Hunde sind treue Begleiter und bringen viel Freude in unser Leben. Doch für einige Kinder kann die Nähe zu einem Hund zu einem Problem werden: einer Hundeallergie. Wenn Ihr Kind Niesen, juckende Augen oder Atembeschwerden in der Nähe von Hunden zeigt, könnte eine Hundeallergie die Ursache sein. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Hundeallergie bei Kindern.
Hundeallergie bei Kindern: Symptome
Die Symptome einer Hundeallergie bei Kindern ähneln denen bei Erwachsenen. Allerdings können sie bei Kindern etwas anders aussehen und auch stärker ausgeprägt sein. Zu den häufigsten Symptomen einer Hundeallergie gehören:
- Niesen
- Juckende Augen (Rötung, Tränen, Bindehautentzündung)
- Verstopfte Nase (laufende Nase, Fließschnupfen)
- Husten
- Atembeschwerden (Asthma bronchiale)
- Hautausschlag (Nesselsucht, Ekzeme)
- Juckreiz
Wie unterscheiden sich die Symptome bei Kindern?
Kinder können zusätzlich zu den oben genannten Symptomen auch folgende Beschwerden zeigen:
- Ohrenschmerzen
- Verdauungsstörungen (z.B. Durchfall)
- Verhaltensänderungen (z.B. Gereiztheit, Unruhe)
- Schlafstörungen
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jedes Kind mit denselben Symptomen auf eine Hundeallergie reagiert. Die Schwere der Symptome kann von Kind zu Kind variieren.

Ursachen einer Hundeallergie
Eine Hundeallergie wird durch eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Eiweißstoffe (Allergene) im Speichel, Hautschuppen und Urin des Hundes ausgelöst. Diese Allergene werden durch die Luft verbreitet und können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Tierhaare selbst nicht die Allergene sind. Es sind die Eiweißstoffe, die sich in den Hautschuppen, dem Speichel und dem Urin des Hundes befinden und die bei Allergikern eine Reaktion auslösen.

Wie hoch ist das Risiko für Kinder, eine Hundeallergie zu entwickeln?
Das Risiko für Kinder, eine Hundeallergie zu entwickeln, ist nicht vollständig geklärt. Einige Studien deuten darauf hin, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren mit Hunden aufwachsen, weniger anfällig für Allergien sind. Andere Studien zeigen jedoch, dass der Kontakt mit Hunden das Risiko für Allergien erhöhen kann.
Die Entwicklung einer Hundeallergie ist wahrscheinlich eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umweltfaktoren. Kinder mit Familienmitgliedern, die an Allergien leiden, haben ein höheres Risiko, selbst eine Allergie zu entwickeln.
Diagnose einer Hundeallergie
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind an einer Hundeallergie leidet, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt kann verschiedene Tests durchführen, um die Diagnose zu bestätigen. Zu den gängigen Tests gehören:

- Hauttest: Bei diesem Test werden kleine Mengen von Allergenen auf die Haut des Kindes aufgetragen. Wenn das Kind allergisch ist, wird die Haut an dieser Stelle rot und geschwollen.
- Bluttest: Dieser Test misst die Menge der Antikörper gegen Hundeallergene im Blut des Kindes. Ein erhöhter Antikörperspiegel deutet auf eine Allergie hin.
Behandlung einer Hundeallergie
Die Behandlung einer Hundeallergie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Leben des Kindes mit der Allergie zu erleichtern. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
Medikamente
- Antihistaminika: Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Histamin, einem Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielt. Antihistaminika können die Symptome wie Niesen, Juckreiz und laufende Nase lindern.
- Nasenspray: Nasensprays mit Kortikosteroiden können die Entzündung der Nasenschleimhaut reduzieren und die Symptome wie verstopfte Nase und Fließschnupfen lindern.
- Augentropfen: Augentropfen mit Kortikosteroiden können die Entzündung der Bindehaut reduzieren und die Symptome wie juckende Augen und Tränen lindern.
- Asthmamedikamente: Wenn das Kind an Asthma leidet, kann der Arzt Asthmamedikamente verschreiben, um die Atemwege zu erweitern und die Atembeschwerden zu lindern.
Allergientherapie
Eine weitere Möglichkeit, die Symptome einer Hundeallergie zu lindern, ist die Allergientherapie (Hyposensibilisierung). Bei dieser Therapie wird dem Kind über einen längeren Zeitraum hinweg kleine Mengen des Allergens verabreicht, um das Immunsystem zu desensibilisieren. Die Allergientherapie kann zu einer dauerhaften Verbesserung der Symptome führen, ist aber zeitaufwendig und erfordert regelmäßige Arztbesuche.
Hausmittel
Neben Medikamenten und Allergientherapie können auch einige Hausmittel bei der Behandlung einer Hundeallergie hilfreich sein:
- Regelmäßiges Staubsaugen und Wischen: Hundeallergene können sich in Teppichen, Polstern und anderen Oberflächen ansammeln. Regelmäßiges Staubsaugen und Wischen hilft, die Allergenkonzentration in der Wohnung zu reduzieren.
- Luftfilter: Luftfilter können Allergene aus der Luft filtern und so die Symptome lindern.
- Waschen von Bettwäsche: Bettwäsche sollte regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, um Allergene zu entfernen.
- Hunde regelmäßig baden: Hunde sollten regelmäßig gebadet werden, um Allergene zu entfernen.
Tipps für Familien mit einem Kind mit Hundeallergie
Wenn Ihr Kind an einer Hundeallergie leidet, müssen Sie einige Maßnahmen ergreifen, um das Risiko von allergischen Reaktionen zu minimieren. Hier sind einige Tipps:
- Kontakt mit dem Hund vermeiden: Wenn möglich, sollten Sie den Kontakt Ihres Kindes mit dem Hund vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie den Kontakt so kurz wie möglich halten.
- Hundebereich sauber halten: Der Bereich, in dem sich der Hund aufhält, sollte regelmäßig gereinigt werden, um Allergene zu entfernen.
- Hundebett regelmäßig waschen: Das Hundebett sollte regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
- Hund nicht ins Bett lassen: Lassen Sie den Hund nicht ins Bett, da dies die Allergenkonzentration im Schlafzimmer erhöhen kann.
- Hund nicht ablecken lassen: Verhindern Sie, dass der Hund Ihr Kind ableckt, da dies Allergene übertragen kann.
- Kind Kleidung wechseln: Ihr Kind sollte sich die Kleidung wechseln, nachdem es mit dem Hund in Kontakt gekommen ist.
- Hände waschen: Ihr Kind sollte sich die Hände waschen, nachdem es den Hund gestreichelt hat.
- Hund nicht im Gesicht streicheln: Lehren Sie Ihr Kind, den Hund nicht im Gesicht zu streicheln, da dies die Allergene in die Augen und die Nase bringen kann.
- Hund regelmäßig bürsten: Regelmäßiges Bürsten des Hundes kann helfen, Allergene zu entfernen.
- Hund baden: Baden Sie den Hund regelmäßig, um Allergene zu entfernen.
Häufige Fragen
Kann man eine Hundeallergie überwinden?
Es ist möglich, dass eine Hundeallergie mit der Zeit verschwindet, insbesondere bei Kindern. Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Einige Menschen leiden ihr ganzes Leben lang an einer Hundeallergie.
Ist eine Hundeallergie gefährlich?
Eine Hundeallergie ist in den meisten Fällen nicht gefährlich. Allerdings können die Symptome sehr unangenehm sein und die Lebensqualität beeinträchtigen. In seltenen Fällen kann eine Hundeallergie zu einer schweren allergischen Reaktion führen, die lebensbedrohlich sein kann.
Kann man mit einer Hundeallergie ein Haustier haben?
Es ist möglich, mit einer Hundeallergie ein Haustier zu haben, aber es erfordert einige Anpassungen. Sie müssen die Allergene in Ihrer Wohnung reduzieren und die Symptome Ihres Kindes behandeln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Allergologen, um herauszufinden, welche Möglichkeiten für Sie und Ihr Kind am besten geeignet sind.
Welche Hunderassen sind für Allergiker geeignet?
Es gibt keine Hunderassen, die vollständig allergiefrei sind. Allerdings gibt es einige Rassen, die weniger Allergene produzieren als andere. Zu diesen Rassen gehören:
- Pudel
- Bichon Frisé
- Malteser
- Yorkshire Terrier
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch diese Rassen Allergene produzieren können. Wenn Sie an einer Hundeallergie leiden, sollten Sie sich vor der Anschaffung eines Hundes mit Ihrem Arzt oder einem Allergologen beraten.
Fazit
Eine Hundeallergie kann das Leben von Kindern und ihren Familien beeinflussen. Es ist wichtig, die Symptome zu erkennen und frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Mit einer geeigneten Behandlung und einigen Anpassungen im Alltag können Sie das Risiko von allergischen Reaktionen minimieren und Ihrem Kind ermöglichen, ein glückliches und gesundes Leben zu führen.
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