Nach der Geburt eines Kindes stehen Mütter oft vor neuen Herausforderungen. Neben dem Schlafmangel und der Umstellung auf das Familienleben können verschiedene Beschwerden auftreten, die die frischgebackenen Mütter zusätzlich belasten. Husten ist eine häufige Erkrankung, die sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt auftreten kann. Insbesondere in der Stillzeit stellt sich die Frage, wie man Husten effektiv behandeln kann, ohne dem Säugling zu schaden.
- Husten während der Stillzeit: Was ist zu beachten?
- Husten in der Stillzeit: Was hilft?
- Häufige Fragen zum Husten nach der Geburt
- Häufige Fragen zum Husten in der Stillzeit:
- Kann ich in der Stillzeit Medikamente gegen Husten einnehmen?
- Was passiert, wenn ich Hustenmittel in der Stillzeit einnehme?
- Was kann ich tun, wenn mein Baby nach der Einnahme von Hustenmittel unruhig ist?
- Wie lange muss ich mit dem Stillen pausieren, wenn ich Medikamente einnehme?
- Welche Medikamente sind in der Stillzeit verboten?
- Husten und Beckenboden
- Husten und Säuglinge
- Fazit
Husten während der Stillzeit: Was ist zu beachten?
Die Sorge, dass Medikamente dem Baby schaden könnten, ist verständlich. Viele Mütter zögern daher, Medikamente einzunehmen, solange sie stillen. Doch in den meisten Fällen ist dies nicht notwendig. Die meisten Medikamente gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über und stellen für das Baby kein Risiko dar.
Medikamente in der Stillzeit: Fakten und Mythen
Häufig findet sich auf dem Beipackzettel von Medikamenten der Hinweis für die anwendung in der stillzeit nicht zugelassen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Mittel ungeeignet ist. In den meisten Fällen liegen einfach keine Studien vor, die die Verträglichkeit des Medikaments für Stillende und Säuglinge belegen. Hersteller möchten sich mit diesem Hinweis rechtlich absichern.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Studien zur Anwendung von Medikamenten in der Stillzeit fehlen:
- Aus ethischen Gründen dürfen Stillende nicht an Medikamentenstudien teilnehmen, da ein potenzielles Risiko für das Baby besteht.
- Die Durchführung von Studien an Stillenden ist schwierig und aufwendig.
Trotz fehlender Studien gibt es jedoch zahlreiche Beobachtungsstudien, die Erkenntnisse über die Verträglichkeit verschiedener Arzneimittel während der Stillzeit liefern. Diese Daten werden in sogenannten Pharmakovigilanzzentren gesammelt, wie beispielsweise dem Embryotox an der Charité in Berlin.
Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Medikamente in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Die Menge, die das Baby tatsächlich aufnimmt, ist jedoch gering, da das Medikament erst den Magen-Darm-Trakt des Babys passieren muss.
Besonders bei Neugeborenen und jungen Babys sollten Medikamente mit Vorsicht angewendet werden, da ihr Stoffwechsel noch nicht ausgereift ist. In diesen Fällen sollten Medikamente immer nur so lange wie notwendig eingenommen werden und so niedrig dosiert wie möglich.
Husten in der Stillzeit: Was hilft?
Zunächst sollten alternative Maßnahmen ergriffen werden, um den Husten zu lindern.
- Genügend Flüssigkeit: Wasser, Tee oder Fruchtsaft können helfen, den Schleim zu lösen.
- Inhalationen: Ein Dampfbad oder eine Inhalation mit Salzlösung können die Atemwege befeuchten und den Husten lindern.
- Hustenbonbons: Lutschbonbons mit Honig oder Salbei können den Hustenreiz lindern.
- Ruhe: Genügend Ruhe kann dem Körper helfen, sich zu erholen.
Wenn diese Maßnahmen den Husten nicht lindern, kann ein Arzt oder Apotheker geeignete Medikamente empfehlen.
Geeignete Medikamente bei Husten in der Stillzeit
Die meisten Medikamente gegen Husten sind auch in der Stillzeit unbedenklich.
- Acetylcystein und Ambroxol: Diese Schleimlöser sind in der Stillzeit gut verträglich.
- Hustenbonbons: Bonbons mit Honig oder Salbei können den Hustenreiz lindern.
Es ist jedoch wichtig, auf folgende Medikamente zu verzichten:
- Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, Cineol oder Menthol: Diese Stoffe können bei Säuglingen zu Atemstillstand führen.
- Codein: Dieser Hustenblocker ist in vielen rezeptpflichtigen Hustenmitteln enthalten und kann bei Säuglingen zu Atembeschwerden führen.
Bei Unsicherheit sollten Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker fragen.
Antibiotika in der Stillzeit
Antibiotika werden bei bakteriellen Infektionen eingesetzt. Auch in der Stillzeit können Antibiotika verabreicht werden.
Es gibt bestimmte Antibiotika, die in der Stillzeit nicht genommen werden dürfen. In den meisten Fällen gibt es jedoch eine stillfreundliche Alternative.
Die meisten stillfreundlichen Antibiotika gehen nur minimal in die Muttermilch über.
Es ist wichtig, die Therapie mit dem Arzt zu besprechen und die Einnahme nicht ohne Rücksprache abzubrechen.
Häufige Fragen zum Husten nach der Geburt
Häufige Fragen zum Husten in der Stillzeit:
Kann ich in der Stillzeit Medikamente gegen Husten einnehmen?
Ja, in den meisten Fällen sind Medikamente gegen Husten in der Stillzeit unbedenklich. Es gibt jedoch bestimmte Medikamente, die Sie nicht einnehmen sollten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach geeigneten Medikamenten.
Was passiert, wenn ich Hustenmittel in der Stillzeit einnehme?
Die meisten Hustenmittel gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über und stellen für das Baby kein Risiko dar. Es gibt jedoch bestimmte Medikamente, die Sie nicht einnehmen sollten, da sie dem Baby schaden können.
Was kann ich tun, wenn mein Baby nach der Einnahme von Hustenmittel unruhig ist?
Wenn Ihr Baby nach der Einnahme von Hustenmittel unruhig ist, sollten Sie das mit Ihrem Arzt besprechen. Es könnte sein, dass das Medikament nicht gut vertragen wird oder dass eine andere Ursache für die Unruhe vorliegt.
Wie lange muss ich mit dem Stillen pausieren, wenn ich Medikamente einnehme?
In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, mit dem Stillen zu pausieren. Es gibt jedoch bestimmte Medikamente, die eine Stillpause erfordern. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach den Empfehlungen für das jeweilige Medikament.
Welche Medikamente sind in der Stillzeit verboten?
Es gibt bestimmte Medikamente, die in der Stillzeit verboten sind, da sie dem Baby schaden können. Dazu gehören beispielsweise Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, Cineol oder Menthol sowie Codein.
Husten und Beckenboden
Chronischer Husten kann den Beckenboden schwächen.
Durch den Druck, der beim Husten auf den Beckenboden ausgeübt wird, kann die Beckenbodenmuskulatur geschwächt werden. Dies kann zu Inkontinenz führen.
Frauen, die unter chronischem Husten leiden, sollten beim Husten den Beckenboden anspannen, um den Druck auf das Beckenbodengewebe zu verringern.
Zusätzliches Beckenbodentraining kann ebenfalls hilfreich sein.
Husten und Säuglinge
Säuglinge haben ein noch nicht voll entwickeltes Immunsystem und können sich leicht anstecken.
Menschen mit einer Erkältung sollten sich von Säuglingen fernhalten.
Besonders gefährlich ist Husten für Säuglinge, da sie noch nicht richtig abhusten können.
Wenn ein Säugling an einer Bronchitis erkrankt, sollte er unbedingt von einem Arzt untersucht werden.
Fazit
Husten ist eine häufige Erkrankung, die auch in der Stillzeit auftreten kann. In den meisten Fällen sind Medikamente gegen Husten auch in der Stillzeit unbedenklich. Es ist jedoch wichtig, bestimmte Medikamente zu vermeiden und sich vor der Einnahme von Medikamenten immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu besprechen.
Chronischer Husten kann den Beckenboden schwächen und zu Inkontinenz führen.
Säuglinge sind besonders anfällig für Infektionen. Menschen mit einer Erkältung sollten sich von Säuglingen fernhalten.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker und besprechen Sie mit ihm die Embryotox-Informationen.
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