Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und Anpassungen, sowohl für den Körper als auch für den Geist. Eine dieser Veränderungen, die viele Frauen während der Schwangerschaft erleben, sind Marisken. Marisken sind hautfarbene Läppchen oder Knoten, die direkt an der Afteröffnung liegen. Sie können einzeln oder zu mehreren auftreten und sind in der Regel nicht schmerzhaft. Obwohl sie harmlos erscheinen, können Marisken während der Schwangerschaft unangenehm werden und zu Beschwerden führen.
Was sind Marisken?
Marisken sind kleine, hautfarbene Wucherungen, die sich an der Afteröffnung befinden. Sie entstehen durch eine Verdickung der Haut am Afterrand. Marisken sind nicht mit Hämorrhoiden zu verwechseln, obwohl sie manchmal fälschlicherweise als äußere hämorrhoiden bezeichnet werden.
Es gibt zwei Arten von Marisken:
Primäre Marisken
Diese Marisken entstehen ohne erkennbare Ursache, meist im Laufe des Lebens. Sie werden oft mit zunehmendem Alter ausgeprägter.
Sekundäre Marisken
Sekundäre Marisken entwickeln sich als Folge einer analen Erkrankung, wie zum Beispiel einer Analfissur (Riss am After), einer Fistel (Verbindungsgang zwischen After und Haut) oder einer Hämorrhoiden-Operation.

Marisken in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft können Marisken durch den hormonellen Wandel und den Druck des wachsenden Babys auf die Blutgefäße im Analbereich verstärkt werden. Dieser Druck kann zu einer vermehrten Durchblutung und Schwellung der Marisken führen, was zu Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen führen kann.
Die folgenden Faktoren können das Risiko für Marisken während der Schwangerschaft erhöhen:
- Verstopfung
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Übergewicht oder Fettleibigkeit
- Familiäre Vorbelastung
Symptome von Marisken in der Schwangerschaft
Die meisten Marisken verursachen keine Beschwerden. Allerdings können sie während der Schwangerschaft Beschwerden verursachen, wie:
- Juckreiz
- Brennen
- Schmerzen
- Blutungen
- Schwierigkeiten beim Stuhlgang
Wenn Sie während der Schwangerschaft Symptome von Marisken bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen. Er kann die Ursache der Beschwerden feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten.
Behandlung von Marisken in der Schwangerschaft
Die Behandlung von Marisken in der Schwangerschaft hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Wenn die Marisken keine Beschwerden verursachen, ist keine Behandlung notwendig. Wenn die Marisken jedoch Beschwerden verursachen, können folgende Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden:
- Hausmittel: Sitzbäder mit Kamille oder Salbei können die Beschwerden lindern.
- Salben: Salben mit Kortison können den Juckreiz und die Entzündung reduzieren.
- Chirurgische Entfernung: In schweren Fällen kann die chirurgische Entfernung der Marisken notwendig sein. Diese Behandlung wird jedoch in der Regel erst nach der Schwangerschaft durchgeführt.
Häufig gestellte Fragen zu Marisken in der Schwangerschaft
Kann ich Marisken während der Schwangerschaft selbst behandeln?
In den meisten Fällen sind Marisken während der Schwangerschaft nicht gefährlich und können mit einfachen Hausmitteln behandelt werden. Wenn die Beschwerden jedoch stark sind oder nicht verschwinden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Können Marisken während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen?
In der Regel sind Marisken nicht gefährlich und führen nicht zu Komplikationen. In seltenen Fällen können sie sich entzünden oder infizieren. Wenn Sie Symptome wie Fieber, starke Schmerzen oder Blutungen bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Können Marisken nach der Schwangerschaft von selbst verschwinden?
In einigen Fällen können Marisken nach der Schwangerschaft von selbst verschwinden. Wenn sie jedoch Beschwerden verursachen oder nicht verschwinden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine Behandlung zu besprechen.
Fazit
Marisken sind eine häufige Erkrankung, die bei Frauen während der Schwangerschaft auftreten kann. Die meisten Marisken verursachen keine Beschwerden und verschwinden nach der Schwangerschaft von selbst. Wenn sie jedoch Beschwerden verursachen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine Behandlung zu besprechen. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Beschwerden lindern und eine gesunde Schwangerschaft genießen.
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