Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und lebensveränderndes Ereignis. Doch für viele Frauen ist die Zeit nach der Geburt auch mit körperlichen Veränderungen verbunden, die sich auf die Lebensqualität auswirken können. Eine dieser Veränderungen sind Marisken, auch bekannt als Analklappen oder Hautfalten am After.

Marisken sind kleine Hautfalten, die sich an der Afteröffnung bilden können. Sie sind in der Regel harmlos, können aber zu Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen und Blutungen führen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugung von Marisken nach der Geburt.
Ursachen von Marisken nach der Geburt
Marisken können aus verschiedenen Gründen entstehen. Bei Frauen nach der Geburt sind die häufigsten Ursachen:
- Veränderungen des Bindegewebes : Während der Schwangerschaft und Geburt wird das Bindegewebe im Beckenboden stark beansprucht. Dies kann zu einer Schwächung des Gewebes führen und die Entstehung von Marisken begünstigen.
- Verstopfung : Verstopfung kann zu starkem Pressen beim Stuhlgang führen, was die Haut am After reizen und zu Marisken führen kann.
- Hämorrhoiden : Hämorrhoiden sind vergrößerte Venen im After, die ebenfalls zu Marisken führen können.
- Übergewicht : Übergewicht kann den Druck auf das Beckenboden- und Aftergewebe erhöhen und so die Entstehung von Marisken begünstigen.
- Chronischer Durchfall : Chronischer Durchfall kann die Haut am After reizen und zu Marisken führen.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jede Frau nach der Geburt Marisken entwickelt. Die Entstehung von Marisken ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. Der individuellen Konstitution, dem Schwangerschaftsverlauf und den Lebensgewohnheiten.
Symptome von Marisken
Marisken verursachen nicht immer Beschwerden. Viele Frauen bemerken sie erst, wenn sie zufällig beim Abwischen oder beim Stuhlgang auf sie stoßen. Wenn Marisken Beschwerden verursachen, können diese sein:
- Juckreiz
- Schmerzen
- Brennen
- Blutungen
- Schleimbildung
- Fremdkörpergefühl im After
Sollten Sie diese Symptome bemerken, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Ursache der Beschwerden feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten.

Diagnose von Marisken
Die Diagnose von Marisken erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Der Arzt wird den Afterbereich abtasten und die Marisken begutachten. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Untersuchung mit einem Anoskop oder Proktoskop notwendig sein, um die Marisken genauer zu betrachten.
Behandlung von Marisken
Die Behandlung von Marisken hängt von der Schwere der Beschwerden und den individuellen Bedürfnissen der Patientin ab. In vielen Fällen reichen konservative Maßnahmen aus, um die Beschwerden zu lindern. In anderen Fällen kann eine operative Entfernung der Marisken notwendig sein.
Konservative Behandlungsverfahren
Konservative Behandlungsverfahren zielen darauf ab, die Beschwerden zu lindern und die Marisken zu verkleinern. Zu den gängigen Methoden gehören:
- Hygienemaßnahmen : Regelmäßiges Waschen des Afterbereichs mit lauwarmem Wasser und mildem Seife kann die Beschwerden lindern und das Risiko von Infektionen reduzieren. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel und zu starkes Rubbeln.
- Weichmacher : Weichmacher, wie z. B. Vaseline oder Kokosöl, können die Haut am After befeuchten und die Beschwerden lindern. Tragen Sie den Weichmacher nach dem Waschen und Trocknen des Afterbereichs auf.
- Zinkhaltige Salben : Zinkhaltige Salben können Entzündungen und Juckreiz lindern. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Salbe für Sie geeignet ist.
- Sitzbäder : Sitzbäder mit lauwarmem Wasser können die Beschwerden lindern und das Rektum entspannen. Sie können auch ein paar Esslöffel Natron oder Essig zum Wasser hinzufügen.
- Diät : Eine ballaststoffreiche Ernährung kann Verstopfung vorbeugen und so die Beschwerden lindern. Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, um den Stuhlgang zu regulieren.
Operative Behandlungsverfahren
Eine operative Entfernung von Marisken ist selten medizinisch erforderlich. Sie kann dennoch die Analhygiene beeinträchtigen und die gründliche Entfernung des Stuhls erschweren. Sollte dies die Lebensqualität stark beeinträchtigen, ist eine Operation möglich. Weitere Gründe zur Entfernung der Hautfalten könnten ästhetische Aspekte sein.
Die Operation wird mithilfe einer lokalen Betäubung durchgeführt, bei der die Hautfalten entfernt werden. Die Operation ist in der Regel ambulant und dauert etwa 30 Minuten. Nach der Operation kann es zu leichten Schmerzen und Blutungen kommen. Diese Beschwerden lassen sich in der Regel mit Schmerzmitteln und kühlen Umschlägen lindern.
Vorbeugung von Marisken
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko von Marisken zu reduzieren:
- Gesunde Ernährung : Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann Verstopfung vorbeugen und so das Risiko von Marisken reduzieren.
- Ausreichend Flüssigkeit : Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, um den Stuhlgang zu regulieren.
- Regelmäßige Bewegung : Regelmäßige Bewegung kann die Durchblutung im Beckenboden verbessern und das Risiko von Marisken reduzieren.
- Gewicht reduzieren : Übergewicht kann den Druck auf das Beckenboden- und Aftergewebe erhöhen und so die Entstehung von Marisken begünstigen. Reduzieren Sie Ihr Gewicht, wenn Sie übergewichtig oder fettleibig sind.
- Hygienemaßnahmen : Achten Sie auf eine gute Hygiene im Afterbereich. Waschen Sie den Afterbereich regelmäßig mit lauwarmem Wasser und mildem Seife. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel und zu starkes Rubbeln.
- Vermeiden von starkem Pressen : Versuchen Sie, beim Stuhlgang nicht zu stark zu pressen. Wenn Sie unter Verstopfung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Maßnahmen.
Häufige Fragen zu Marisken
Was sind Marisken?
Marisken sind kleine Hautfalten, die sich an der Afteröffnung bilden können. Sie sind in der Regel harmlos, können aber zu Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen und Blutungen führen.
Sind Marisken gefährlich?
Marisken sind in der Regel nicht gefährlich. Sie können jedoch zu Beschwerden führen, die die Lebensqualität beeinträchtigen können. In seltenen Fällen können Marisken zu einer Infektion führen.
Wie kann ich Marisken vorbeugen?
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko von Marisken zu reduzieren. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Bewegung und gute Hygiene im Afterbereich.
Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen, Blutungen oder Schleimbildung im Afterbereich haben. Auch wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich bei Ihren Beschwerden um Marisken handelt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Wie werden Marisken behandelt?
Die Behandlung von Marisken hängt von der Schwere der Beschwerden und den individuellen Bedürfnissen der Patientin ab. In vielen Fällen reichen konservative Maßnahmen aus, um die Beschwerden zu lindern. In anderen Fällen kann eine operative Entfernung der Marisken notwendig sein.
Fazit
Marisken sind eine häufige Erkrankung, die vor allem bei Frauen nach der Geburt auftreten kann. Sie sind in der Regel harmlos, können aber zu Beschwerden führen, die die Lebensqualität beeinträchtigen können. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie das Risiko von Marisken reduzieren und die Beschwerden lindern.
Sollten Sie Beschwerden im Afterbereich haben, suchen Sie einen Arzt auf. Er kann die Ursache der Beschwerden feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten.
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