Keuchhusten, auch bekannt als Pertussis, ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Komplikationen verursachen kann. Die Krankheit wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht, das sich durch Tröpfcheninfektion über Husten, Niesen oder Sprechen verbreitet.
Die Symptome von Keuchhusten entwickeln sich in der Regel in drei Stadien:
Die Stadien von Keuchhusten
Stadium 1: Katarrhalisches Stadium
Das katarrhalische Stadium dauert etwa 1-2 Wochen und ähnelt einer gewöhnlichen Erkältung. Die Symptome sind:
- Schnupfen
- Husten
- Fieber
- Müdigkeit
In diesem Stadium ist Keuchhusten noch schwer von anderen Atemwegsinfektionen zu unterscheiden.
Stadium 2: Paroxysmales Stadium
Das paroxysmale Stadium beginnt etwa 2 Wochen nach Beginn der Symptome und ist durch den charakteristischen Keuchhusten gekennzeichnet. Dieser Husten ist:

- Heftig und anfallsartig
- Meistens nachts oder morgens stärker
- Oft mit einem pfeifenden Geräusch verbunden
- Oft gefolgt von einem tiefen Einatmen, das wie ein keuchen klingt
Die Hustenattacken können sehr anstrengend sein und zu Erbrechen führen. In schweren Fällen kann der Husten so stark sein, dass das Kind die Luft anhält und blau anläuft.
Stadium 3: Rekonvaleszenz
Das Stadium der Rekonvaleszenz beginnt etwa 2-3 Wochen nach Beginn des paroxysmalen Stadiums und kann mehrere Wochen bis Monate dauern. In diesem Stadium wird der Husten allmählich weniger stark und tritt seltener auf.
Diagnose von Keuchhusten
Die Diagnose von Keuchhusten kann schwierig sein, da die Symptome in den frühen Stadien denen anderer Atemwegsinfektionen ähneln. Der Arzt wird sich nach den Symptomen erkundigen und eine körperliche Untersuchung durchführen.
Um die Diagnose zu bestätigen, kann der Arzt verschiedene Tests durchführen:
- Abstrich aus dem hinteren Nasen-Rachenraum: Dieser Abstrich wird am besten im frühen Stadium der Krankheit genommen und kann das Bakterium Bordetella pertussis direkt nachweisen.
- Polymerase-Kettenreaktion (PCR): Diese Methode kann das Erbgut des Bakteriums im Sekret des Nasen-Rachenraums nachweisen, bevor Antikörper gebildet werden.
- Blutuntersuchung: Im Blut können vermehrt weiße Blutkörperchen vorhanden sein, was auf eine Infektion hindeutet. Außerdem kann der Nachweis von Antikörpern im Blut sowohl eine akute als auch eine frühere Erkrankung anzeigen.
Es ist wichtig, dass die Diagnose von Keuchhusten frühzeitig gestellt wird, da die Behandlung in den frühen Stadien effektiver ist.
Behandlung von Keuchhusten
Die Behandlung von Keuchhusten zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu verhindern. Die Behandlung umfasst in der Regel:
- Antibiotika: Antibiotika können die Infektion bekämpfen und die Dauer der Krankheit verkürzen.
- Hustenmittel: Hustenmittel können die Symptome lindern, aber sie sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.
- Feuchtigkeit: Viel Flüssigkeit zu trinken kann helfen, den Schleim zu lösen und den Husten zu lindern.
- Ruhe: Ruhe ist wichtig, um dem Körper die Möglichkeit zur Erholung zu geben.
Bei Säuglingen und Kleinkindern mit Keuchhusten ist eine besonders sorgfältige Überwachung notwendig. In schweren Fällen kann eine künstliche Beatmung erforderlich sein.
Komplikationen von Keuchhusten
Keuchhusten kann zu verschiedenen Komplikationen führen, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Zu den häufigsten Komplikationen gehören:
- Atemnot: Der heftige Husten kann zu Atemnot führen.
- Erbrechen: Der Husten kann zu Erbrechen führen, was zu Dehydration führen kann.
- Krampfanfälle: Bei Säuglingen kann der Husten zu Krampfanfällen führen.
- Gehirnschäden: In seltenen Fällen kann Keuchhusten zu Gehirnschäden führen.
- Pneumonie: Keuchhusten kann zu einer Lungenentzündung führen.
Prävention von Keuchhusten
Die beste Möglichkeit, Keuchhusten zu verhindern, ist die Impfung. Die Impfung gegen Keuchhusten ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschemas für Säuglinge und Kleinkinder.
Weitere Maßnahmen zur Prävention von Keuchhusten sind:
- Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser hilft, die Verbreitung des Bakteriums zu verhindern.
- Husten- und Niesetikette: Beim Husten oder Niesen die Nase und den Mund mit einem Taschentuch bedecken oder in den Ellenbogen husten.
- Kontakt mit kranken Personen vermeiden: Sollten Sie Kontakt mit einer Person haben, die an Keuchhusten erkrankt ist, sollten Sie den Kontakt so weit wie möglich vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Keuchhusten und einer normalen Erkältung?
Keuchhusten unterscheidet sich von einer normalen Erkältung durch den charakteristischen Keuchhusten, der in Anfällen auftritt. Außerdem ist Keuchhusten deutlich ansteckender als eine normale Erkältung.
Wie lange ist man mit Keuchhusten ansteckend?
Eine Person mit Keuchhusten ist in der Regel 3 Wochen lang ansteckend, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind.
Kann Keuchhusten tödlich sein?
Keuchhusten kann, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, tödlich sein.
Kann man Keuchhusten mehrmals bekommen?
Ja, man kann Keuchhusten mehrmals bekommen, da die Immunität nach der Impfung oder einer durchgemachten Infektion mit der Zeit nachlässt.
Was kann ich tun, wenn mein Kind an Keuchhusten erkrankt ist?
Wenn Sie befürchten, dass Ihr Kind an Keuchhusten erkrankt ist, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Zusammenfassung
Keuchhusten ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Komplikationen verursachen kann. Die Krankheit ist durch einen charakteristischen Keuchhusten gekennzeichnet, der in Anfällen auftritt. Die Diagnose kann durch verschiedene Tests gestellt werden, die das Bakterium Bordetella pertussis nachweisen. Die Behandlung umfasst in der Regel Antibiotika, Hustenmittel und Ruhe. Die beste Möglichkeit, Keuchhusten zu verhindern, ist die Impfung.
Wenn Sie Fragen zu Keuchhusten haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
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