist. Lactase ist essentiell für die Verdauung von Laktose. Ohne ausreichende Lactase gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien fermentiert wird.

Die sekundäre Laktoseintoleranz ist häufig die Folge von verschiedenen Erkrankungen oder Zuständen, darunter:

  • Zöliakie: Eine Autoimmunerkrankung, die die Dünndarmschleimhaut schädigt und die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigt.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): Dazu gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die Entzündungen im Verdauungstrakt verursachen.
  • Dünndarminfektionen: Viren, Bakterien oder Parasiten können die Dünndarmschleimhaut schädigen und zu einer vorübergehenden Laktoseintoleranz führen.
  • Operationen am Dünndarm: Operationen, die den Dünndarm betreffen, können die Resorption von Laktose beeinträchtigen.
  • Strahlentherapie: Strahlentherapie im Bauchbereich kann die Dünndarmschleimhaut schädigen.
  • Medikamente: Einige Medikamente, wie z. B. Antibiotika, können die Darmflora verändern und die Verdauung von Laktose beeinträchtigen.

Die sekundäre Laktoseintoleranz kann sowohl vorübergehend als auch dauerhaft sein. Die Schwere der Symptome hängt von der Schwere der Dünndarmschädigung und der Menge an Laktose, die konsumiert wird, ab.

Symptome der sekundären Laktoseintoleranz

Die Symptome der sekundären Laktoseintoleranz ähneln denen der primären Laktoseintoleranz. Sie treten in der Regel 30 Minuten bis zwei Stunden nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln auf und können Folgendes umfassen:

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Meteorismus (Trommelbauch)
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Diarrhoe
  • Müdigkeit

Die Symptome können je nach Person und Schweregrad der Laktoseintoleranz variieren. Einige Menschen haben nur leichte Symptome, während andere unter starken Beschwerden leiden.

Diagnose der sekundären Laktoseintoleranz

Die Diagnose der sekundären Laktoseintoleranz erfolgt in der Regel durch eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und verschiedene Tests.

Anamnese: Der Arzt wird nach den Symptomen fragen, die Sie haben, und nach Ihrer Krankengeschichte.

Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird Ihren Bauch abtasten, um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Tests:

  • Laktosetoleranztest: Bei diesem Test wird Ihnen eine bestimmte Menge Laktose verabreicht, und anschließend wird der Blutzuckerspiegel gemessen. Steigt der Blutzuckerspiegel nicht an, deutet dies auf eine Laktoseintoleranz hin.
  • Atemtest: Dieser Test misst die Menge an Wasserstoffgas, die Sie nach dem Verzehr von Laktose ausatmen. Ein erhöhter Wasserstoffgehalt im Atem deutet auf eine Laktoseintoleranz hin.
  • Darmspiegelung: Eine Darmspiegelung kann durchgeführt werden, um die Dünndarmschleimhaut auf Schäden zu untersuchen.

Behandlung der sekundären Laktoseintoleranz

Die Behandlung der sekundären Laktoseintoleranz zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die zugrundeliegende Erkrankung zu behandeln. Die Behandlung kann Folgendes umfassen:

  • Laktosefreie Ernährung: Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die Vermeidung von laktosehaltigen Lebensmitteln. Laktosefreie Produkte sind in der Regel in Supermärkten erhältlich.
  • Laktasepräparate: Laktasepräparate sind Kapseln oder Tabletten, die das Enzym Lactase enthalten. Sie können vor dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln eingenommen werden, um die Verdauung von Laktose zu erleichtern.
  • Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung: Wenn die sekundäre Laktoseintoleranz durch eine andere Erkrankung verursacht wird, ist es wichtig, diese zu behandeln.

Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt zu sprechen, um die beste Behandlungsstrategie für Sie zu finden.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Unterschiede zwischen primärer und sekundärer Laktoseintoleranz?

Die primäre Laktoseintoleranz ist genetisch bedingt und tritt in der Regel bereits in jungen Jahren auf. Die sekundäre Laktoseintoleranz hingegen wird durch eine Schädigung des Dünndarms erworben und kann in jedem Alter auftreten.

Kann sekundäre Laktoseintoleranz geheilt werden?

Ob die sekundäre Laktoseintoleranz geheilt werden kann, hängt von der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Wenn die Schädigung des Dünndarms behoben werden kann, kann die Laktoseintoleranz verschwinden. In einigen Fällen kann die Laktoseintoleranz jedoch dauerhaft sein.

Welche Lebensmittel sind laktosefrei?

Laktosefreie Lebensmittel sind in der Regel in Supermärkten erhältlich. Dazu gehören:

  • Laktosefreie Milch
  • Laktosefreier Joghurt
  • Laktosefreier Käse
  • Laktosefreie Butter
  • Laktosefreier Eis

Neben Milchprodukten gibt es viele andere Lebensmittel, die laktosefrei sind, wie z. B. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und Getreide.

Wie kann ich Laktoseintoleranz vorbeugen?

Es gibt keine Garantie, dass Sie eine sekundäre Laktoseintoleranz vermeiden können. Wenn Sie jedoch eine gesunde Lebensweise führen, können Sie das Risiko verringern. Dazu gehören:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß kann dazu beitragen, die Darmgesundheit zu erhalten.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung kann die Verdauung verbessern und das Risiko von Darmerkrankungen verringern.
  • Stressmanagement: Stress kann sich negativ auf die Darmgesundheit auswirken. Es ist wichtig, Stress zu bewältigen, z. B. Durch Entspannungstechniken oder Sport.

Was kann ich tun, wenn ich Symptome einer Laktoseintoleranz habe?

Wenn Sie Symptome einer Laktoseintoleranz haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann Ihnen eine Diagnose stellen und Ihnen helfen, die richtige Behandlung zu finden.

Zusammenfassung

Die sekundäre Laktoseintoleranz ist eine Erkrankung, die durch eine Schädigung des Dünndarms erworben wird. Sie kann durch verschiedene Erkrankungen oder Zustände verursacht werden und führt zu Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen und Diarrhoe. Die Behandlung der sekundären Laktoseintoleranz umfasst in der Regel die Vermeidung von laktosehaltigen Lebensmitteln, die Einnahme von Laktasepräparaten und die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.

Wenn Sie Symptome einer Laktoseintoleranz haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten und die beste Behandlungsstrategie zu finden.

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