Präeklampsie: symptome, ursachen & risiken in der schwangerschaft

Präeklampsie ist eine schwere Erkrankung, die während der Schwangerschaft auftreten kann und sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind gefährlich sein kann. Sie ist gekennzeichnet durch einen hohen Blutdruck und Proteine im Urin. In schweren Fällen kann Präeklampsie zu Krampfanfällen, Organversagen und sogar zum Tod führen.

Obwohl die genaue Ursache von Präeklampsie noch nicht vollständig geklärt ist, wird angenommen, dass eine gestörte Plazentafunktion eine wichtige Rolle spielt. Die Plazenta ist das Organ, das den Embryo im Mutterleib mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Bei Präeklampsie ist die Plazenta möglicherweise nicht in der Lage, ihre Aufgabe richtig zu erfüllen, was zu einer Reihe von Problemen führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Präeklampsie?

Präeklampsie ist eine schwere Erkrankung, die während der Schwangerschaft auftreten kann. Sie ist gekennzeichnet durch einen hohen Blutdruck (Hypertonie) und Proteine im Urin (Proteinurie). In einigen Fällen kann Präeklampsie auch zu anderen Symptomen führen, wie z. B. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schmerzen im Oberbauch und Schwellungen in den Händen und im Gesicht.

Präeklampsie kann sich in der Regel nach der 20. Schwangerschaftswoche entwickeln, aber sie kann auch früher auftreten. In seltenen Fällen kann Präeklampsie auch nach der Geburt auftreten, was als Postpartumperiodische Präeklampsie bezeichnet wird.

Wie häufig ist Präeklampsie?

Präeklampsie tritt bei etwa 5-8% aller Schwangerschaften auf. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für Frühgeburten und eine der Hauptursachen für mütterliche Todesfälle im Zusammenhang mit der Schwangerschaft.

Ursachen von Präeklampsie

Die genaue Ursache von Präeklampsie ist noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass eine Reihe von Faktoren eine Rolle spielen, darunter:

  • Genetische Veranlagung: Frauen, deren Mütter oder Schwestern an Präeklampsie erkrankt waren, haben ein höheres Risiko, selbst an Präeklampsie zu erkranken.
  • Erstes Kind: Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Mehrlingsschwangerschaft: Frauen, die Zwillinge, Drillinge oder mehr Kinder erwarten, haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Alter: Frauen unter 20 oder über 35 Jahren haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Chronische Erkrankungen: Frauen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Autoimmunerkrankungen haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Schwangerschaftsdiabetes: Frauen, die während der Schwangerschaft an Diabetes erkranken, haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Übergewicht und Fettleibigkeit: Frauen, die übergewichtig oder fettleibig sind, haben ein höheres Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.

Symptome von Präeklampsie

Die Symptome von Präeklampsie können von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Einige Frauen haben nur milde Symptome, während andere schwerere Symptome haben. Zu den häufigsten Symptomen von Präeklampsie gehören:

präeklampsie bedeutung - Kann Stress Präeklampsie auslösen

  • Hoher Blutdruck: Ein Blutdruck von 140/90 mmHg oder höher ist ein Zeichen für Präeklampsie.
  • Proteine im Urin: Die Anwesenheit von Proteinen im Urin ist ein weiteres Zeichen für Präeklampsie.
  • Kopfschmerzen: Starke, anhaltende Kopfschmerzen, die nicht durch Schmerzmittel gelindert werden können, können ein Zeichen für Präeklampsie sein.
  • Sehstörungen: Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, Lichtblitze oder blinde Flecken können ein Zeichen für Präeklampsie sein.
  • Schmerzen im Oberbauch: Schmerzen im Oberbauch, insbesondere rechts unterhalb der Rippen, können ein Zeichen für Präeklampsie sein.
  • Schwellungen in den Händen und im Gesicht: Schwellungen in den Händen und im Gesicht, insbesondere im Morgen, können ein Zeichen für Präeklampsie sein.
  • Unerklärliche Gewichtszunahme: Eine schnelle und unerklärliche Gewichtszunahme kann ein Zeichen für Präeklampsie sein.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

Diagnose von Präeklampsie

Präeklampsie wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung und Urinuntersuchung diagnostiziert. Ihr Arzt kann auch weitere Tests durchführen, wie z. B. Eine Ultraschalluntersuchung der Plazenta, um den Zustand Ihres Babys zu beurteilen.

Behandlung von Präeklampsie

Die Behandlung von Präeklampsie hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In vielen Fällen kann Präeklampsie mit Medikamenten behandelt werden, die den Blutdruck senken und die Proteinurie reduzieren.

Wenn die Präeklampsie schwerwiegend ist, kann eine frühzeitige Entbindung erforderlich sein, um die Gesundheit der Mutter und des Babys zu schützen.

Prävention von Präeklampsie

Es gibt keine Garantie, dass Sie Präeklampsie verhindern können, aber es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um Ihr Risiko zu senken:

  • Gesundes Gewicht: Wenn Sie übergewichtig oder fettleibig sind, versuchen Sie, vor der Schwangerschaft abzunehmen.
  • Gesunde Ernährung: Essen Sie eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Regelmäßige Bewegung: Seien Sie während der Schwangerschaft regelmäßig körperlich aktiv.
  • Rauchen vermeiden: Rauchen erhöht das Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Alkohol vermeiden: Alkohol erhöht das Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Vitamin D-Einnahme: Einige Studien haben gezeigt, dass eine ausreichende Vitamin D-Einnahme das Risiko von Präeklampsie senken kann.
  • Aspirin-Einnahme: Wenn Sie ein hohes Risiko für Präeklampsie haben, kann Ihr Arzt Ihnen empfehlen, während der Schwangerschaft täglich eine niedrige Dosis Aspirin einzunehmen.

Komplikationen von Präeklampsie

Präeklampsie kann zu einer Reihe von Komplikationen führen, darunter:

  • Frühgeburt: Präeklampsie ist eine der häufigsten Ursachen für Frühgeburten.
  • Eklampsie: Eklampsie ist eine schwere Form von Präeklampsie, die mit Krampfanfällen einhergeht.
  • HELLP-Syndrom: Das HELLP-Syndrom ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation von Präeklampsie, die zu Leberschäden, Nierenschäden und Blutungen führen kann.
  • Plazentaablösung: Eine Plazentaablösung ist ein Zustand, bei dem sich die Plazenta vor der Geburt vom Uterus löst.
  • Mütterliche Todesfälle: Präeklampsie ist eine der Hauptursachen für mütterliche Todesfälle im Zusammenhang mit der Schwangerschaft.

Was sind die Risiken von Präeklampsie für das Baby?

Präeklampsie kann zu einer Reihe von Risiken für das Baby führen, darunter:

  • Frühgeburt: Babys, die vor der 3Schwangerschaftswoche geboren werden, haben ein höheres Risiko für gesundheitliche Probleme.
  • Niedriges Geburtsgewicht: Babys mit niedrigem Geburtsgewicht haben ein höheres Risiko für gesundheitliche Probleme.
  • Entwicklungsverzögerung: Babys, die an Präeklampsie erkrankt sind, haben ein höheres Risiko für Entwicklungsverzögerungen.
  • Tod: Präeklampsie kann in seltenen Fällen zum Tod des Babys führen.

Kann Stress Präeklampsie auslösen?

Obwohl Stress nicht direkt Präeklampsie auslösen kann, kann er indirekt das Risiko erhöhen. Chronischer Stress kann zu einer Reihe von Veränderungen im Körper führen, die das Risiko von Präeklampsie erhöhen können. Diese Veränderungen umfassen:

  • Erhöhter Blutdruck: Chronischer Stress kann zu einem erhöhten Blutdruck führen, was ein Risikofaktor für Präeklampsie ist.
  • Schwächung des Immunsystems: Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen, was das Risiko von Infektionen erhöhen kann. Infektionen können wiederum das Risiko von Präeklampsie erhöhen.
  • Entzündungsreaktionen: Chronischer Stress kann Entzündungsreaktionen im Körper fördern, die das Risiko von Präeklampsie erhöhen können.

Es ist wichtig, während der Schwangerschaft Stress abzubauen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Strategien zur Stressbewältigung, wie z. B. Yoga, Meditation oder Entspannungstechniken.

Wie kann ich Präeklampsie vorbeugen?

Es gibt keine Garantie, dass Sie Präeklampsie verhindern können, aber es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um Ihr Risiko zu senken:

  • Gesundes Gewicht: Wenn Sie übergewichtig oder fettleibig sind, versuchen Sie, vor der Schwangerschaft abzunehmen.
  • Gesunde Ernährung: Essen Sie eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Regelmäßige Bewegung: Seien Sie während der Schwangerschaft regelmäßig körperlich aktiv.
  • Rauchen vermeiden: Rauchen erhöht das Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Alkohol vermeiden: Alkohol erhöht das Risiko, an Präeklampsie zu erkranken.
  • Vitamin D-Einnahme: Einige Studien haben gezeigt, dass eine ausreichende Vitamin D-Einnahme das Risiko von Präeklampsie senken kann.
  • Aspirin-Einnahme: Wenn Sie ein hohes Risiko für Präeklampsie haben, kann Ihr Arzt Ihnen empfehlen, während der Schwangerschaft täglich eine niedrige Dosis Aspirin einzunehmen.

Was passiert, wenn ich Präeklampsie habe?

Wenn Sie an Präeklampsie erkrankt sind, wird Ihr Arzt Ihnen eine Behandlung empfehlen, die auf die Schwere Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. In vielen Fällen kann Präeklampsie mit Medikamenten behandelt werden, die den Blutdruck senken und die Proteinurie reduzieren.

Wenn die Präeklampsie schwerwiegend ist, kann eine frühzeitige Entbindung erforderlich sein, um die Gesundheit der Mutter und des Babys zu schützen.

Was sind die Langzeitfolgen von Präeklampsie?

Präeklampsie kann zu einer Reihe von Langzeitfolgen führen, darunter:

  • Herzerkrankungen: Frauen, die an Präeklampsie erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, später im Leben an Herzerkrankungen zu erkranken.
  • Schlaganfall: Frauen, die an Präeklampsie erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, später im Leben einen Schlaganfall zu erleiden.
  • Nierenerkrankungen: Frauen, die an Präeklampsie erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, später im Leben an Nierenerkrankungen zu erkranken.

Kann Präeklampsie in einer späteren Schwangerschaft wieder auftreten?

Ja, Präeklampsie kann in einer späteren Schwangerschaft wieder auftreten. Frauen, die in einer früheren Schwangerschaft an Präeklampsie erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, in einer späteren Schwangerschaft wieder an Präeklampsie zu erkranken.

Zusammenfassung

Präeklampsie ist eine schwere Erkrankung, die während der Schwangerschaft auftreten kann und sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind gefährlich sein kann. Sie ist gekennzeichnet durch einen hohen Blutdruck und Proteine im Urin. In schweren Fällen kann Präeklampsie zu Krampfanfällen, Organversagen und sogar zum Tod führen.

Obwohl die genaue Ursache von Präeklampsie noch nicht vollständig geklärt ist, wird angenommen, dass eine gestörte Plazentafunktion eine wichtige Rolle spielt. Die Plazenta ist das Organ, das den Embryo im Mutterleib mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Bei Präeklampsie ist die Plazenta möglicherweise nicht in der Lage, ihre Aufgabe richtig zu erfüllen, was zu einer Reihe von Problemen führen kann.

Es gibt keine Garantie, dass Sie Präeklampsie verhindern können, aber es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um Ihr Risiko zu senken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre individuelle Risikofaktoren und die besten Möglichkeiten, um Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihres Babys während der Schwangerschaft zu schützen.

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