Myome sind gutartige Geschwulste, die in der Gebärmutter wachsen können. Sie sind sehr häufig und betreffen etwa jede vierte bis fünfte Frau über 30 Jahre. Während Myome in den meisten Fällen keine Beschwerden verursachen, können sie in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Myome in der Schwangerschaft, ihre Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten.
- Was sind Myome?
- Beschwerden durch Myome in der Gebärmutter
- Auswirkungen von Gebärmuttermyomen auf die Schwangerschaft
- Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Gebärmuttermyomen?
- Myome in der Schwangerschaft
- Sind Myome gefährlich in der Schwangerschaft?
- Können Myome die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
- Können Myome während der Schwangerschaft wachsen?
- Was kann ich tun, wenn ich während der Schwangerschaft Myome habe?
- Wie kann ich das Risiko von Komplikationen durch Myome in der Schwangerschaft reduzieren?
- Zusammenfassung
Was sind Myome?
Myome sind gutartige Wucherungen, also hormonabhängige Muskelgeschwulste, die in der Gebärmutter (Uterus) wachsen. Sie können einzeln oder mehrfach auftreten und wachsen in der Regel langsam. Je nach Lage in der Gebärmutter werden sie in verschiedene Arten eingeteilt:
- Intramurales Myom: Wächst in der Muskelschicht der Gebärmutter.
- Subseröses Myom: Wächst an der Außenseite der Gebärmuttermuskulatur.
- Submuköses Myom: Wächst unter der Gebärmutterschleimhaut.
- Gestieltes Myom: Ein Myom, das mit einem Stiel an der Gebärmutter befestigt ist.
Die meisten Myome sind klein und verursachen keine Beschwerden. Sie werden häufig bei einer Routine-Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Beschwerden durch Myome in der Gebärmutter
Obwohl Myome oft keine Symptome verursachen, können sie in einigen Fällen zu Beschwerden führen, wie zum Beispiel:
- Unregelmäßige Monatsblutungen: Myome können die Blutungsmenge und -dauer der Menstruation beeinflussen.
- Blähungen: Myome können Druck auf den Darm ausüben und zu Blähungen führen.
- Erhöhter Druck auf Blase und Darm: Myome können auch Druck auf die Blase und den Darm ausüben, was zu häufigen Harndrang oder Verstopfung führen kann.
- Schmerzen: Myome können Schmerzen im Unterleib, beim Geschlechtsverkehr oder während der Menstruation verursachen.
Die Schwere der Beschwerden hängt von der Größe, Lage und Anzahl der Myome sowie von der hormonellen Situation der Frau ab.
Auswirkungen von Gebärmuttermyomen auf die Schwangerschaft
Myome können die Schwangerschaft auf verschiedene Weise beeinflussen. In der Vergangenheit wurde angenommen, dass Myome während der Schwangerschaft aufgrund des Östrogeneinflusses schneller wachsen. Wissenschaftliche Studien konnten dies jedoch nicht bestätigen. Ein starkes Wachstum von Myomen während der Schwangerschaft ist selten und tritt meist nur im ersten und zweiten Trimester auf.
Kleine Myome, die die Gebärmutter nicht stark verformen, haben in der Regel keinen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Studien haben gezeigt, dass bei Frauen mit Myomen unter 3 cm keine erhöhte Komplikationsrate im Vergleich zu Frauen ohne Myome festgestellt wurde. Eine Kaiserschnittentbindung ist in diesen Fällen meistens nicht notwendig.
Anders verhält es sich bei Frauen mit großen oder vielen Myomen in der Gebärmutter. In diesen Fällen ist die Gefahr von Komplikationen wie:
- Fehlgeburt: Myome können die Einnistung der befruchteten Eizelle erschweren.
- Vorzeitiger Blasensprung: Myome können den Fruchtblase belasten und zu einem vorzeitigen Blasensprung führen.
- Vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens: Myome können die Plazenta beeinträchtigen und zu einer vorzeitigen Ablösung führen.
- Frühgeburt: Myome können die Gebärmuttermuskulatur sensibilisieren und zu vorzeitigen Wehen führen.
Frauen mit großen Myomen haben auch ein erhöhtes Risiko, dass das Baby in einer ungünstigen Lage zur Geburt liegt, z. B. In der Steißlage. Myome können die normale Entwicklung des Babys im Mutterleib behindern.
Nach der Geburt können Myome zu Komplikationen im Wochenbett führen, wie z. B. Verstärkte Blutungen bei der Rückbildung der Gebärmutter oder Infektionen, wenn der Wochenfluss nicht gut abfließen kann.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Gebärmuttermyomen?
Die Behandlung von Myomen in der Schwangerschaft hängt von der Größe, Lage und Anzahl der Myome sowie von den Beschwerden der Frau ab. In der Regel werden Myome in der Schwangerschaft nicht operativ entfernt, da dies ein hohes Risiko für Komplikationen wie Blutungen birgt.
Eine Hormontherapie ist während der Schwangerschaft ebenfalls nicht angebracht. Wenn Myome Schmerzen verursachen, kann der Arzt oder die Ärztin Bettruhe und Schmerzmittel verordnen. Auch kalte Umschläge können die Schmerzen lindern.
Vor oder nach einer Schwangerschaft gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Myome:
- Operation: Myome können operativ entfernt werden. Die Art des Eingriffs hängt von der Größe und Lage des Myoms ab.
- Myomemboliation: Bei diesem Verfahren werden die Blutgefäße des Myoms verödet, wodurch das Myom schrumpft.
- Hormontherapie: Hormontherapie kann das Wachstum von Myomen verlangsamen oder stoppen.
- Uterusablation: Bei diesem Verfahren wird die Gebärmutterschleimhaut entfernt, wodurch die Blutung reduziert wird.
- Hysterektomie: In einigen Fällen kann eine operative Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) notwendig sein.
Welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist, hängt von der individuellen Situation der Frau ab. Der Arzt oder die Ärztin wird die beste Behandlungsmethode in Absprache mit der Frau auswählen.
Myome in der Schwangerschaft
Sind Myome gefährlich in der Schwangerschaft?
Myome sind in der Regel nicht gefährlich für die Schwangerschaft. Kleine Myome, die die Gebärmutter nicht stark verformen, haben meist keinen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Große oder viele Myome können jedoch zu Komplikationen führen.
Können Myome die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
Ja, Myome können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, wenn sie im Bereich des Eileiters liegen oder die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut bei der Einnistung der befruchteten Eizelle stören.
Können Myome während der Schwangerschaft wachsen?
Myome können während der Schwangerschaft wachsen, aber dies ist nicht immer der Fall. Ein starkes Wachstum von Myomen ist selten und tritt meist nur im ersten und zweiten Trimester auf.
Was kann ich tun, wenn ich während der Schwangerschaft Myome habe?
Wenn Sie während der Schwangerschaft Myome haben, sollten Sie regelmäßig Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, um den Verlauf Ihrer Schwangerschaft zu kontrollieren. Es ist wichtig, dass Sie alle Veränderungen in Ihrem Körper Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin melden.
Wie kann ich das Risiko von Komplikationen durch Myome in der Schwangerschaft reduzieren?
Es gibt keine Garantie, dass Sie keine Komplikationen durch Myome in der Schwangerschaft haben werden. Sie können jedoch das Risiko von Komplikationen reduzieren, indem Sie:
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Myome frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
- Einen gesunden Lebensstil führen: Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung können das Risiko von Myomen reduzieren.
- Auf Ihren Körper hören: Achten Sie auf Veränderungen in Ihrem Körper und melden Sie diese Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Zusammenfassung
Myome sind gutartige Geschwulste, die in der Gebärmutter wachsen können. Sie sind sehr häufig und betreffen etwa jede vierte bis fünfte Frau über 30 Jahre. In den meisten Fällen verursachen Myome keine Beschwerden. Bei Frauen mit großen oder vielen Myomen können jedoch Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten.
Wenn Sie während der Schwangerschaft Myome haben, sollten Sie regelmäßig Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, um den Verlauf Ihrer Schwangerschaft zu kontrollieren. Es ist wichtig, dass Sie alle Veränderungen in Ihrem Körper Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin melden.
Mit guter medizinischer Versorgung können die meisten Frauen mit Myomen eine gesunde Schwangerschaft erleben und ein gesundes Baby zur Welt bringen.
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