Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sind häufige Verletzungen bei Kindern. Sie können durch Stürze, Zusammenstöße oder andere Unfälle entstehen. Während leichte Prellungen meist schnell wieder abklingen, können schwerere Verletzungen eine ärztliche Behandlung erfordern.
Was ist eine Prellung?
Eine Prellung ist eine Verletzung von Weichteilen, wie Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln. Sie entsteht durch einen Stoß oder einen Schlag. Bei einer Prellung werden die Blutgefäße im betroffenen Gewebe verletzt, was zu einer Blutung und Schwellung führt. Die Schmerzen sind oft stark, da die sehr schmerzempfindliche Knochenhaut geprellt wird.

Symptome einer Prellung
Die Symptome einer Prellung können je nach Schweregrad der Verletzung unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Schmerzen
- Schwellung
- Bluterguss (Hämatom)
- Bewegungseinschränkung
- Überwärmung der betroffenen Stelle
Wann sollte man mit einer Prellung zum Arzt?
Bei leichten Prellungen, die nur zu geringen Schmerzen und Schwellungen führen, kann die Behandlung zu Hause erfolgen. Bei schwereren Prellungen oder wenn die folgenden Symptome auftreten, sollte man jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen:

- Starke Schmerzen, die nicht durch Schmerzmittel gelindert werden können
- Große Schwellung, die sich schnell ausbreitet
- Bluterguss, der sich schnell ausbreitet oder verfärbt
- Bewegungseinschränkung, die über mehrere Tage anhält
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der betroffenen Stelle
- Fieber
- Verdacht auf Knochenbruch
Besonders wichtig ist es, bei Kindern nach einem Sturz auf den Kopf einen Arzt aufzusuchen, wenn folgende Symptome auftreten:
- Bewusstlosigkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Verwirrtheit
- Sehstörungen
- Hörstörungen
Diese Symptome können auf eine Gehirnerschütterung oder eine andere schwerwiegendere Verletzung hindeuten.
Erste Hilfe bei Prellungen
Als Erste Hilfe bei einer Prellung sollte man die PECH-Regel befolgen:
PECH-Regel
| P | Pause |
|---|---|
| E | Eis |
| C | Compression (Druckverband) |
| H | Hochlagern |
Die PECH-Regel hilft, die Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Pause
Die betroffene Stelle sollte sofort ruhiggestellt werden. Das Kind sollte sich hinsetzen oder hinlegen und die Bewegung des verletzten Körperteils vermeiden.
Eis
Die betroffene Stelle sollte sofort mit Eis gekühlt werden. Ein Eisbeutel oder eine Kühlkompresse kann für 15-20 Minuten auf die Prellung gelegt werden. Die Kühlung sollte mehrmals täglich wiederholt werden.
Compression (Druckverband)
Ein Druckverband kann helfen, die Schwellung zu reduzieren. Der Verband sollte nicht zu fest angelegt werden, da dies die Durchblutung beeinträchtigen kann. Es ist wichtig, dass die Finger oder Zehen noch gut durchblutet sind.

Hochlagern
Die betroffene Stelle sollte hochgelagert werden. Dies hilft, die Schwellung zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern.
Medikamente
Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen. Diese Medikamente sollten jedoch nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, insbesondere bei Kindern.
Wann sollte man mit einer Prellung zum Arzt?
Wie bereits erwähnt, sollte man bei schwereren Prellungen oder bei den oben genannten Symptomen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann die Verletzung genauer untersuchen und die richtige Behandlung einleiten.

Welche Salbe bei Prellungen bei Kindern?
Es gibt verschiedene Salben, die bei Prellungen helfen können. Diese Salben enthalten meist entzündungshemmende und schmerzlindernde Inhaltsstoffe. Bei Kindern sollte man jedoch nur Salben verwenden, die speziell für Kinder geeignet sind und die vom Arzt empfohlen werden.
Wie lange dauert es, bis eine Prellung verheilt ist?
Die Heilungsdauer einer Prellung hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Leichte Prellungen können innerhalb weniger Tage abheilen. Schwerere Prellungen können jedoch mehrere Wochen dauern.
Kann man eine Prellung vorbeugen?
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Prellungen vorzubeugen. Dazu gehören:
- Sicherheitsvorkehrungen beim Sport treiben
- Rutschfeste Schuhe tragen
- Auf rutschige Flächen achten
- Kinder beim Spielen beaufsichtigen
Welche Komplikationen können bei einer Prellung auftreten?
In seltenen Fällen können Komplikationen bei einer Prellung auftreten. Dazu gehören:
- Knochenbruch
- Risse in Bändern oder Sehnen
- Entzündung
- Nervenschäden
Wenn man sich Sorgen um eine Prellung macht, sollte man immer einen Arzt aufsuchen.
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