Mittelohrentzündung: dauer & symptome

Eine Mittelohrentzündung, auch bekannt als Otitis media, ist eine häufige Erkrankung, die vor allem bei Kindern vorkommt. Sie tritt auf, wenn sich die Schleimhaut im Mittelohr entzündet. Die Entzündung kann durch Viren, Bakterien oder eine Kombination aus beidem verursacht werden. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Dauer einer Mittelohrentzündung, die Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung.

Inhaltsverzeichnis

Wie lange dauert eine Mittelohrentzündung?

Die Dauer einer Mittelohrentzündung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Schwere der Entzündung, das Alter des Patienten und die Art des Erregers. In der Regel dauert eine akute Mittelohrentzündung etwa 3 bis 7 Tage. Bei einigen Patienten kann die Entzündung jedoch länger anhalten, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern.

Oft klingen die Symptome innerhalb weniger Tage ab, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist. In einigen Fällen kann eine Mittelohrentzündung jedoch zu Komplikationen führen, die eine Behandlung erfordern.

Wann sollte man zum Arzt?

Wenn Sie oder Ihr Kind unter folgenden Symptomen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Starker Ohrenschmerz
  • Fieber
  • Schwindel
  • Ausfluss aus dem Ohr
  • Schwierigkeiten beim Hören
  • Rötung und Schwellung hinter dem Ohrläppchen
  • Starke Kopfschmerzen
  • Steifer Nacken
  • Starke Müdigkeit

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache für eine Mittelohrentzündung ist eine Infektion der oberen Atemwege, wie z. B. Eine Erkältung. Die Erreger gelangen über die Ohrtrompete, die das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum verbindet, in das Mittelohr.

Die Ohrtrompete ist bei Kindern kürzer und gerader als bei Erwachsenen, was es den Erregern erleichtert, in das Mittelohr zu gelangen.

Weitere Risikofaktoren für eine Mittelohrentzündung sind:

  • Vergrößerte Rachenmandeln (Polypen)
  • Passivrauchen
  • Allergien
  • Frühgeburt
  • Schwäche des Immunsystems

Symptome

Die häufigsten Symptome einer Mittelohrentzündung sind:

  • Starker Ohrenschmerz , der stechend, pulsierend oder klopfend sein kann
  • Fieber
  • Beeinträchtigtes Allgemeinbefinden
  • Erkältungsbeschwerden , wie z. B. Schnupfen und Husten
  • Schwindel
  • Ausfluss aus dem Ohr , wenn das Trommelfell platzt
  • Reiben am Ohr bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Trinkunlust bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Häufiges Schreien bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Bauchschmerzen bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern

Komplikationen

In den meisten Fällen heilt eine Mittelohrentzündung ohne Komplikationen ab. In seltenen Fällen kann sie jedoch zu folgenden Komplikationen führen:

  • Chronische Mittelohrentzündung
  • Trommelfellperforation
  • Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes)
  • Hirnhautentzündung
  • Gesichtslähmung
  • Labyrinthitis (Entzündung des Innenohres)

Diagnose

Ein Arzt kann eine Mittelohrentzündung anhand der Symptome und einer körperlichen Untersuchung diagnostizieren. Dazu gehört die Untersuchung des Trommelfells mit einem Otoskop.

In einigen Fällen kann der Arzt zusätzliche Tests durchführen, um die Diagnose zu bestätigen oder Komplikationen auszuschließen. Dazu gehören:

  • Hörprüfungen
  • Gleichgewichtstests
  • Bildgebende Untersuchungen des Schädels
  • Blutbild

Behandlung

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung hängt von der Schwere der Erkrankung und dem Alter des Patienten ab. In vielen Fällen klingen die Symptome innerhalb weniger Tage von selbst ab.

Wenn die Symptome jedoch stark sind oder länger anhalten, kann der Arzt folgende Behandlungen empfehlen:

  • Schmerzmittel , wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen
  • Antibiotika , wenn die Mittelohrentzündung bakteriell verursacht ist
  • Trommelfellschnitt (Parazentese) , um den Druck im Mittelohr zu reduzieren
  • Ohrentropfen , um die Entzündung zu lindern

Antibiotika

Antibiotika werden in der Regel nur dann verschrieben, wenn die Mittelohrentzündung bakteriell verursacht ist. Nicht jede Mittelohrentzündung muss mit Antibiotika behandelt werden.

Es gibt Studien, die zeigen, dass etwa 80 % der Kinder auch ohne Antibiotika innerhalb weniger Tage gesund werden. Die kinderärztlichen Fachgesellschaften empfehlen die automatische Antibiotikagabe nur noch bei Kindern unter 6 Monaten. Bei Kindern zwischen 6 Monaten und 2 Jahren kann auf Antibiotika verzichtet werden, wenn sich der Arzt mit der Diagnose nicht ganz sicher ist und wenn es dem Kind einigermaßen gut geht (d. H., wenn das Fieber 39 °C nicht übersteigt und die Ohrenschmerzen auszuhalten sind). Bei Kindern ab 2 Jahren kann auch bei einer gesicherten Mittelohrentzündung auf Antibiotika verzichtet werden, wenn es dem Kind einigermaßen gut geht.

Trommelfellschnitt

Ein Trommelfellschnitt wird in der Regel nur dann durchgeführt, wenn sich das Trommelfell wegen des entzündungsbedingten Drucks im Mittelohr stark vorwölbt. Durch den Schnitt kann das Sekret abfließen und den Druck im Mittelohr reduzieren.

Prognose

Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn heilt eine akute Mittelohrentzündung in der Regel vollständig aus. Wenn jedoch die Ursache für die Mittelohrentzündung nicht behoben wird, z. B. Vergrößerte Rachenmandeln, kann es zu einer chronischen Mittelohrentzündung kommen.

Prävention

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko einer Mittelohrentzündung zu reduzieren:

  • Rauchen Sie nicht in der Nähe von Kindern.
  • Stillen Sie Ihr Baby so lange wie möglich.
  • Impfen Sie Ihr Kind gegen Pneumokokken.
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig.
  • Behandeln Sie vergrößerte Rachenmandeln.

Wie lange dauert es, bis eine Mittelohrentzündung heilt?

Eine akute Mittelohrentzündung dauert in der Regel 3 bis 7 Tage. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Entzündung jedoch länger anhalten.

Kann eine Mittelohrentzündung zu Schwerhörigkeit führen?

Häufige Mittelohrentzündungen können zu einem bleibenden Trommelfellschaden mit Schwerhörigkeit führen.

Wann sollte ich wegen einer Mittelohrentzündung zum Arzt gehen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie oder Ihr Kind unter starken Ohrenschmerzen, Fieber, Schwindel oder Ausfluss aus dem Ohr leiden.

Kann ich eine Mittelohrentzündung vorbeugen?

Sie können das Risiko einer Mittelohrentzündung reduzieren, indem Sie nicht rauchen, Ihr Baby stillen, Ihr Kind gegen Pneumokokken impfen und Ihre Hände regelmäßig waschen.

Welche Hausmittel helfen bei einer Mittelohrentzündung?

Wärme kann die Beschwerden einer Mittelohrentzündung lindern. Sie können ein Heizkissen oder eine Wärmflasche auf das betroffene Ohr legen. Ein Zwiebelsäckchen kann ebenfalls Linderung verschaffen.

Kann ich bei einer Mittelohrentzündung Ohrentropfen verwenden?

Ohne Verordnung des Arztes sollten Sie bei einer Mittelohrentzündung keine Ohrentropfen anwenden. Bei noch intaktem Trommelfell können diese gar nicht in das Mittelohr gelangen und bei einem bereits erfolgten Riss rufen sie möglicherweise Innenohrschäden hervor.

Zusammenfassung

Eine Mittelohrentzündung ist eine häufige Erkrankung, die vor allem bei Kindern vorkommt. Die meisten Fälle heilen ohne Komplikationen ab. Wenn jedoch die Symptome stark sind oder länger anhalten, kann der Arzt eine Behandlung empfehlen. Es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko einer Mittelohrentzündung zu reduzieren.

Wenn Sie sich Sorgen um Ihre Gesundheit oder die Gesundheit Ihres Kindes machen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn Sie andere Artikel kennenlernen möchten, die Mittelohrentzündung: dauer & symptome ähneln, können Sie die Kategorie Ohrenentzündung besuchen.

Go up