Schwangerschafts-tests: kosten & krankenkasse - nipt & ersttrimester

Die Schwangerschaft ist eine aufregende und gleichzeitig herausfordernde Zeit im Leben einer Frau. Neben der Freude auf das kommende Kind, kommen auch viele Fragen und Sorgen auf. Eine davon betrifft die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Moderne medizinische Verfahren ermöglichen es heute, bereits während der Schwangerschaft genetische Besonderheiten des Kindes zu erkennen. Doch nicht alle Tests werden von der Krankenkasse übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Kostenpflichtige Tests in der Schwangerschaft: Was ist wichtig zu wissen?

In der Schwangerschaftsvorsorge werden Frauen eine Vielzahl von Untersuchungen angeboten, von denen jedoch nur einige von den Krankenkassen bezahlt werden. Besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft geht es oft darum, genetische Besonderheiten zu finden, die später zu einer Beeinträchtigung führen könnten. Zu diesen Tests zählen beispielsweise das Ersttrimesterscreening und der nicht-invasive Pränataltest (NIPT).

Was ist das Ersttrimesterscreening?

Das Ersttrimesterscreening ist eine Kombination aus Ultraschalluntersuchung und Bluttest, die zwischen der 1und 1Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Es dient dazu, das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen, wie z.B. Das Down-Syndrom (Trisomie 21), das Edwards-Syndrom (Trisomie 18) und das Patau-Syndrom (Trisomie 13), zu ermitteln. Die Ergebnisse des Ersttrimesterscreenings sind jedoch nur Wahrscheinlichkeiten und keine definitiven Diagnosen.

Was ist der nicht-invasive Pränataltest (NIPT)?

Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) ist ein Bluttest, der ab der Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann. Er untersucht die freie DNA des Kindes, die sich im Blut der Mutter befindet. So können bestimmte Chromosomenstörungen, wie z.B. Das Down-Syndrom, das Edwards-Syndrom und das Patau-Syndrom, mit hoher Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Der NIPT ist ein nicht-invasives Verfahren, d.h. Er birgt keine Risiken für Mutter oder Kind.

Welche Tests werden von der Krankenkasse übernommen?

Seit dem Juli 2023 übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den NIPT, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind:

  • Es liegt ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenstörung vor, das durch das Ersttrimesterscreening festgestellt wurde.
  • Die Ärztin oder der Arzt hat gemeinsam mit der Patientin entschieden, dass die persönliche und medizinische Situation einen Test ohne vorherige Untersuchungen rechtfertigt.

Die Kosten für den NIPT werden von den Krankenkassen nur unter diesen Bedingungen übernommen. In allen anderen Fällen müssen die Kosten für den NIPT von den Eltern selbst getragen werden.

Warum werden die Kosten für den NIPT nur unter bestimmten Bedingungen übernommen?

Die Entscheidung der Krankenkassen, den NIPT nur unter bestimmten Bedingungen zu übernehmen, ist umstritten. Kritiker befürchten, dass dies zu einer Selektion von Kindern führen könnte. Sie argumentieren, dass Eltern, die ein Kind mit einer Chromosomenstörung erwarten, eher zu einem Schwangerschaftsabbruch tendieren könnten, wenn sie die Möglichkeit haben, diese Störung frühzeitig zu erkennen.

Befürworter des NIPT argumentieren hingegen, dass der Test den Eltern die Möglichkeit gibt, sich auf die Geburt eines Kindes mit einer Chromosomenstörung vorzubereiten. Sie betonen, dass der NIPT keine Risiken für Mutter oder Kind birgt und daher allen Schwangeren zur Verfügung stehen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Wer kann einen NIPT machen?

Der NIPT kann von allen Schwangeren ab der Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Kosten werden von der Krankenkasse nur unter bestimmten Bedingungen übernommen. In allen anderen Fällen müssen die Kosten von den Eltern selbst getragen werden.

Wie hoch sind die Kosten für einen NIPT?

Die Kosten für einen NIPT liegen zwischen 200 und 400 Euro. Die genauen Kosten variieren je nach Labor und Testverfahren.

Welche Risiken birgt der NIPT?

Der NIPT ist ein nicht-invasives Verfahren und birgt keine Risiken für Mutter oder Kind.

Wie genau ist der NIPT?

Der NIPT ist ein sehr genauer Test. Die Wahrscheinlichkeit, dass er eine Chromosomenstörung korrekt erkennt, liegt bei über 99%.

Was passiert, wenn der NIPT ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenstörung zeigt?

Wenn der NIPT ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenstörung zeigt, wird eine weitere Untersuchung, wie z.B. Eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) oder eine Chorionzottenbiopsie (Plazentauntersuchung), empfohlen, um die Diagnose zu bestätigen.

Fazit

Die Kosten für den NIPT werden von den Krankenkassen nur unter bestimmten Bedingungen übernommen. Dies ist eine umstrittene Entscheidung, die zu verschiedenen Meinungen führt. Es ist wichtig, dass sich Schwangere über die verschiedenen Möglichkeiten der Pränataldiagnostik informieren und gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin entscheiden, welche Untersuchungen für sie am besten geeignet sind.

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