Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes und lebensveränderndes Ereignis. Doch nach der Euphorie der ersten Stunden nach der Geburt kommen oft die Schmerzen und Beschwerden, die mit der Genesung verbunden sind. Eine davon sind die sogenannten Nachwehen. Diese Kontraktionen der Gebärmutter können in den ersten Tagen nach der Geburt unangenehm sein, aber sie sind ein wichtiger Teil des natürlichen Heilungsprozesses.
Was sind Nachwehen?
Nachwehen sind rhythmische Kontraktionen der Gebärmutter, die nach der Geburt des Kindes einsetzen. Sie sind ein natürlicher Prozess, der dazu beiträgt, dass sich die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückbildet. Durch die Kontraktionen wird die Gebärmutter kleiner und fester, wodurch die Blutung nach der Geburt gestoppt wird und die Wunde, die durch die Ablösung der Plazenta entstanden ist, heilen kann.
Die Nachwehen beginnen etwa zwei bis drei Stunden nach der Geburt und können bis zu vier Tage lang anhalten. Sie können als ein Ziehen oder Krampf im Unterbauch und Rücken empfunden werden. Die Intensität der Nachwehen kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein und hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. Der Anzahl der Geburten, der Größe des Babys und der Art der Geburt.
Wie lange dauern Nachwehen an?
Die Dauer der Nachwehen variiert von Frau zu Frau. Im Durchschnitt halten sie etwa 2-4 Tage an. Bei Erstgebärenden sind die Nachwehen oft milder und kürzer als bei Mehrgebärenden. Die Nachwehen werden in der Regel mit jeder weiteren Geburt stärker, da die Gebärmutter durch die vorherigen Schwangerschaften und Geburten stärker gedehnt wurde.
Es gibt verschiedene Arten von Wehen, die im Wochenbett auftreten können:
- Dauerkontraktion: Diese Kontraktion beginnt unmittelbar nach der Geburt der Plazenta und hält etwa vier bis fünf Tage an. Sie ist am ersten Tag am stärksten und wird dann mit der Zeit schwächer. Die Dauerkontraktion sorgt dafür, dass die Wunde in der Gebärmutter, die durch die Ablösung der Plazenta entstanden ist, heilt.
- Reizwehen: Diese Kontraktionen werden durch äußere Reize ausgelöst, wie z. B. Reibungen an der Gebärmutter (z. B. Durch Bauchmassagen), körperliche Anstrengung oder die Entleerung von Blase und Darm. Auch durch das Stillen kommt es oft zu Reizwehen, die dann als Stillwehen bezeichnet werden.
- Nachgeburtswehen: Diese Wehen sorgen nach der Geburt des Babys dafür, dass sich die Plazenta löst und geboren wird.
Wie fühlen sich Nachwehen an?
Die meisten Frauen beschreiben Nachwehen als einen ziehenden Schmerz im Rücken und Unterbauch. Oft werden sie mit dem Gefühl von Regelschmerzen verglichen. Die Intensität der Schmerzen kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Bei Erstgebärenden sind die Nachwehen oft nur leicht spürbar, während sie bei Mehrgebärenden sehr unangenehm und schmerzhaft sein können.
Was hilft gegen Schmerzen nach der Geburt?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Schmerzen der Nachwehen zu lindern:
Medikamente
In manchen Fällen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen, die Schmerzen zu lindern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, welche Medikamente für Sie geeignet sind.
Wärme
Eine Wärmflasche oder ein Heizkissen auf den Unterbauch gelegt, kann die Schmerzen lindern.
Massage
Eine sanfte Massage des Unterbauches kann ebenfalls helfen, die Schmerzen zu lindern.
Entspannungstechniken
Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, die Schmerzen zu lindern und den Stress zu reduzieren.
Stillen
Das Stillen kann die Nachwehen verstärken, aber es hilft auch, die Gebärmutter schneller zurückzubilden. Wenn Sie stillen, sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nach dem Stillen etwas ausruhen und sich nicht überanstrengen.

Bewegung
Leichte Bewegung wie Spaziergänge an der frischen Luft können die Durchblutung fördern und die Schmerzen lindern. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht überanstrengen.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Wenn Sie starke Schmerzen haben, die nicht mit den oben genannten Maßnahmen gelindert werden können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Sie Fieber, starke Blutungen oder andere ungewöhnliche Symptome haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Kompressen nach der Geburt: Was ist das?
Kompressen nach der Geburt sind sterile Pads, die in die Vagina eingeführt werden, um Blutungen und Wundsekret aufzufangen. Sie werden in der Regel nach einer vaginalen Geburt verwendet, können aber auch nach einem Kaiserschnitt eingesetzt werden. Kompressen helfen, die Wunde zu schützen und die Heilung zu fördern.
Die Kompressen werden in der Regel alle 2-4 Stunden gewechselt, bis die Blutung nachlässt. Sie sollten die Kompressen nicht selbst entfernen, sondern dies von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme machen lassen.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Nachwehen bei Mehrgebärenden stärker?
Nachwehen werden statistisch gesehen mit jeder Geburt stärker. Dies liegt vermutlich daran, dass die Gebärmutter mit jeder weiteren Schwangerschaft stärker gedehnt wird. Auch bei Müttern von Mehrlingen wird der Uterus während der Schwangerschaft stark gedehnt.
Können Nachwehen auch nach einem Kaiserschnitt auftreten?
Ja, Nachwehen können auch nach einem Kaiserschnitt auftreten. Die Gebärmutter zieht sich auch nach einem Kaiserschnitt zusammen, um sich wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückzubilden. Die Nachwehen können jedoch nach einem Kaiserschnitt weniger stark sein als nach einer vaginalen Geburt.
Wann sollten Nachwehen abgeklungen sein?
Die Nachwehen sollten in der Regel innerhalb von 2-4 Tagen nach der Geburt abgeklungen sein. Wenn die Nachwehen länger anhalten oder sehr stark sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Können Nachwehen die Stillzeit beeinflussen?
Ja, Nachwehen können die Stillzeit beeinflussen. Die Nachwehen können beim Stillen stärker sein, da das Stillen die Ausschüttung von Oxytocin fördert, einem Hormon, das die Kontraktionen der Gebärmutter verstärkt. Wenn die Nachwehen sehr stark sind, kann es schwierig sein, das Baby anzulegen oder zu stillen.
Was kann ich tun, um die Nachwehen zu lindern?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Nachwehen zu lindern, wie z. B. Wärme, Massage, Entspannungstechniken und leichte Bewegung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme über die für Sie geeigneten Methoden.
Fazit
Nachwehen sind ein normaler Teil des Wochenbetts und ein Zeichen dafür, dass sich die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückbildet. Die Nachwehen können unangenehm sein, aber sie sind wichtig für die Genesung nach der Geburt. Wenn Sie starke Schmerzen haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie die Nachwehen lindern und die Zeit nach der Geburt genießen.
Wenn Sie andere Artikel kennenlernen möchten, die Nach der geburt: nachwehen verstehen & lindern ähneln, können Sie die Kategorie Wochenbett besuchen.
