Rheuma in der schwangerschaft: symptome & behandlung

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und Herausforderungen für den Körper einer Frau. Während sie für die meisten Frauen eine gesunde und wunderschöne Erfahrung ist, kann sie bei einigen auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Eines dieser Probleme kann das Auftreten oder die Verschlimmerung von Rheuma sein. Rheuma ist ein Überbegriff für über 100 Krankheiten, die die Gelenke, Muskeln, Knochen und andere Gewebe betreffen. Es kann zu Schmerzen, Steifheit, Schwellung und Bewegungseinschränkungen führen.

Inhaltsverzeichnis

Kann eine Schwangerschaft Rheuma auslösen?

Obwohl Rheuma nicht direkt durch eine Schwangerschaft ausgelöst wird, kann die Schwangerschaft die Symptome von bestehenden Rheumaerkrankungen verschlimmern oder neue Symptome auslösen. Dies liegt daran, dass die Schwangerschaft das Immunsystem der Frau verändert und zu einer erhöhten Entzündung im Körper führt. Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft kann auch dazu beitragen, dass sich die Symptome von Rheuma verstärken.

Es gibt verschiedene Arten von Rheuma, die während der Schwangerschaft auftreten können. Zu den häufigsten gehören:

  • Rheumatoide Arthritis (RA) : Diese Autoimmunerkrankung führt zu einer Entzündung der Gelenke, meist an Händen und Füßen.
  • Spondyloarthritis : Diese Gruppe von Erkrankungen betrifft die Wirbelsäule und die umliegenden Gelenke. Morbus Bechterew ist eine Form der Spondyloarthritis.
  • Psoriasisarthritis : Diese Erkrankung tritt bei Menschen mit Psoriasis auf und betrifft die Gelenke und die Haut.

Wie wirkt sich eine Schwangerschaft auf Rheuma aus?

Die Auswirkungen einer Schwangerschaft auf Rheuma können je nach Art der Erkrankung und dem individuellen Verlauf der Krankheit variieren. Im Allgemeinen können Schwangere mit Rheuma Folgendes erleben:

Verbesserung der Symptome

Bei einigen Frauen kann sich die Rheumaaktivität während der Schwangerschaft verbessern. Dies liegt daran, dass die Hormone während der Schwangerschaft entzündungshemmende Wirkungen haben können. Insbesondere bei der Psoriasisarthritis kommt es häufig zu einer Verbesserung der Hautsymptome und weniger Beschwerden der kleinen Gelenke (Finger und Zehen) während der Schwangerschaft.

rheuma durch schwangerschaft ausgelöst - Kann man in der Schwangerschaft rheumatische Arthritis bekommen

Verschlimmerung der Symptome

Bei anderen Frauen können sich die Symptome von Rheuma während der Schwangerschaft verschlimmern. Dies kann zu Schmerzen, Steifheit, Schwellung und Bewegungseinschränkungen führen. Häufig verstärken sich die Rückenbeschwerden und Schmerzen an den Ansatzstellen von Bändern und Sehnen (um den Brustkorb und das Becken) in der Mitte der Schwangerschaft, d.h. Um die 20. Schwangerschaftswoche. Diese Verschlimmerung der Symptome kann die Lebensqualität der Frau beeinträchtigen und die normale Schwangerschaftstätigkeit erschweren.

Neues Auftreten von Rheuma

In einigen Fällen kann eine Schwangerschaft das erste Auftreten von Rheuma auslösen. Dies ist jedoch relativ selten. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft können das Immunsystem verändern und so die Entwicklung von Rheuma begünstigen.

Risiken für Mutter und Kind

Eine erhöhte Krankheitsaktivität während der Schwangerschaft kann einen ungünstigen Einfluss auf den Ausgang der Schwangerschaft haben (Frühgeburten, Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht). Daher ist es wichtig, dass die Rheumaaktivität während der Schwangerschaft gut kontrolliert wird.

Andere Risiken für Mutter und Kind, die mit Rheuma in der Schwangerschaft verbunden sein können, sind:

  • Preeclampsia : Dieser Zustand führt zu hohem Blutdruck während der Schwangerschaft und kann zu Komplikationen wie Krampfanfällen, Nierenproblemen und in seltenen Fällen zum Tod der Mutter und/oder des Kindes führen.
  • Frühgeburt : Frauen mit Rheuma haben ein erhöhtes Risiko, ihr Baby vor der 3Schwangerschaftswoche zu gebären.
  • Niedriges Geburtsgewicht : Frauen mit Rheuma haben ein erhöhtes Risiko, ein Baby mit einem niedrigen Geburtsgewicht zu bekommen.

Behandlung von Rheuma während der Schwangerschaft

Die Behandlung von Rheuma während der Schwangerschaft muss sorgfältig geplant werden, da viele Medikamente für Schwangere nicht sicher sind. Die Therapie richtet sich nach der Art der Rheumaerkrankung und dem Schweregrad der Symptome.

In vielen Fällen können die Symptome von Rheuma mit nicht-medikamentösen Methoden behandelt werden. Diese Methoden umfassen:

  • Physiotherapie : Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern, Schmerzen zu lindern und die Muskeln zu stärken.
  • Ergonomie : Ergonomie kann helfen, die Belastung der Gelenke zu reduzieren und Schmerzen zu vermeiden.
  • Wärmetherapie : Wärmetherapie kann helfen, Schmerzen und Steifheit zu lindern.
  • Ruhe : Genügend Ruhe kann helfen, die Entzündung zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.

Wenn nicht-medikamentöse Methoden nicht ausreichen, um die Symptome von Rheuma zu kontrollieren, kann der Arzt Medikamente verschreiben. Es gibt jedoch nur wenige Medikamente, die während der Schwangerschaft sicher sind. Der Arzt wird die Risiken und Vorteile der verschiedenen Medikamente sorgfältig abwägen und das für die Mutter und das Kind sicherste Medikament auswählen.

Geburt und Stillzeit

Je nach Mobilität der Patientin und je nach Ausmass der Gelenk- bzw. Wirbelsäulenversteifung muss die Geburtsart mit den Fachpersonen (Gynäkologin / Gynäkologe und Hebamme) im Vorfeld diskutiert werden. Grundsätzlich ist eine vaginale Entbindung möglich, die Spondyloarthritis stellt keine Indikation für einen primären Kaiserschnitt dar.

Nach der Geburt kann es zu einer schubartigen Verschlechterung der Haut- und Gelenkbeschwerden kommen, unabhängig davon, ob die Frauen stillen oder nicht. Durch die rasche Aufnahme der antirheumatischen Therapie kann die einzigartige, doch anstrengende Zeit mit dem Baby positiv erlebt werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann Rheumatoide Arthritis durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden?

Während eine Schwangerschaft Rheuma nicht direkt auslösen kann, kann sie die Entwicklung von RA bei Frauen, die dafür prädisponiert sind, auslösen. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft können das Immunsystem verändern und so die Entwicklung von RA begünstigen.

Welche Medikamente sind während der Schwangerschaft sicher?

Nur wenige Medikamente sind während der Schwangerschaft sicher. Der Arzt wird die Risiken und Vorteile der verschiedenen Medikamente sorgfältig abwägen und das für die Mutter und das Kind sicherste Medikament auswählen.

rheuma durch schwangerschaft ausgelöst - Kann rheumatoide Arthritis durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden

Wie kann ich die Symptome von Rheuma während der Schwangerschaft lindern?

Es gibt verschiedene Methoden, um die Symptome von Rheuma während der Schwangerschaft zu lindern. Diese umfassen Physiotherapie, Ergonomie, Wärmetherapie, Ruhe und Medikamente.

Kann ich mit Rheuma stillen?

Ja, Sie können mit Rheuma stillen. Die meisten Medikamente, die zur Behandlung von Rheuma eingesetzt werden, sind für das Stillen sicher. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um sicherzustellen, dass die von Ihnen eingenommenen Medikamente für das Stillen geeignet sind.

Welche Auswirkungen hat Rheuma auf mein Baby?

Rheuma selbst hat keine direkten Auswirkungen auf Ihr Baby. Allerdings können einige Medikamente, die zur Behandlung von Rheuma eingesetzt werden, für das Baby schädlich sein. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um die Risiken und Vorteile der verschiedenen Medikamente abzuwägen.

Was kann ich tun, um mich auf eine Schwangerschaft mit Rheuma vorzubereiten?

Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um eine Schwangerschaft mit Rheuma zu planen. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, die Risiken und Vorteile einer Schwangerschaft abzuwägen und einen Behandlungsplan zu erstellen, der für Sie und Ihr Baby sicher ist.

Fazit

Rheuma während der Schwangerschaft kann eine Herausforderung sein, aber mit der richtigen Behandlung und Unterstützung können Sie eine gesunde Schwangerschaft und ein gesundes Baby haben. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten, um einen Behandlungsplan zu erstellen, der für Sie und Ihr Baby sicher ist.

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