Nestschutz: babyschutz vor krankheiten - wie lange?

Die Ankunft eines neuen Erdenbürgers ist ein wunderschönes Ereignis, das aber auch mit einigen Herausforderungen verbunden ist. Eine davon ist die Anfälligkeit von Babys für Krankheiten, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Glücklicherweise verfügen Neugeborene über einen natürlichen Schutz, den sogenannten Nestschutz. Dieser Schutz wird durch Antikörper vermittelt, die das Baby während der Schwangerschaft von der Mutter über die Plazenta erhält. Der Nestschutz ist ein wertvolles Geschenk, das Babys in den ersten Monaten ihres Lebens vor vielen Infektionen schützt.

Inhaltsverzeichnis

Wie lange hält der Nestschutz an?

Der Nestschutz ist in der Regel bis zum Lebensmonat, spätestens bis zum Lebensmonat wirksam. In dieser Zeit kann das Baby seine eigene Immunabwehr entwickeln und sich gegen Krankheitserreger wappnen. Die Dauer des Nestschutzes kann jedoch von Kind zu Kind variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. Der Gesundheit der Mutter während der Schwangerschaft, dem Geburtsgewicht des Babys und der Art der Krankheit.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Nestschutz nicht vor allen Krankheiten schützt. Einige Krankheiten, wie zum Beispiel die Masern, können auch nach dem Lebensmonat noch auftreten. Die Dauer des Nestschutzes für bestimmte Krankheiten kann auch von den Immunisierungen der Mutter abhängen. So sind Babys zum Beispiel gegen Diphtherie und Tetanus fünf bis sieben Monate geschützt, wenn die Mutter geimpft wurde. Eine durchgemachte Erkrankung der Mutter führt jedoch zu keinem nachweisbaren Nestschutz.

Nestschutz und Stillen

Stillen trägt ebenfalls dazu bei, das Immunsystem des Babys zu stärken. Die Muttermilch enthält wichtige Antikörper, die das Baby vor Infektionen schützen. Stillende Babys haben daher oft einen stärkeren Nestschutz als Flaschenbabys. Allerdings ist auch Stillen kein Garant für Gesundheit. Auch gestillte Babys können krank werden.

Häufige Krankheiten im Säuglingsalter

Auch wenn der Nestschutz Babys in den ersten Monaten vor vielen Krankheiten schützt, können sie dennoch anfällig für verschiedene Infektionen sein. Einige der häufigsten Krankheiten im Säuglingsalter sind:

Erkältung

Verstopfte Nase, belegte Atemwege, leicht erhöhte Temperatur und Erschöpfung sind typische Symptome einer Erkältung. Auch Babys können an Erkältungen erkranken, da ihre Immunabwehr in den ersten Lebensmonaten noch nicht so stark ist. Weitere Symptome können sein:

  • Anschwellung der Lymphknoten
  • Gerötete Augen
  • Unruhe
  • Schwierigkeiten beim Schlafen oder bei der Nahrungsaufnahme
  • Fieber
  • Husten

Leichte Erkältungen klingen in der Regel nach 8-10 Tagen von selbst ab. Wenn Eltern jedoch das Gefühl haben, dass sich der Zustand des Kindes nicht bessert oder die Temperatur immer höher steigt, sollten sie einen Arzt konsultieren. Auch wenn Erkältungen an sich harmlos sind, ist bei Säuglingen eine besondere Beobachtung des Krankheitsverlaufs geboten, da sie sich kaum mitteilen können.

Grippe

Eine Infektion mit Influenzaviren ist schwerwiegender als eine herkömmliche Erkältung. Symptome einer Grippe sind:

  • Husten
  • Schleimhautschwellungen
  • Hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Eine Grippe kann den Organismus eines Säuglings stark schwächen. Es ist daher wichtig, dem Kind ausreichend Flüssigkeit zu geben (Muttermilch, Tee oder Wasser) und dafür zu sorgen, dass es viel Ruhe bekommt. Treten zusätzlich zum hohen Fieber Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Erbrechen) auf oder besteht die Vermutung, dass die Ohren schmerzen, sollte man das Kind rasch zum betreuenden Kinderarzt bringen.

Magen-Darm-Erkrankungen

Die Darmflora muss sich bei Babys erst ausbilden und daher sind sie anfälliger für gewisse Magen-Darm-Infekte. Kommt es zu Erbrechen und Durchfall, ist die wichtigste Aufgabe der Eltern, den Flüssigkeitsverlust so schnell wie möglich auszugleichen. Still-Babys erhalten dann vielleicht öfter eine Mahlzeit, ältere Babys dürfen milde Tees aus Fenchel oder Wasser trinken. Gegen Reizungen und rote Stellen am Po helfen Wundcremes für Babys oder spezielle Zinksalben aus der Apotheke.

Eltern sollten Magen-Darm-Erkrankungen stets im Auge behalten. Sobald zusätzlich hohes Fieber auftritt, ist die Rücksprache mit einem Arzt erforderlich.

3-Monats-Koliken

Leidet ein Baby in den ersten 3 Monaten verstärkt unter Koliken im Verdauungstrakt, dann spricht man von den 3-Monats-Koliken. Etwa 20% aller Säuglinge sind davon betroffen, Jungen manchmal häufiger als Mädchen. Wie es zu den schmerzhaften Verkrampfungen kommt, ist noch nicht restlos geklärt. Fest steht hingegen, dass betroffene Babys und Eltern in dieser Zeit besonders leiden, denn gegen diese Koliken gibt es kein Patentrezept.

Während manchen Säuglingen ein geregelter Tages- und Ernährungsablauf hilft, quälen sich andere stundenlang. Jedes Baby ist ein Individuum und daher müssen Eltern einfach ein wenig experimentieren, um festzustellen, welche Maßnahmen dem eigenen Kind am besten helfen. Manchmal wirkt eine Ernährungsumstellung seitens der Mutter Wunder, teilweise schaffen Bauchmassagen in kreisförmigen Bewegungen und das Tragen am Bauch Abhilfe. Einziger Vorteil dieser typischen Säuglingsbeschwerde: nach spätestens 3 Monaten hört sie wieder auf.

Mittelohrentzündung

Ob ein Baby an einer Entzündung im Ohr leidet oder nicht, ist von außen oft nicht eindeutig festzustellen. Als sichere Anzeichen gelten jedoch häufige Kindsbewegungen zum Ohr hin sowie Fieber. Bemerkt man außerdem, dass sich das Neugeborene ungewöhnlich ruhig oder aufgekratzt verhält, könnte dies auf eine Mittelohrentzündung hinweisen.

Häufig treten solche Infektionen in Verbindung mit Erkältungskrankheiten auf. Mittelohrentzündungen sind nicht gravierend, sollten jedoch ernst genommen werden. Bleiben sie nämlich unbehandelt, besteht die Gefahr, dass Trommelfell und Ohr-Innenraum Schaden nehmen. Bei Verdacht auf Mittelohrentzündung, empfiehlt es sich, einen Termin bei einem Kinderarzt oder einem HNO-Facharzt zu vereinbaren. Liegt tatsächlich eine Infektion des Gehörgangs vor, werden im Regelfall Antibiotika verschrieben.

3-Tage-Fieber

Hierbei handelt es sich um eine akute Fiebererkrankung, die vorwiegend bis zum Lebensjahr auftritt. Bis auf schnell ansteigendes Fieber, gibt es eigentlich keine Symptome, daher ist die Diagnose mitunter ein wenig schwierig. Leidet ein Baby am 3-Tage-Fieber dann steigt die Körpertemperatur innerhalb weniger Stunden rasch auf bis zu 40 Grad oder manchmal auch darüber hinaus. 3-4 Tage bleibt das Fieber im Normalfall auf diesem hohen Niveau.

Eltern sollten versuchen, die Ruhe zu bewahren, auch wenn dies in Anbetracht der hohen Temperaturen nicht einfach erscheint. Wichtig ist es, auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten und vor allem beim Auftreten von Fieberkrämpfen sofort einen Arzt aufzusuchen. Klingt das Fieber ab, ist ein rötlicher Hautausschlag zu erkennen, der nach wenigen Tagen wieder verschwindet.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält der Nestschutz gegen Masern an?

Wenn die Mutter die Masern selbst durchgemacht hat, hält der Nestschutz gegen Masern sogar zehn Monate an. Ist sie gegen Masern geimpft worden, hält der durch die abgeschwächten Impfviren vermittelte Nestschutz nur bis zum sechsten Monat.

Kann ich etwas tun, um den Nestschutz meines Babys zu stärken?

Stillen ist eine der besten Möglichkeiten, um den Nestschutz Ihres Babys zu stärken. Die Muttermilch enthält wichtige Antikörper, die das Baby vor Infektionen schützen. Achten Sie außerdem auf eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und nach der Geburt, um Ihrem Baby die besten Voraussetzungen für ein starkes Immunsystem zu geben.

Was sollte ich tun, wenn mein Baby krank ist?

Wenn Ihr Baby krank ist, sollten Sie es beobachten und ihm viel Ruhe gönnen. Geben Sie ihm ausreichend Flüssigkeit und nehmen Sie bei Bedarf Kontakt zu Ihrem Kinderarzt auf. Bei Fieberkrämpfen oder anderen schwerwiegenden Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Zusammenfassung

Der Nestschutz ist ein wichtiger Schutz für Babys in den ersten Monaten ihres Lebens. Er schützt sie vor vielen Infektionen, bis ihr eigenes Immunsystem stark genug ist, um sich selbst zu schützen. Stillen kann den Nestschutz zusätzlich stärken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass der Nestschutz nicht vor allen Krankheiten schützt und dass auch gestillte Babys krank werden können. Wenn Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Babys machen, sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.

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