Rinderroulade: zart & mürbe - so gelingt der klassiker!

Rouladen, ein Klassiker der deutschen Küche, sind ein wahres Gedicht. Mit ihrer saftigen Füllung und der aromatischen Soße begeistern sie jeden Gaumen. Doch leider werden Rouladen oft zäh und trocken, was viele Hobbyköche entmutigt. Doch keine Angst! Mit ein paar einfachen Tricks gelingt Ihnen garantiert eine zarte und mürbe Roulade, die Sie und Ihre Gäste begeistern wird.

Inhaltsverzeichnis

Die Geheimnisse einer perfekten Roulade

Die Kunst der Roulade liegt in der richtigen Fleischwahl, der Vorbereitung und der Geduld. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie beachten sollten:

Die richtige Fleischwahl

Rouladenfleisch sollte immer vom Metzger Ihres Vertrauens stammen. Kaufen Sie niemals Rouladen im Discounter, da diese oft aus minderwertigem Fleisch bestehen und beim Garen stark schrumpfen. Achten Sie auf ein Fleischstück mit guter Marmorierung. Das Fett sorgt für die Saftigkeit und Zartheit der Roulade.

Zeit und Geduld

Rinderrouladen sind ein Schmorgericht und brauchen Zeit. Planen Sie mindestens 3 Stunden Schmorzeit ein. Je länger Sie die Rouladen schmoren, desto zarter werden sie.

Die richtige Vorbereitung

Die Rouladen müssen gut vorbereitet werden, damit sie beim Garen nicht trocken werden. Hier sind die wichtigsten Schritte:

  • Rouladen mit Senf bestreichen: Der Senf sorgt für eine schöne Kruste und einen intensiven Geschmack.
  • Rouladen mit Bacon umwickeln: Der Bacon gibt der Roulade zusätzliche Saftigkeit und einen tollen Geschmack.
  • Rouladen mit Gewürzgurken und Zwiebeln füllen: Die Gurken und Zwiebeln sorgen für einen frischen und säuerlichen Geschmack.
  • Rouladen fest aufrollen und mit Rouladennadeln oder Zahnstochern fixieren: Die Rouladen müssen fest aufgerollt werden, damit sie beim Garen nicht auseinanderfallen.

Zutaten und Zubereitung für 4 Personen

Hier finden Sie ein Rezept für eine klassische Rinderroulade:

Zutaten:

  • 4 Rouladen vom Metzger Ihres Vertrauens
  • 4 Gewürzgurken
  • 2 Zwiebeln
  • 4 TL mittelscharfer Senf (wer mag, nimmt auch scharfen Senf)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 12 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
  • 150 g Knollensellerie
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 Zweig Thymian
  • 4 Pimentkörner
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Butterschmalz
  • 500 ml Rotwein
  • 500 ml Rinderbrühe (selbstgemacht oder aus dem Glas)
  • 1 EL Speisestärke
  • 4 Rouladennadeln oder einige Zahnstocher

Zubereitung:

  1. Die Gewürzgurken stifteln, die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
  2. Die Rouladenscheiben salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen.
  3. Je 3 Baconscheiben auf die Rouladen legen und mit Gurke und Zwiebeln belegen.
  4. Die Rouladen jetzt seitlich einschlagen und aufrollen. Am Ende angekommen, mit Rouladennadeln oder Zahnstochern zustecken.
  5. Karotten und Sellerie waschen und schälen, Lauch waschen und alles in mittelgroße Stücke schneiden.
  6. Pfefferkörner im Mörser zerstoßen, Pimentkörner mit dem Messerrücken platt drücken. So entfalten sie ihr Aroma viel besser.
  7. Das Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Rouladen von allen Seiten ca. 4 Minuten scharf anbraten. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.
  8. Jetzt das vorbereitete Gemüse in den Topf geben und für ca. 5 Minuten unter Rühren anbraten.
  9. Das Tomatenmark dazu geben und kurz mitrösten. Das gibt die schöne dunkle Farbe und die Röstaromen für die Soße.
  10. Wenn das Tomatenmark beginnt, sich am Topfboden anzusetzen, die Hälfte des Rotweins dazu geben und fast vollständig einkochen lassen.
  11. Jetzt den restlichen Rotwein und die Rinderbrühe dazu geben.
  12. Die angebratenen Rouladen zurück in den Schmortopf legen und die zerstoßenen Pfefferkörner, den Thymian, die Pimenkörner und die Lorbeerblätter in die Soße geben.
  13. Alles zusammen aufkochen lassen und mit aufgelegtem Deckel bei mittlerer Hitze 3 Stunden schmoren lassen.
  14. Probieren Sie, ob die Rouladen weich sind. Wenn nicht, weiter schmoren lassen.
  15. Wenn die Rouladen weich sind, aus dem Topf nehmen, die Rouladennadeln oder Zahnstocher entfernen und beiseite stellen.
  16. Die Soße durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und ohne Deckel bei mittlerer Hitze um die Hälfte einkochen lassen.
  17. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser anrühren und in die Soße rühren.
  18. Ca. 1 Minute kräftig aufkochen lassen, damit die Stärke auskocht. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.
  19. Die Rouladen wieder in die Soße legen und in der Soße erwärmen.

Beilagen:

Zu den Rouladen passen hervorragend Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree. Besonders lecker ist ein Pastinaken-Kartoffelpüree.

Häufige Fehler bei der Zubereitung von Rouladen

Es gibt ein paar Fehler, die Hobbyköche bei der Zubereitung von Rouladen oft machen. Diese können dazu führen, dass die Rouladen zäh und trocken werden.

  • Falsches Fleisch: Wie bereits erwähnt, sollten Sie niemals Rouladen im Discounter kaufen. Achten Sie auf ein Fleischstück mit guter Marmorierung.
  • Zu kurze Garzeit: Rinderrouladen brauchen Zeit zum Garen. Planen Sie mindestens 3 Stunden Schmorzeit ein.
  • Rouladen zu früh aus der Soße nehmen: Die Rouladen sollten in der Soße garen. Nehmen Sie sie erst kurz vor dem Servieren aus der Soße.
  • Soße nicht genug einkochen: Die Soße sollte am Ende der Garzeit schön sämig sein. Kochen Sie die Soße daher ohne Deckel bei mittlerer Hitze um die Hälfte ein.

Tipps für die perfekte Roulade

Hier sind ein paar zusätzliche Tipps, die Ihnen helfen, die perfekte Roulade zuzubereiten:

  • Rouladen in Rotwein marinieren: Marinieren Sie die Rouladen vor dem Braten für mindestens 30 Minuten in Rotwein. Das macht sie zarter und aromatischer.
  • Rouladen im Backofen schmoren: Sie können die Rouladen auch im Backofen schmoren. Heizen Sie den Backofen auf 160°C Umluft vor und schmoren Sie die Rouladen für 3 Stunden im vorgeheizten Backofen.
  • Rouladen mit Gemüsebrühe ablöschen: Wenn Sie die Rouladen anbraten, können Sie sie mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Das gibt der Soße mehr Geschmack.
  • Rouladen in der Soße ruhen lassen: Lassen Sie die Rouladen nach dem Garen noch mindestens 15 Minuten in der Soße ruhen. So ziehen sie noch mehr Geschmack aus der Soße und werden zarter.

Häufig gestellte Fragen zur Rinderroulade

Kann man Rouladen auch mit anderem Fleisch zubereiten?

Ja, Sie können Rouladen auch mit anderem Fleisch zubereiten, z.B. Mit Schweinefleisch oder Kalbfleisch. Die Garzeit muss dann entsprechend angepasst werden.

Wie kann ich die Rouladen aufbewahren?

Rouladen können im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Wärmen Sie sie vor dem Servieren in der Mikrowelle oder im Backofen auf.

Kann man Rouladen auch einfrieren?

Ja, Sie können Rouladen auch einfrieren. Frieren Sie die Rouladen am besten in einer luftdichten Gefrierbox oder -tüte ein. Die Rouladen können bis zu 3 Monate im Gefrierschrank gelagert werden. Vor dem Servieren die Rouladen im Kühlschrank auftauen lassen und dann in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmen.

Was kann ich mit den Rouladenresten machen?

Aus Rouladenresten können Sie ein leckeres Rouladen-Sandwich oder Rouladen-Salat zubereiten. Sie können die Rouladen auch in Stücke schneiden und in einer Soße mit Nudeln servieren.

Fazit: Rouladen - ein Klassiker für jeden Anlass

Die Zubereitung einer Roulade ist nicht schwer, erfordert aber etwas Zeit und Geduld. Mit den richtigen Tipps und Tricks gelingt Ihnen garantiert eine zarte und mürbe Roulade, die Sie und Ihre Gäste begeistern wird. Lassen Sie sich von der Vielseitigkeit der Roulade inspirieren und experimentieren Sie mit verschiedenen Füllungen und Beilagen.

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