Die Frage nach der Schwangerschaftsverhütung beschäftigt viele Menschen. Neben Kondomen, Spiralen und anderen Methoden gibt es auch die Möglichkeit, eine Pille gegen Schwangerschaft einzunehmen. Doch wie funktioniert diese Pille? Welche Risiken birgt sie? Und wo kann man sie bekommen?
Was sind Pillen gegen Schwangerschaft?
Pillen gegen Schwangerschaft, auch bekannt als Abtreibungspillen, sind Medikamente, die eine Schwangerschaft beenden können. Sie werden in der Regel in den ersten neun Wochen der Schwangerschaft eingesetzt. Die bekannteste Abtreibungspille ist Mifepriston. Es handelt sich um einen Progesteron-Rezeptorblocker, der die Wirkung des Hormons Progesteron blockiert. Progesteron ist für die Einnistung und Erhaltung der Schwangerschaft verantwortlich. Durch die Blockade des Progesterons löst sich der Embryo von der Gebärmutterwand und wird abgestoßen.
Die Abtreibungspille wird in Kombination mit einem weiteren Medikament, einem Prostaglandin, eingenommen. Prostaglandine sind Hormone, die den Muttermund erweichen und Wehen auslösen. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Embryo und das Schwangerschaftsgewebe vollständig aus der Gebärmutter ausgeschieden werden.
Wie funktioniert die Abtreibungspille?
Die Abtreibungspille wird in der Regel in zwei Schritten eingenommen:
- Schritt 1: Mifepriston
- Schritt 2: Prostaglandin
Mifepriston wird in der Regel oral eingenommen. Innerhalb von 36 bis 48 Stunden nach der Einnahme löst sich der Embryo von der Gebärmutterwand.

Nach 36 bis 48 Stunden wird das Prostaglandin eingenommen. Es löst Wehen aus und sorgt dafür, dass der Embryo und das Schwangerschaftsgewebe aus der Gebärmutter ausgeschieden werden. Die Blutung ähnelt in der Regel einer gewöhnlichen Monatsblutung.
Die Abtreibungspille ist eine sichere und effektive Methode, um eine Schwangerschaft zu beenden. Die Erfolgsrate liegt bei 95 bis 98 Prozent.
Wer kann die Abtreibungspille einnehmen?
Die Abtreibungspille ist nicht für alle Frauen geeignet. Es gibt einige Kontraindikationen, die die Einnahme der Pille ausschließen können. Dazu gehören:
- Schwere Asthma
- Chronische Leber- und/oder Nierenerkrankungen
- Unverträglichkeit gegenüber Mifepriston oder Prostaglandin
- Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft
- Unterernährung
- Porphyrie
- Erhöhtes Blutungsrisiko
- Erhöhter Augeninnendruck
Wenn Sie an einer dieser Erkrankungen leiden, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Arzt beraten lassen, ob die Abtreibungspille für Sie geeignet ist.
Welche Risiken birgt die Abtreibungspille?
Wie bei jedem Medikament gibt es auch bei der Abtreibungspille einige Risiken. Die häufigsten Nebenwirkungen sind:
- Blutungen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Fieber
In seltenen Fällen können schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, wie z. B. Eine Infektion oder eine Blutvergiftung. Wenn Sie starke Schmerzen, hohes Fieber oder ungewöhnliche Blutungen haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Wo kann ich die Abtreibungspille bekommen?
Die Abtreibungspille ist in Deutschland nicht frei verkäuflich. Sie kann nur unter ärztlicher Aufsicht in einer Schwangerschaftsberatungsstelle oder bei einem Frauenarzt erhalten werden.
Vor der Einnahme der Abtreibungspille müssen Sie sich von einem Arzt beraten lassen. Der Arzt wird Ihre Krankengeschichte erfragen, eine körperliche Untersuchung durchführen und einen Ultraschall machen, um die Schwangerschaftsdauer zu bestimmen.
Die Abtreibungspille ist eine wirksame und sichere Methode, um eine Schwangerschaft zu beenden. Sie ist jedoch nicht für alle Frauen geeignet. Wenn Sie sich für eine Abtreibung entscheiden, sollten Sie sich von einem Arzt beraten lassen.
Was kostet die Abtreibungspille?
Die Kosten für die Abtreibungspille variieren je nach Arzt und Region. In der Regel liegen die Kosten zwischen 200 und 500 Euro. Die Kosten können durch eine gesetzliche Krankenversicherung teilweise übernommen werden.
Wie lange dauert die Abtreibung mit der Pille?
Die Abtreibung mit der Pille dauert in der Regel einige Tage. Die Blutung, die mit der Abstoßung des Embryos einhergeht, kann bis zu zwei Wochen dauern.
Kann ich die Abtreibungspille selbst einnehmen?
Nein, die Abtreibungspille darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Die Einnahme der Pille ohne ärztliche Beratung kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
Was passiert, wenn die Abtreibungspille nicht wirkt?
Wenn die Abtreibungspille nicht wirkt, kann eine operative Abtreibung durchgeführt werden.
Was passiert nach der Einnahme der Abtreibungspille?
Nach der Einnahme der Abtreibungspille sollten Sie regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt wahrnehmen. Der Arzt wird die Blutung kontrollieren und sicherstellen, dass die Schwangerschaft vollständig beendet ist.
Tabelle: Vorteile und Nachteile der Abtreibungspille
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Sicher und effektiv | Nicht für alle Frauen geeignet |
| Kann in den ersten neun Wochen der Schwangerschaft angewendet werden | Kann Nebenwirkungen haben |
| Kann im Vergleich zu einer operativen Abtreibung weniger belastend sein | Kann nicht in jedem Fall angewendet werden |
| Kann in der Regel ambulant durchgeführt werden | Kann nicht frei verkäuflich erworben werden |
Fazit
Die Abtreibungspille ist eine sichere und effektive Methode, um eine Schwangerschaft zu beenden. Sie ist jedoch nicht für alle Frauen geeignet. Es ist wichtig, sich von einem Arzt beraten zu lassen, bevor man die Abtreibungspille einnimmt.
Wenn Sie Fragen zur Abtreibungspille haben, sollten Sie sich an einen Arzt oder eine Schwangerschaftsberatungsstelle wenden.
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