Die Einnahme von Magnesium während der Schwangerschaft ist weit verbreitet und kann viele Vorteile bieten. Es trägt zur Muskelentspannung bei, unterstützt die Entwicklung des Babys und kann sogar das Risiko für vorzeitige Wehen reduzieren. Aber wann sollte man mit der Einnahme von Magnesium aufhören? Und gibt es Risiken, wenn man es bis kurz vor der Geburt einnimmt?
Warum Magnesium vor der Geburt absetzen?
Es gibt keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Magnesium die Wehenaktivität direkt beeinflusst oder die Geburt verzögert. Dennoch gibt es einige Gründe, warum manche Ärzte empfehlen, Magnesium in den letzten Wochen vor der Geburt abzusetzen:
- Unnötige Einnahme: Sobald die Geburt eingeleitet wird, ist Magnesium nicht mehr notwendig und kann sogar zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.
- Risiko von Nebenwirkungen: Obwohl Magnesium in der Regel gut verträglich ist, können hohe Dosen zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit und Müdigkeit führen. In den letzten Wochen vor der Geburt ist es wichtig, den Körper auf natürliche Weise auf die Geburt vorzubereiten.
- Mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten: Magnesium kann mit anderen Medikamenten interagieren, die während der Geburt verabreicht werden. Daher ist es wichtig, den Arzt über alle Medikamente zu informieren, die Sie einnehmen.
Wann sollte man mit der Einnahme von Magnesium aufhören?
Die Entscheidung, wann man mit der Einnahme von Magnesium aufhören sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:
- Grund für die Einnahme von Magnesium: Wenn Sie Magnesium wegen eines Magnesiummangels einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wann Sie die Einnahme beenden sollten.
- Schwangerschaftswoche: Manche Ärzte empfehlen, Magnesium ab der 3Schwangerschaftswoche abzusetzen, da die Geburt dann jederzeit beginnen kann.
- Individuelle Situation: Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um die beste Vorgehensweise für Ihre individuelle Situation zu besprechen.
Es ist wichtig, dass Sie die Entscheidung, ob Sie Magnesium vor der Geburt absetzen sollen, nicht alleine treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, um die bestmögliche Vorgehensweise für Sie zu finden.
Magnesiummangel in der Schwangerschaft erkennen
Ein Magnesiummangel kann während der Schwangerschaft auftreten, da der Bedarf an diesem wichtigen Mineralstoff erhöht ist. Es ist wichtig, die Symptome eines Magnesiummangels zu kennen, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Symptome eines Magnesiummangels:
- Muskelkrämpfe oder Muskelzittern
- Geringere Stressresistenz und hohe Reizbarkeit
- Antriebslosigkeit
- Schwindel
- Wechselnd auftretender Durchfall und Verstopfung
- Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen
- Nervlich bedingte Krampfanfälle
Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, um einen Magnesiummangel auszuschließen.
Wie viel Magnesium in der Schwangerschaft?
Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr für Erwachsene beträgt 350-400 mg. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte diese auf 450-500 mg erhöht werden. Dieser erhöhte Bedarf ist darauf zurückzuführen, dass der Körper in der Schwangerschaft mehr Magnesium über die Nieren ausscheidet.
Magnesiumreiche Lebensmittel:
Magnesium kann über die Nahrung aufgenommen werden. Viele Lebensmittel sind reich an Magnesium, darunter:
- Milch und Milchprodukte
- Pouletfleisch
- Fisch
- Nüsse
- Sonnenblumenkerne
- Beerenobst
- Bananen
- Orangen
- Kiwis
- Brokkoli
- Erbsen
- Hülsenfrüchte
- Soja
- Feldsalat
- Kartoffeln
- Vollkornbrot
- Naturreis
- Teigwaren
In den meisten Fällen kann der erhöhte Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft durch eine magnesiumreiche Ernährung gedeckt werden. Wenn dies nicht ausreicht, kann Ihr Arzt Ihnen Magnesiumpräparate empfehlen.

Magnesiumpräparate in der Schwangerschaft: Wann und wie?
Magnesiumpräparate können in Form von Tabletten, Brausetabletten oder Infusionen verabreicht werden. Sie werden häufig eingesetzt, um:
- Vorzeitigen Wehen vorzubeugen
- Die Wirksamkeit von wehenhemmenden Medikamenten zu verstärken
- Eine Präeklampsie zu behandeln
Nebenwirkungen von Magnesiumpräparaten:
Magnesiumpräparate sind in der Regel gut verträglich. In seltenen Fällen können jedoch Nebenwirkungen auftreten, wie:
- Durchfall
- Übelkeit
- Müdigkeit
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zu Magnesium in der Schwangerschaft
Kann ich Magnesium in den letzten Wochen vor der Geburt einnehmen?
Es gibt keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Magnesium die Wehenaktivität direkt beeinflusst oder die Geburt verzögert. Die meisten Ärzte empfehlen jedoch, Magnesium in den letzten Wochen vor der Geburt abzusetzen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden und den Körper auf natürliche Weise auf die Geburt vorzubereiten.
Kann ich zu viel Magnesium einnehmen?
Eine Überdosierung von Magnesium ist unter normalen Umständen unwahrscheinlich. Die einzige bekannte Nebenwirkung ist eine leichte Stuhlverdünnung, was in der Schwangerschaft und der damit meist verbundenen Verstopfung sogar angenehm sein kann.
Was passiert, wenn ich Magnesium während der Geburt einnehme?
Magnesium wird in der Regel nicht während der Geburt verabreicht, da es die Wehenaktivität beeinflussen kann. Es kann jedoch in bestimmten Situationen, wie bei einer Präeklampsie, verwendet werden.
Wie kann ich meinen Magnesiumspiegel erhöhen?
Der beste Weg, um Ihren Magnesiumspiegel zu erhöhen, ist eine ausgewogene Ernährung, die reich an magnesiumreichen Lebensmitteln ist. Wenn dies nicht ausreicht, kann Ihr Arzt Ihnen Magnesiumpräparate empfehlen.
Fazit
Die Einnahme von Magnesium während der Schwangerschaft kann viele Vorteile bieten. Es ist jedoch wichtig, mit Ihrem Arzt zu sprechen, wann Sie mit der Einnahme von Magnesium aufhören sollten, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden und den Körper auf natürliche Weise auf die Geburt vorzubereiten.
Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Magnesiumspiegel machen oder Symptome eines Magnesiummangels bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.
Wenn Sie andere Artikel kennenlernen möchten, die Magnesium vor geburt absetzen: risiken & tipps ähneln, können Sie die Kategorie Magnesium schwangerschaft besuchen.
