Keuchhusten beim baby: symptome, ursachen & behandlung

Keuchhusten, auch bekannt als Pertussis, ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege. Die Krankheit wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht und kann bei Babys und Kleinkindern besonders gefährlich sein. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Keuchhusten bei Babys, einschließlich der Symptome, Ursachen, Behandlung und Vorbeugung.

Inhaltsverzeichnis

Symptome von Keuchhusten bei Babys

Keuchhusten bei Babys verläuft in drei typischen Phasen:

Stadium catarrhale (Erkältungsphase)

Die erste Phase des Keuchhustens ähnelt einer gewöhnlichen Erkältung. Sie beginnt etwa eine bis zwei Wochen nach der Ansteckung und ist gekennzeichnet durch:

  • Schnupfen
  • Leichter Husten
  • Heiserkeit
  • Leichtes Fieber
  • Gerötete Bindehäute

Diese Phase dauert etwa 1 bis 2 Wochen an. Obwohl die Symptome noch relativ mild sind, ist das Kind in dieser Phase bereits hochansteckend.

Stadium convulsivum (Anfallphase)

Die zweite Phase des Keuchhustens ist die gefährlichste. Sie beginnt etwa 4 bis 6 Wochen nach der Ansteckung und ist durch den charakteristischen Keuchhusten gekennzeichnet. Dieser zeigt sich durch:

  • Wiederholte, krampfartige Hustenanfälle
  • Atemnot
  • Stakkatoartiger Husten mit herausgestreckter Zunge
  • Juchzendes Geräusch beim Einatmen (Keuchlaut)
  • Erbrechen nach dem Hustenanfall
  • Zäher Schleim
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit

Die Hustenanfälle können minutenlang dauern und bis zu 50 Mal pro Tag auftreten. Sie treten nachts häufiger auf als tagsüber und können durch körperliche Anstrengung oder psychische Belastung ausgelöst oder verstärkt werden. In dieser Phase ist das Kind am ansteckendsten.

Stadium decrementi (Erholungsphase)

Die dritte Phase des Keuchhustens ist die Erholungsphase. Die Hustenanfälle nehmen allmählich ab, aber diese Phase kann trotzdem 6 bis 10 Wochen dauern. Bis zum vollständigen Ausheilen der Krankheit kann es bis zu einem Vierteljahr dauern. Kalte Luft, Zigarettenrauch oder körperliche Anstrengung können auch noch Monate später Reizhusten auslösen.

Symptome bei Säuglingen

Säuglinge zeigen oft nicht die typischen Symptome von Keuchhusten. Stattdessen können sie folgende Symptome aufweisen:

  • Atemaussetzer (Apnoen)
  • Bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose)
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen

Atemaussetzer bei Säuglingen sind ein Notfall und erfordern eine sofortige Intensivtherapie im Krankenhaus. Aufgrund der Atemnot können sich die Lippen und Finger des Babys bläulich verfärben. Frühgeborene, Babys von sehr jungen Müttern und ungeimpfte Säuglinge unter 6 Monaten haben ein besonders hohes Risiko für schwere Komplikationen durch Keuchhusten.

Ursachen von Keuchhusten

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, wenn ein infizierter Mensch hustet, niest oder spricht. Die Bakterien gelangen durch die Atemwege in den Körper und vermehren sich dort. Die Inkubationszeit von Keuchhusten beträgt in der Regel 7 bis 10 Tage, kann aber auch bis zu 21 Tage dauern.

Risikofaktoren für Keuchhusten

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Risiko für eine Keuchhusteninfektion erhöhen:

  • Ungeimpfte Kinder: Ungeimpfte Kinder sind besonders gefährdet, an Keuchhusten zu erkranken.
  • Kinder unter 6 Monaten: Säuglinge unter 6 Monaten sind besonders anfällig für schwere Komplikationen.
  • Frühgeborene: Frühgeborene haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.
  • Kinder mit Asthma: Kinder mit Asthma haben ein höheres Risiko für eine Keuchhusteninfektion.
  • Kinder mit geschwächtem Immunsystem: Kinder mit geschwächtem Immunsystem sind anfälliger für Infektionen.
  • Kontakt mit einem infizierten Menschen: Der Kontakt mit einem infizierten Menschen erhöht das Risiko, sich anzustecken.

Komplikationen von Keuchhusten

Keuchhusten kann bei Babys und Kleinkindern zu verschiedenen Komplikationen führen, darunter:

  • Lungenentzündung (Pneumonie): Keuchhusten kann eine Lungenentzündung auslösen, die zu Atembeschwerden und Fieber führen kann.
  • Mittelohrentzündung (Otitis media): Keuchhusten kann eine Mittelohrentzündung verursachen, die zu Ohrenschmerzen und Hörverlust führen kann.
  • Atemaussetzer (Apnoen): Bei Säuglingen kann Keuchhusten zu Atemaussetzern führen, die lebensbedrohlich sein können.
  • Gehirnschäden: In seltenen Fällen kann Keuchhusten zu Gehirnschäden führen.
  • Tod: Keuchhusten kann bei Säuglingen tödlich sein.

Diagnose von Keuchhusten

Die Diagnose von Keuchhusten erfolgt in der Regel anhand der typischen Symptome und der Krankheitsgeschichte des Kindes. Um die Diagnose zu bestätigen, kann der Arzt einen Abstrich aus Nase oder Rachen nehmen und im Labor untersuchen lassen. Ein PCR-Test kann die DNA des Bakteriums Bordetella pertussis nachweisen und die Diagnose bestätigen.

Behandlung von Keuchhusten

Die Behandlung von Keuchhusten hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. In leichten Fällen kann die Behandlung symptomatisch erfolgen, d. H. Die Symptome werden gelindert. Dazu gehören:

  • Hustenlöser: Hustenlöser können helfen, den Schleim zu lösen und das Husten zu lindern.
  • Fiebersenker: Fiebersenker können helfen, das Fieber zu senken.
  • Schmerzmittel: Schmerzmittel können helfen, Schmerzen zu lindern.
  • Luftbefeuchter: Ein Luftbefeuchter kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und so das Husten lindern.
  • Ruhe: Ruhe kann helfen, den Körper zu stärken und die Genesung zu fördern.

In schweren Fällen kann eine Antibiotikabehandlung erforderlich sein. Antibiotika können die Vermehrung der Bakterien stoppen und die Symptome lindern. Sie können auch das Risiko von Komplikationen reduzieren. Antibiotika sind jedoch nicht immer effektiv, da sie die Symptome nicht sofort lindern und das Bakterium Bordetella pertussis bereits in der Erkältungsphase in den Körper gelangt ist.

Eine Antibiotikabehandlung ist besonders wichtig bei Säuglingen, da sie ein höheres Risiko für schwere Komplikationen haben. Die Behandlung von Säuglingen erfolgt in der Regel in einem Krankenhaus.

Vorbeugung von Keuchhusten

Die beste Möglichkeit, sich vor Keuchhusten zu schützen, ist die Impfung. Die Keuchhustenimpfung ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschemas für Säuglinge und Kleinkinder. Die Impfung bietet einen guten Schutz vor Keuchhusten und seinen Komplikationen.

Die Impfung erfolgt in der Regel in mehreren Dosen. Die erste Dosis wird im Alter von 2 Monaten verabreicht, gefolgt von weiteren Dosen im Alter von 3, 4, 5 und 11 Monaten. Eine Auffrischimpfung wird im Alter von 14 Jahren empfohlen.

Auch Erwachsene sollten sich gegen Keuchhusten impfen lassen, insbesondere wenn sie engen Kontakt zu Babys und Kleinkindern haben.

Neben der Impfung gibt es noch weitere Maßnahmen, die helfen können, sich vor Keuchhusten zu schützen:

  • Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser kann helfen, die Übertragung von Keimen zu verhindern.
  • Husten- und Niesetikette: Beim Husten oder Niesen sollte man sich die Nase und den Mund mit einem Taschentuch oder der Armbeuge abdecken.
  • Kontakt mit kranken Personen vermeiden: Man sollte den Kontakt mit kranken Personen vermeiden, insbesondere mit Personen, die an Keuchhusten leiden.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die häufigsten Symptome von Keuchhusten bei Babys?

Die häufigsten Symptome von Keuchhusten bei Babys sind Atemaussetzer, Bläuliche Verfärbung der Haut, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. In einigen Fällen können auch die typischen Keuchhustenanfälle mit dem charakteristischen Keuchlaut auftreten.

Wie wird Keuchhusten bei Babys diagnostiziert?

Die Diagnose von Keuchhusten bei Babys erfolgt in der Regel anhand der typischen Symptome und der Krankheitsgeschichte. Ein Abstrich aus Nase oder Rachen kann im Labor untersucht werden, um die Diagnose zu bestätigen. Ein PCR-Test kann die DNA des Bakteriums Bordetella pertussis nachweisen und die Diagnose bestätigen.

Wie wird Keuchhusten bei Babys behandelt?

Die Behandlung von Keuchhusten bei Babys hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. In leichten Fällen kann die Behandlung symptomatisch erfolgen. In schweren Fällen kann eine Antibiotikabehandlung erforderlich sein.

Was sind die Komplikationen von Keuchhusten bei Babys?

Keuchhusten kann bei Babys zu verschiedenen Komplikationen führen, darunter Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Atemaussetzer und Gehirnschäden. In seltenen Fällen kann Keuchhusten bei Babys tödlich sein.

Wie kann ich mein Baby vor Keuchhusten schützen?

Die beste Möglichkeit, Ihr Baby vor Keuchhusten zu schützen, ist die Impfung. Die Keuchhustenimpfung ist ein wichtiger Bestandteil des Impfschemas für Säuglinge und Kleinkinder.

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Zusammenfassung

Keuchhusten ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die bei Babys und Kleinkindern besonders gefährlich sein kann. Die Krankheit verläuft in drei Phasen: der Erkältungsphase, der Anfallphase und der Erholungsphase. Die Symptome von Keuchhusten bei Babys können von Atemaussetzern bis hin zu den typischen Keuchhustenanfällen reichen. Die beste Möglichkeit, sich vor Keuchhusten zu schützen, ist die Impfung. Wenn Ihr Baby Symptome von Keuchhusten zeigt, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

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