Lakritz, die beliebte Süßigkeit mit dem intensiven Geschmack, ist in der Schwangerschaft ein Thema, das viele Frauen beschäftigt. Während es gelegentlich kein Problem darstellt, kann der übermäßige Verzehr von Lakritz, insbesondere während der Schwangerschaft, negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Kind haben. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Aspekte von Lakritz in der Schwangerschaft beleuchten, von den möglichen Risiken bis hin zu den gesundheitlichen Auswirkungen, die es auf den Körper hat.
- Lakritz und seine Inhaltsstoffe: Was macht Lakritz so besonders?
- Lakritz in der Schwangerschaft: Was Sie beachten sollten
- Zu Lakritz in der Schwangerschaft
- Ist Lakritz in kleinen Mengen während der Schwangerschaft unbedenklich?
- Wie kann ich Lakritz in der Schwangerschaft sicher genießen?
- Was sind die Anzeichen einer Lakritzintoxikation?
- Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft zu viel Lakritz esse?
- Kann ich Lakritz während der Stillzeit essen?
- Fazit: Lakritz in der Schwangerschaft - Vorsicht ist besser als Nachsicht
Lakritz und seine Inhaltsstoffe: Was macht Lakritz so besonders?
Der charakteristische Geschmack von Lakritz stammt von der Süßholzwurzel, die den Stoff Glycyrrhizin enthält. Glycyrrhizin ist etwa 50-mal süßer als Zucker und hat eine Reihe von medizinischen Eigenschaften. Es wird in der traditionellen Medizin zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden eingesetzt, wie zum Beispiel Husten, Verdauungsstörungen und Entzündungen.
Die Kehrseite der Medaille: Die Risiken von Lakritz
Obwohl Lakritz in Maßen genossen werden kann, birgt es bei übermäßigem Verzehr bestimmte Risiken, insbesondere während der Schwangerschaft. Der hohe Gehalt an Glycyrrhizin in Lakritz kann den Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers beeinträchtigen und zu folgenden Problemen führen:
- Erhöhter Blutdruck: Glycyrrhizin kann den Blutdruck erhöhen, was insbesondere für Schwangere gefährlich sein kann.
- Wassereinlagerungen: Übermäßiger Lakritzgenuss kann zu Wassereinlagerungen im Gewebe führen, auch bekannt als Ödeme.
- Muskelschwäche: Glycyrrhizin kann die Muskelfunktion beeinträchtigen und zu Muskelschwäche führen.
- Herzrhythmusstörungen: In seltenen Fällen kann Lakritz zu Herzrhythmusstörungen führen.
Neben Glycyrrhizin enthält Lakritz auch Salmiak, das in größeren Mengen den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören kann. Dies kann zu Übelkeit, Erbrechen und neurologischen Störungen führen.
Lakritz in der Schwangerschaft: Was Sie beachten sollten
Während der Schwangerschaft sollten Sie den Verzehr von Lakritz auf ein Minimum reduzieren. Es gibt mehrere Gründe, warum Lakritz für Schwangere nicht empfehlenswert ist:
- Niedrigeres Geburtsgewicht: Studien haben gezeigt, dass übermäßiger Lakritzgenuss während der Schwangerschaft zu einem niedrigeren Geburtsgewicht des Kindes führen kann.
- Frühgeburt: Lakritz kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen.
- Erhöhte Cortisolspiegel: Glycyrrhizin kann die Wirkung des mütterlichen Cortisols verstärken, was zu einer erhöhten Cortisolkonzentration im Fötus führen kann. Dies kann zu langfristigen Gesundheitsproblemen beim Kind führen, wie zum Beispiel ADHS oder Gedächtnisstörungen.
Lakritz und die Kennzeichnung: Wie viel Lakritz ist zu viel?
Um Verbraucher über den Gehalt an Glycyrrhizin in Lakritzprodukten zu informieren, gibt es in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht. Lakritzprodukte mit einem Glycyrrhizingehalt von über 0,2 g/100 g müssen als starklakritz gekennzeichnet werden. Bei einem Gehalt von über 0,4 g/100 g muss zusätzlich ein Warnhinweis auf der Packung angebracht sein: enthält süßholz — bei hohem blutdruck sollte ein übermäßiger verzehr dieses erzeugnisses vermieden werden.
Die Europäische Kommission empfiehlt, nicht mehr als 100 Milligramm Glycyrrhizin pro Tag zu sich zu nehmen. Dies entspricht etwa 50 Gramm Erwachsenenlakritz mit einem Glycyrrhizingehalt von 0,2 g/100 g. Bei Starklakritz sollte man spätestens bei 25 Gramm Schluss machen, um den Grenzwert von 100 mg/Tag nicht zu überschreiten.
Lakritz und andere Risikofaktoren
Neben den bereits genannten Risiken sollten auch Menschen mit folgenden Erkrankungen beim Verzehr von Lakritz vorsichtig sein:
- Erhöhter Blutdruck
- Herz-Kreislauferkrankungen
- Diabetes
- Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten
Zu Lakritz in der Schwangerschaft
Ist Lakritz in kleinen Mengen während der Schwangerschaft unbedenklich?
Gelegentlicher Verzehr von Lakritz in kleinen Mengen ist in der Regel unbedenklich. Allerdings sollten Sie es vermeiden, zu viel Lakritz zu essen, insbesondere während der Schwangerschaft.

Wie kann ich Lakritz in der Schwangerschaft sicher genießen?
Wenn Sie Lakritz essen möchten, sollten Sie sich für Kinderlakritz entscheiden, das einen geringeren Glycyrrhizingehalt hat. Lesen Sie die Zutatenliste sorgfältig und achten Sie auf den Warnhinweis enthält süßholz. Vermeiden Sie Starklakritz und Lakritzprodukte mit einem hohen Salmiakgehalt.
Was sind die Anzeichen einer Lakritzintoxikation?
Anzeichen einer Lakritzintoxikation können sein: Erhöhter Blutdruck, Wassereinlagerungen, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen und neurologische Störungen.
Was passiert, wenn ich während der Schwangerschaft zu viel Lakritz esse?
Übermäßiger Lakritzgenuss während der Schwangerschaft kann zu einem niedrigeren Geburtsgewicht, einer Frühgeburt, erhöhten Cortisolspiegeln im Fötus und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Kann ich Lakritz während der Stillzeit essen?
Es wird empfohlen, den Verzehr von Lakritz während der Stillzeit zu vermeiden. Glycyrrhizin kann in die Muttermilch gelangen und das Baby beeinträchtigen.
Fazit: Lakritz in der Schwangerschaft - Vorsicht ist besser als Nachsicht
Lakritz kann in der Schwangerschaft ein Risiko für Mutter und Kind darstellen. Der hohe Gehalt an Glycyrrhizin kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Es ist daher wichtig, den Verzehr von Lakritz während der Schwangerschaft auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Lakritz essen können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.
Denken Sie daran, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft von größter Bedeutung ist. Wählen Sie stattdessen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, um Ihren Körper und das heranwachsende Baby mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
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