Leistenbruch beim baby: ursachen, symptome & behandlung

Ein Leistenbruch, auch bekannt als Inguinalhernie, ist ein häufiges Problem bei Babys und Kleinkindern. Es tritt auf, wenn ein Teil des Darms oder anderer Organe durch eine Lücke in der Bauchwand in den Leistenkanal oder den Hodensack (bei Jungen) oder die Schamlippen (bei Mädchen) drückt. Diese Lücke entsteht, wenn der Leistenkanal, der während der Schwangerschaft die Hoden bei Jungen oder die Eierstöcke bei Mädchen in den Bauchraum führt, nicht vollständig verschlossen ist.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für einen Leistenbruch beim Baby

Die häufigste Ursache für einen Leistenbruch bei Babys ist eine angeborene Schwäche in der Bauchwand. Diese Schwäche entsteht während der Schwangerschaft, wenn sich die Bauchwand nicht vollständig schließt. Es gibt jedoch auch andere Faktoren, die das Risiko für einen Leistenbruch erhöhen können, wie:

  • Frühgeburt: Frühgeborene haben ein höheres Risiko für einen Leistenbruch, da ihre Bauchwand noch nicht vollständig entwickelt ist.
  • Mehrlingsschwangerschaft: Mehrlingsschwangerschaften können zu einem erhöhten Druck auf die Bauchwand führen, was das Risiko für einen Leistenbruch erhöht.
  • Familiäre Vorbelastung: Wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind einen Leistenbruch hatte, ist das Risiko für das Kind erhöht.

Symptome eines Leistenbruchs beim Baby

Die Symptome eines Leistenbruchs können je nach Schweregrad unterschiedlich sein. Einige Babys haben überhaupt keine Symptome, während andere eine sichtbare Beule in der Leiste oder im Hodensack/Schamlippen bemerken. Weitere Symptome können sein:

  • Schwellung in der Leiste , die sich beim Weinen, Husten oder Pressen vergrößert.
  • Schwellung im Hodensack oder in den Schamlippen.
  • Leichte Schmerzen in der Leiste, die bei Bewegung oder Pressen stärker werden.
  • Rötung der Haut über der Beule.
  • Erbrechen oder Verstopfung , wenn ein Teil des Darms eingeklemmt ist.
  • Fieber , wenn sich der Bruch entzündet.

Eingeklemmter Leistenbruch

Ein eingeklemmter Leistenbruch ist eine ernste Komplikation, die sofort behandelt werden muss. Dabei ist der Bruch so stark eingeklemmt, dass die Blutversorgung des eingeklemmten Gewebes unterbrochen wird. Dies kann zu schweren Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und einer Rötung der Haut über dem Bruch führen. Ein eingeklemmter Leistenbruch ist ein Notfall und erfordert eine sofortige Operation.

Diagnose eines Leistenbruchs beim Baby

Ein Kinderarzt kann einen Leistenbruch in der Regel durch eine körperliche Untersuchung feststellen. Er wird die Leiste des Babys abtasten und nach einer Beule suchen. Wenn die Beule beim Weinen oder Pressen größer wird, ist dies ein starkes Zeichen für einen Leistenbruch. In einigen Fällen kann der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um den Bruch genauer zu beurteilen.

Behandlung eines Leistenbruchs beim Baby

Ein Leistenbruch wird in der Regel operativ behandelt. Die Operation ist ein Routineeingriff und wird in der Regel ambulant durchgeführt. Während der Operation wird der Bruch verschlossen und das eingeklemmte Gewebe, falls vorhanden, wieder in den Bauchraum zurückgeschoben. Die Operation wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt.

Operationsverfahren

Es gibt verschiedene Operationsverfahren für Leistenbrüche bei Babys. Die häufigste Methode ist die Laparoskopie. Bei dieser Methode werden kleine Schnitte in den Bauch gemacht, durch die ein dünnes Instrument mit einer Kamera eingeführt wird. Der Bruch wird dann durch einen kleinen Schnitt in der Leiste verschlossen. Eine andere Methode ist die offene Operation, bei der ein größerer Schnitt in der Leiste gemacht wird, um den Bruch zu reparieren.

Nach der Operation

Nach der Operation muss das Baby einige Tage lang im Krankenhaus bleiben. Es wird Schmerzmittel erhalten und die Wunde wird regelmäßig kontrolliert. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus muss das Baby einige Wochen lang eine spezielle Bandage tragen, um die Wunde zu schützen. Die meisten Babys erholen sich schnell von der Operation und können bald wieder normal spielen und aktiv sein.

Häufige Fragen zum Leistenbruch beim Baby

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby einen Leistenbruch bekommt?

Etwa 5 von 100 Neugeborenen haben einen Leistenbruch. Jungen sind fünfmal häufiger betroffen als Mädchen.

Kann ein Leistenbruch von selbst verschwinden?

Nein, ein Leistenbruch verschwindet nicht von selbst. Er muss operiert werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Wie lange dauert die Operation?

Die Operation dauert in der Regel etwa 30 Minuten.

Wie lange dauert die Erholungsphase?

Die meisten Babys erholen sich schnell von der Operation und können bald wieder normal spielen und aktiv sein. Es kann jedoch einige Wochen dauern, bis die Wunde vollständig verheilt ist.

Kann ein Leistenbruch wieder auftreten?

Ein Leistenbruch kann in seltenen Fällen wieder auftreten. Dies ist jedoch seltener, wenn die Operation korrekt durchgeführt wurde.

Gibt es Hausmittel, die helfen können?

Es gibt keine Hausmittel, die einen Leistenbruch heilen können. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Baby einen Leistenbruch hat, sollten Sie sofort einen Kinderarzt aufsuchen.

Fazit

Ein Leistenbruch ist ein häufiges Problem bei Babys, das in der Regel operativ behandelt werden muss. Die Operation ist ein Routineeingriff und die meisten Babys erholen sich schnell. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Baby einen Leistenbruch hat, sollten Sie sofort einen Kinderarzt aufsuchen.

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