Moxen in der schwangerschaft: baby in steißlage drehen

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit, die mit vielen neuen Erfahrungen und Herausforderungen verbunden ist. Eine dieser Herausforderungen kann die Position des Babys im Bauch sein. Wenn das Baby in Steißlage liegt, also mit dem Po nach unten, kann dies die Geburt erschweren. In diesen Fällen kann Moxibustion, eine traditionelle chinesische Medizin-Methode, eine natürliche und effektive Alternative zur äußeren Wendung oder einem Kaiserschnitt sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Moxen und wie funktioniert es?

Moxibustion, auch bekannt als Moxa-Therapie, ist eine Technik aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der das Heilkraut Beifuß (Artemisia vulgaris) in Form einer Zigarre in ca. 5 mm Entfernung zu einem Akupunkturpunkt des kleinen Zehs verglimmt. Die entstehende Wärme stimuliert über den Zhiyin-Punkt (BL67) die Gebärmutter. Durch die Einfachheit der Anwendung ist die Behandlung selbst von fachlich unterrichteten Familienmitgliedern zuhause möglich und in der alternativen Geburtshilfe durchaus beliebt.

Die TCM geht davon aus, dass Moxen die Energiezufuhr im Körper reguliert und den Energiefluss in den Meridianen, den Leitbahnen im Körper, harmonisiert. In der Geburtshilfe wird durch das Moxen eine Drehung von Steißlagen bezweckt, indem die Wärme den Zhiyin-Punkt stimuliert und so die Gebärmutter dazu anregt, das Baby in eine optimale Position zu drehen.

Vorteile von Moxibustion in der Schwangerschaft

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Moxibustion bei Babys in Steißlage folgende Vorteile haben kann:

  • Reduzierte Notwendigkeit einer äußeren Wendung (ECV): Moxibustion kann die Wahrscheinlichkeit verringern, dass eine äußere Wendung erforderlich ist, um das Baby in eine Schädellage zu drehen.
  • Geringerer Bedarf an Oxytocin: Moxibustion kann dazu beitragen, dass weniger Oxytocin zur Einleitung der Wehen benötigt wird.
  • Mögliche Reduzierung der Kaiserschnittrate: Obwohl die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Kaiserschnittrate uneinheitlich sind, deuten einige Studien darauf hin, dass Moxibustion die Wahrscheinlichkeit eines Kaiserschnitts verringern kann.
  • Natürliche und sanfte Methode: Moxibustion ist eine natürliche und sanfte Methode, die keine Medikamente oder invasiven Eingriffe erfordert.

Wie wird Moxibustion angewendet?

Moxibustion wird in der Regel einmal täglich für ca. 10-20 Minuten an beiden kleinen Zehen durchgeführt. Die Moxa-Zigarre wird in einem Abstand von ca. 5 mm zum Zhiyin-Punkt (BL67) gehalten, bis die Wärme spürbar ist. Es ist wichtig, dass die Moxa-Zigarre nicht zu nahe an der Haut gehalten wird, um Verbrennungen zu vermeiden.

Die Moxibustion kann in verschiedenen Positionen durchgeführt werden, z. B. In Beckenhochlagerung oder Knie-Ellenbogenlage. Es ist wichtig, dass die Position bequem ist und die Wärme gut auf den Akupunkturpunkt gelangen kann.

Wann sollte man Moxibustion anwenden?

Moxibustion kann ab der 3Schwangerschaftswoche angewendet werden, wenn das Baby in Steißlage liegt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vor der Anwendung von Moxibustion mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme besprechen, um sicherzustellen, dass es für Sie und Ihr Baby sicher ist.

Nebenwirkungen von Moxibustion

Moxibustion ist im Allgemeinen eine sichere Methode, kann aber einige Nebenwirkungen haben, wie z. B.:

  • Erhöhte fetale Bewegungen: Manche Babys reagieren auf die Wärme der Moxa-Zigarre mit erhöhten Bewegungen.
  • Uteruskontraktionen: Moxibustion kann leichte Uteruskontraktionen auslösen.
  • Übelkeit: Manche Frauen verspüren während der Moxibustion Übelkeit.
  • Kopfschmerzen: Manche Frauen bekommen nach der Moxibustion Kopfschmerzen.
  • Hautverbrennungen: Wenn die Moxa-Zigarre zu nahe an der Haut gehalten wird, kann es zu Verbrennungen kommen.

Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Anwendung von Moxibustion von einem qualifizierten TCM-Praktizierenden oder einer Hebamme beraten lassen, um sicherzustellen, dass die Methode für Sie und Ihr Baby sicher ist. Sie können Ihnen auch helfen, die richtige Technik zu erlernen, um Verbrennungen zu vermeiden.

Moxibustion und Schwangerschaft: Was Sie wissen sollten

Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie über Moxibustion in der Schwangerschaft beachten sollten:

Kontraindikationen für Moxibustion

Moxibustion ist nicht für alle Frauen geeignet. Es gibt einige Kontraindikationen, bei denen die Anwendung von Moxibustion nicht empfohlen wird, darunter:

  • Blutungsstörungen: Moxibustion kann die Blutungsneigung erhöhen.
  • Vorzeitiger Blasensprung: Moxibustion kann das Risiko eines vorzeitigen Blasensprungs erhöhen.
  • Schwangerschaft mit Mehrlingen: Moxibustion ist bei Mehrlingsschwangerschaften nicht empfohlen.
  • Allergien gegen Beifuß: Wenn Sie allergisch gegen Beifuß sind, sollten Sie Moxibustion nicht anwenden.
  • Andere medizinische Bedingungen: Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme über alle medizinischen Bedingungen informieren, die Sie haben, bevor Sie Moxibustion anwenden.

Sicherheit und Wirksamkeit von Moxibustion

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Moxibustion in der Schwangerschaft ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt einige Studien, die darauf hindeuten, dass Moxibustion bei Babys in Steißlage hilfreich sein kann, aber weitere Forschung ist erforderlich, um die langfristigen Auswirkungen von Moxibustion auf Mutter und Kind zu erforschen.

Moxibustion als Teil eines umfassenden Geburtsplans

Moxibustion sollte nicht als alleinige Methode zur Wendung eines Babys in Steißlage angesehen werden. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme zusammenarbeiten, um einen umfassenden Geburtsplan zu erstellen, der Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Moxibustion kann ein Teil dieses Plans sein, aber es ist wichtig, dass Sie auch andere Möglichkeiten wie die äußere Wendung oder die Geburt aus Beckenendlage in Betracht ziehen.

Moxibustion und andere alternative Geburtshilfemethoden

Moxibustion ist nur eine von vielen alternativen Geburtshilfemethoden. Es gibt auch andere Methoden, die bei Babys in Steißlage hilfreich sein können, wie z. B. Akupunktur, Kinesio-Taping, sanfte Lichtwende und die Zilgrei-Methode.

Häufig gestellte Fragen zu Moxibustion

Kann ich Moxibustion selbst anwenden?

Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Anwendung von Moxibustion von einem qualifizierten TCM-Praktizierenden oder einer Hebamme beraten lassen. Sie können Ihnen die richtige Technik beibringen und sicherstellen, dass Sie die Moxibustion sicher anwenden.

Wie oft sollte ich Moxibustion anwenden?

Moxibustion wird in der Regel einmal täglich für ca. 10-20 Minuten an beiden kleinen Zehen durchgeführt. Es ist wichtig, dass Sie sich von Ihrem TCM-Praktizierenden oder Ihrer Hebamme beraten lassen, um die richtige Häufigkeit für Sie zu bestimmen.

Wie lange dauert es, bis Moxibustion wirkt?

Es gibt keine Garantie, dass Moxibustion wirkt. Einige Babys drehen sich innerhalb weniger Tage nach Beginn der Moxibustion, während andere länger brauchen. Es ist wichtig, dass Sie geduldig sind und die Moxibustion regelmäßig anwenden.

Ist Moxibustion schmerzhaft?

Moxibustion ist nicht schmerzhaft, kann aber ein leichtes Wärmegefühl verursachen. Wenn Sie Schmerzen verspüren, sollten Sie die Moxibustion sofort abbrechen und sich von Ihrem TCM-Praktizierenden oder Ihrer Hebamme beraten lassen.

Ist Moxibustion eine Kassenleistung?

Moxibustion ist in der Regel keine Kassenleistung. Sie müssen die Kosten für die Behandlung selbst tragen.

Fazit

Moxibustion ist eine traditionelle chinesische Medizin-Methode, die bei Babys in Steißlage angewendet werden kann. Es gibt einige Studien, die darauf hindeuten, dass Moxibustion die Wahrscheinlichkeit einer äußeren Wendung oder eines Kaiserschnitts verringern kann. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vor der Anwendung von Moxibustion von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme beraten lassen, um sicherzustellen, dass es für Sie und Ihr Baby sicher ist.

Moxibustion sollte nicht als alleinige Methode zur Wendung eines Babys in Steißlage angesehen werden. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme zusammenarbeiten, um einen umfassenden Geburtsplan zu erstellen, der Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.

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