Hepatitis a in der schwangerschaft: impfen, risiken & erfahrungen

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit im Leben einer Frau, in der viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Eine davon betrifft die Impfung. Während viele Impfungen in der Schwangerschaft empfohlen werden, gibt es auch einige, die umstritten sind. Eine davon ist die Impfung gegen Hepatitis A.

Inhaltsverzeichnis

Hepatitis A: Risiken für Schwangere

Hepatitis A ist eine virale Leberentzündung, die durch das Hepatitis-A-Virus (HAV) verursacht wird. Die Krankheit wird meist durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser übertragen. Eine Infektion mit Hepatitis A kann bei Schwangeren zu einer schweren Erkrankung führen, die zu Komplikationen wie Gelbsucht, Leberversagen und sogar zum Tod führen kann.

Symptome der Hepatitis A

Die Symptome einer Hepatitis A-Infektion können sehr unterschiedlich sein. Einige Menschen entwickeln keine Symptome oder nur leichte Symptome, während andere schwer erkranken. Häufige Symptome sind:

  • Müdigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Dunkel gefärbter Urin
  • Hell gefärbter Stuhl
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen)

Wenn Sie vermuten, dass Sie an Hepatitis A erkrankt sind, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Diagnose der Hepatitis A

Um eine Hepatitis A-Infektion zu diagnostizieren, wird der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen. Erhöhte Leberwerte wie GOT, GPT, Gamma-GT, AP und Bilirubin weisen auf eine Leberentzündung hin.

Der Nachweis spezifischer Antikörper im Blut ist jedoch der definitive Beweis für eine Hepatitis A-Infektion. Anti-HAV-IgM werden zuerst gebildet und sind etwa zwei Wochen nach der Infektion nachweisbar. Anti-HAV-IgG werden etwas später gebildet und sind ein Leben lang nachweisbar. Sie deuten auf eine überstandene Infektion hin.

Bei einer frischen Hepatitis A-Infektion können auch die über den Darm ausgeschiedenen Viren direkt im Stuhl nachgewiesen werden (HAV-Antigen und das Viruserbgut, HAV-RNA).

Meldepflicht

Die Hepatitis A gehört in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Der behandelnde Arzt oder das diagnostizierende Labor muss eine Hepatitis A dem Gesundheitsamt melden, wenn:

  • Der Verdacht besteht, dass der Patient an Hepatitis A erkrankt ist,
  • Die Erkrankung sicher nachgewiesen werden konnte (Antikörper vorhanden),
  • Und/oder ein Patient an Hepatitis A verstorben ist.

2020 betrug die Zahl der an das Robert Koch-Institut übermittelten Fälle in Deutschland 557, etwa 24 % weniger als 201

Hepatitis A in der Schwangerschaft

Normalerweise kann die Leber ihre Arbeit während einer Schwangerschaft trotz der erhöhten Anforderung gut bewältigen. So birgt eine Schwangerschaft weder ein erhöhtes Risiko einer Hepatitis A-Erkrankung noch werden Verlauf und Heilungschancen durch eine Schwangerschaft negativ beeinflusst.

Bei 10 von 1000 Schwangerschaften werden Virus-Hepatitiden festgestellt, 50% entfallen dabei auf die Hepatitis B. Ein Zusammenhang zwischen Fehlbildungen bei Neugeborenen und einer Hepatitis-Infektion konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Impfen gegen Hepatitis A in der Schwangerschaft

Eine Impfung gegen die Hepatitis A und B während der Schwangerschaft ist grundsätzlich anzuraten, sofern Kontakt mit Infizierten bestand. Die Impfung schützt das Ungeborene vor einer Infektion und kann schwere Komplikationen bei der Mutter verhindern.

Erfahrungen mit der Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft

Die Erfahrungen mit der Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft sind positiv. Die Impfung ist sehr sicher und effektiv und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie dem Ungeborenen schadet.

Einige Frauen berichten jedoch von Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit oder Fieber. Diese Nebenwirkungen sind jedoch meist mild und vorübergehend.

Häufig gestellte Fragen zur Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft

Ist die Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft sicher?

Ja, die Hepatitis A-Impfung ist in der Schwangerschaft sicher und effektiv. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sie dem Ungeborenen schadet.

Welche Nebenwirkungen kann die Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen der Hepatitis A-Impfung sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Fieber. Diese Nebenwirkungen sind jedoch meist mild und vorübergehend.

Wann sollte ich mich in der Schwangerschaft gegen Hepatitis A impfen lassen?

Die beste Zeit für die Impfung gegen Hepatitis A ist vor der Schwangerschaft. Wenn Sie jedoch während der Schwangerschaft Kontakt mit dem Virus hatten oder ein erhöhtes Risiko für eine Infektion haben, kann die Impfung auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden.

impfen in der schwangerschaft erfahrungen - Ist Hepatitis A gefährlich für Schwangere

Kann ich mich während der Stillzeit gegen Hepatitis A impfen lassen?

Ja, Sie können sich während der Stillzeit gegen Hepatitis A impfen lassen. Die Impfung ist für Sie und Ihr Baby sicher.

Fazit

Die Hepatitis A-Impfung in der Schwangerschaft ist eine sichere und effektive Möglichkeit, sich und Ihr ungeborenes Kind vor einer schweren Erkrankung zu schützen. Wenn Sie Fragen zur Impfung haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

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